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Europaische Weltraumorganisation

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Europaische Weltraumorganisation
ESA/ASE
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ESOC-Kontrollraum in Darmstadt
Englische Bezeichnung European Space Agency
Franzosische Bezeichnung Agence spatiale europeenne
Sitz der Organe Paris, Frankreich Frankreich
Vorsitz Osterreich Josef Aschbacher (Generaldirektor)
Mitgliedstaaten 23:
Belgien Belgien
Danemark Danemark
Deutschland Deutschland
Estland Estland
Finnland Finnland
Frankreich Frankreich
Griechenland Griechenland
Irland Irland
Italien Italien
Luxemburg Luxemburg
Niederlande Niederlande
Norwegen Norwegen
Osterreich Osterreich
Polen Polen
Portugal Portugal
Rumanien Rumanien
Schweden Schweden
Schweiz Schweiz
Slowenien Slowenien
Spanien Spanien
Tschechien Tschechien
Ungarn Ungarn
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Konigreich
Assoziierte Mitglieder 3:
Lettland Lettland
Litauen Litauen
Slowakei Slowakei
Amts- und Arbeitssprachen

Englisch, Franzosisch, Deutsch[1]

Grundung 30. Mai 1975
www.esa.int
Daten und Fakten:
Budget: 7,8 Mrd. EUR (2024)[2]
Mitarbeiter: etwa 2200 (2022)[3]

Die Europaische Weltraumorganisation (englisch European Space Agency, kurz ESA; franzosisch Agence spatiale europeenne , ASE) ist eine internationale Organisation 23 europaischer Staaten fur die Koordinierung und den Betrieb gemeinsamer Raumfahrtaktivitaten. Sie wurde 1975 gegrundet, um Europa technisch und politisch unabhangiger von den Raumfahrtnationen Sowjetunion und Vereinigte Staaten zu machen. Die ESA hat ihren Sitz in Paris und beschaftigte im Jahr 2022 etwa 2200 Mitarbeiter. Generaldirektor der Organisation ist seit Marz 2021 der Osterreicher Josef Aschbacher.

Die ESA ist die Nachfolgeorganisation der ELDO, der ESRO und der Europaischen Fernmeldesatelliten-Konferenz (CETS). Wie diese beschrankt sie sich in ihren Projekten zur Weltraumerforschung und -nutzung ,,ausschliesslich auf friedliche Zwecke". Die ESA ist keine Unterorganisation der Europaischen Union, allerdings durch das Weltraumprogramm der Europaischen Union eng mit EU und den nationalen Raumfahrtagenturen ihrer Mitgliedstaaten verflochten. Die Mehrzahl der EU-Staaten ist an der ESA beteiligt, ausserdem die Schweiz, Norwegen und das Vereinigte Konigreich.[4][5] Die ESA ist gemeinsam mit der NASA Grundungsmitglied des Consultative Committee for Space Data Systems (CCSDS).

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Die Vorgeschichte

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ESRO-2B war 1968 der erste erfolgreiche Satellit der ESRO
ESA-Hauptverwaltung in Paris

Nach dem Zweiten Weltkrieg verliessen viele europaische Luft- und Raumfahringenieure und -wissenschaftler Westeuropa, um in den Vereinigten Staaten oder der Sowjetunion zu arbeiten.[6][7] Der Aufschwung in den 1950er-Jahren ermoglichte Investitionen der westeuropaischen Staaten in Forschung und Raumfahrt. Die europaischen Wissenschaftler erkannten jedoch, dass nationale Projekte nicht mit den beiden Supermachten konkurrieren konnten. Bereits 1958, nur wenige Monate nach dem Sputnikschock, trafen sich Edoardo Amaldi und Pierre Auger, zwei bedeutende Mitglieder der westeuropaischen Wissenschaftsgemeinde, um die Grundung einer gemeinsamen westeuropaischen Weltraumorganisation zu besprechen. Das Treffen wurde von wissenschaftlichen Reprasentanten aus acht Staaten begleitet.

Die westeuropaischen Nationen entschieden sich, zwei getrennte Agenturen zu schaffen: die ELDO (European Launcher Development Organisation) sollte Tragersysteme entwickeln und bauen und die ESRO (Europaische Weltraumforschungsorganisation) sollte die wissenschaftlichen Satelliten entwickeln. Die ESRO wurde am 20. Marz 1964 durch ein am 14. Juni 1962 unterzeichnetes Abkommen gegrundet. Von 1968 bis 1972 feierte ESRO ihre ersten Erfolge: Sieben Forschungssatelliten wurden mithilfe amerikanischer Tragersysteme in den Orbit gebracht. ELDO hingegen konnte wahrend ihres Bestehens keine Tragerrakete starten. Beide Organisationen waren unterfinanziert und die Auftrennung in zwei Organisationen bewahrte sich nicht.

Die ESA wurde am 30. Mai 1975 mit dem Ubereinkommen zur Grundung einer Europaischen Weltraumorganisation mit Unterzeichnung eines Abkommens durch ihre zehn ursprunglichen Grundungsmitglieder als Zusammenschluss von ESRO und ELDO gegrundet.[8][9] Nach Hinterlegung der letzten Ratifikationsurkunde durch Frankreich trat die Grundung am 30. Oktober 1980 in Kraft.[9][10][11]

Die Grundung der ESA bezweckte eine bessere Koordinierung der europaischen Raumfahrtaktivitaten, um technisch gegenuber den grossen Raumfahrtnationen Sowjetunion und Vereinigte Staaten gleichberechtigt auftreten zu konnen. Wie zuvor bei der ESRO ist auch bei der ESA die Teilnahme am wissenschaftlichen Programm fur alle Mitglieder verpflichtend, wahrend an weiteren Programmen wie Anwendungssatelliten, Tragerraketen oder bemannte Raumfahrt nur Staaten teilnehmen, die daran Interesse haben und Beitrage dazu leisten wollen. Die ESA vergibt entsprechend den Mitgliedsbeitragen zu den jeweiligen Programmen Auftrage an die Raumfahrtfirmen der an den Programmen beteiligten Staaten.[12]

Anfang der 1970er-