Notaar und Notariaatswase
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| Dialakt: Zurituutsch |
En Notaar oder e Notaarin (vo latynisch notarius ,Gschwindschryber, Schryber, Stenograaf') isch opper, wo wichtigi Rachtsgschaft beuurkundet und Underschriften und Abschrifte beglaubiget. Schaffe tuet er oder sy uf eme Notariaat. Im Kanton Zuri hat mer em Notaar na um 1900 ume geern Landschryber gsait.[1]
Was en Notaar macht
[andere | Qualltaxt bearbeite]En Notaar tuet wichtigi Voorgang im Rachtslabe <
- Sachen im Zamehang mit em Grundaigetum (Chauffvertraag, Dienschtbaarkaite, Schuldbrief usw. - aso s Grundstuckracht),
- Vertraag, wos um d Ee und um s Eerbe gaat (aso s Familien- und s Eerbracht),
- um d Grundig vo jurischtische Persoone wie Akziegsellschafte, Gsellschafte mit bischrankter Haftig und Gnosseschafte (aso s Gsellschaftsracht) und Stiftige,
- (i de Schwyz) Burgschafte mit eme Haftigsbetraag vo uber 2000 Franke,
- (i de Schwyz) Voorsoorguuftraag, und
- (z Tuutschland) Verpfandige vo GmbH-Aatail.
Es gaat aso um Theeme, wo me mues ganz sicher chone sy, das di jurischtisch Form stimmt: S Ziil vom Tue vom Notaar isch d Rachtssicherhait, und er hat e Waarnfunkzioon, sodas de Verchoiffer, Burg, Verpfander usw. nod oppis Unuberlaits macht, won en spooter roit. En Notaar mues drum prueffe, was er underschrybt, und syne Chunde mit Raat zur Syte staa. Bin ere Beuurkundig tuet de Notaar de ganz Inhalt vomene Schriftstuck absagne, bin ere Beglaubigung nu d Underschrift(e) oder d Abschrift.
En freiprueffliche Notaar isch Volljurischt, er hat aso Rachtswusseschaft gstudiert. En schwyzerischen Amtsnotaar hat e chauffmanisch-adminischtratyvi Leer gmachet und isch nachanen a d Uniwersiteet, zum die jurischtische Sache leere, won er fur syn Prueff bruucht, er isch aso quaasi en <
S Racht uber s Notariaatswase
[andere | Qualltaxt bearbeite]D Gsetzgabig
[andere | Qualltaxt bearbeite]Waas vor en Notaar mues choo oder cha choo, wie en Notaar mues handle, und weer Notaar terff sy, staat i de Gsetz.
- Was der alemanisch Ruum aagaat, so sind die Gsetz z Frankrych, z Tuutschland und z Ooschterrych nazionaal, galted aso fur s ganz Land (fur Tuutschland isch das d Bundesnotaaroornig vo 1937, fur Ooschterrych s Notariaatsaktsgsetz und d Notariaatsoornig vo 1871 und s Grichtskomisseersgsetz von 1970).
- Z Tuutschland gits na gwussi regionaali Underschiid oder hats sottigi bis vor Churzem na ggee, wo uf di fruenerige Reglige uf Gliidstaatenebeni zrugggond oder zrugggange sind. Hut gaats daadeby nu na um d Fraag, ob en Notaar nu terff Notaar sy oder aber glychzytig au Aawalt; bis Andi 2017 hats dezue ane na e Sonderregelig fur Bade-Wurttebeerg ggee (daadezue une mee).
- I de Schwyz degage wird daas, was en Notaar macht, uf nazionaaler Ebeni greglet (namli im Zivylgsetzbuech von 1907), aber wie das de Notaar macht und weer terff Notaar sy, das wird hauptsachli uf kantonaaler Ebeni greglet (namli i denen ire Notariaatsgsetz).
Verschideni Aarte vo Notariaat
[andere | Qualltaxt bearbeite]De Notaar chan en Freiprueffler sy, wo uf aigeni Rachnig und aiges Risiko schaffet (<
Die Underschiid gond uf di lang Gschicht vom Notariaatswase zrugg. Uf em oiropeeische Kontinant hat sich s freipruefflich Sischteem fascht uberall duregsetzt, nu z Portugal und zum Tail i de Tuutschschwyz chond Notaar Staatsaagstelti sy. Fruener sind s au z Bade-Wurttebeerg (bis ands 2017) und z Liechtestai (bis ands 2019) Staatsaagstelti gsy - der alemanisch Ruum isch aso en Hort gsy vom Amtsnotariaat.
Tuutschland
[andere | Qualltaxt bearbeite]Z Tuutschland schaffet en Notaar freipruefflich.
- Imene Tail vo Tuutschland, namli im badische Tail vo Bade-Wurttebeerg, z Bayre, z Rhyland-Pfalz, i Tail vo Nordrhy-Weschtfaale, z Hamburg und i de foif <
> Lander, chan er nu as Notaar schaffe. Es gilt daa aso s < > oder, wie mer au sait, s < >, wil das zeerscht vom Napoleon i s linggsrhynisch Piet praacht woorden isch, wo Frankrych doozmaal anektiert gha hat. - I andere Piet, namli z Hesse, i Tail vo Nordrhy-Weschtfaale, z Nidersachse, z Bremen, z Schleswig-Holstein und z Berlyn chan er dezue anen au Rachtsaawalt sy, es gilt daa aso s <
>. D Baasis fur die Regelig hat wytume di pruussisch Allgimain Grichtsoornig vo 1793/95 glait ghaa, wo dan au vo andere mittel- und nordtuutsche Staaten ubernaa woorden isch. Au im wurttebeergische und hooezollerische Tail vo Bade-Wurttebeerg gits na ganz wenig Aawaltnotaar us dem Zyt vor 2018; noii chas aber nume gee.[2]
Schwyz
[andere | Qualltaxt bearbeite]Wil i de Schwyz s Notariaatswase kantonal greglet isch, gits daa verschideni Sischteem:
- Zum Eerschte s rain freipruefflich Notariaat, wo s fruener nu im Weschte vo de Schwyz ggee hat. Mer underschaidet zwoo Undergruppe: s <
>, aso s franzosisch, wo en Notaar nu terff as Notaar schaffe (daas gilt zum Byspil i de Kantoon Gamf und Waadt), und s < >, wo en Notaar glychzytig au cha Rachtsaawalt sy (daas gilt zum Byspil im Kanton Beern). - Zum Zwaite s rain Amtsnotariaat, wo fruener i de Tuutschschwyz de Normaalfall gsy isch. Hut gits es nu na i de Kantoon Zuri und Schafuuse.
- Zum Dritte gits verschideni Mischige us de baide <
> Notariaat, me redt au vom < >. Daas isch hut de Normaalfall i der Oschtschwyz. Bi gwusse Sache mues (wie fruener ganerell) en Amtsnotaar uurkunde, bi andernen mues es (hut) en freiprueffliche Notaar sy. Was fur en Notaar i weleren Aaglagehait zuestandig isch, isch aber vo Kantoon zu Kantoon verschide.
Bade-Wurtebeerg fruener
[andere | Qualltaxt bearbeite]Bis Andi 2017 isch hats z Bade-Wurttebeerg au na s Amtsnotariaat ggee, wil das die fruenerige Landesgsetzgabige i de verschidene Voorgangerlander esoo ghaa hat. Im badische Tail sind das Volljurischte gsy (<
Wyteri alemanischi oder tailalemanischi Lander
[andere | Qualltaxt bearbeite]Z Ooschterrych gits nu s freipruefflich <
Z Liechtestai gilt s <
Z Frankrych und daademit au im Elsis gilt s freipruefflich Notariaat nach de <
Gsetzestaggscht
[andere | Qualltaxt bearbeite]Literatuur
[andere | Qualltaxt bearbeite]Zum gschichtliche Hindergrund vom Notariaat z Tuutschland und i de Schwyz:
- Hans C. Schuler: Wo liegen die Wurzeln des Anwaltsnotariats? Und wo seine Zukunft? Die wechselvolle Geschichte des Notariats und die Evolution von Nur- und Anwaltsnotariat. I: Anwaltsblatt 12, 2020, S. 664-669.
- Kathrin Utz Tremp, Alain Pretre: Notariat.. In: Historisches Lexikon vo dr Schwiiz.
Zum Notariaatsracht:
- Thomas Diehn: BNotO. Bundesnotarordnung. Kommentar. 3. Auflage. Heymanns, Koln 2023, ISBN 978-3-452-29811-9.
- Kurt Wagner, Gerhard Knechtel: Kommentar zur Notariatsordnung. Notariatsaktsgesetz, Gerichtskommissarsgesetz, Berufsrechtliche Nebengesetze, Richtlinien der Osterreichischen Notariatskammer, Europaisches Berufsrecht. Manz'sche Verlags- und Universitatsbuchhandlung, Wien 2008, ISBN 978-3-214-01085-0.
- Stephan Wolf (Ug.): Kommentar zum Notariatsrecht des Kantons Bern (= Publikationen des INR. Band 9). Schulthess, Bern 2009, ISBN 978-3-7272-1627-5.
- Stephan Wolf (Ug.): Schweizerische Zivilprozessordnung und Notariat (= Publikationen des INR. Band 11). Stampfli, Bern 2010, ISBN 978-3-7272-1630-5.
Fuessnoote
[andere | Qualltaxt bearbeite]- | Schwyzerischs Idiotikon, Band IX, Spalte 1545 une (Digitalisaat).
- | Das es hut i de foif oschttuutsche Lander andersch as fruener ekais Aawaltsnotariaat git, chunt daadevo, wil s Notariaatsgsetz vo de DDR uberall s staatlich Notariaat ygfuert gha hat, wo nach de Widerverainigung vom Nu-Notariaat, aso em Normaalracht vo de Bundesnotaaroornig, abgloost woorden isch.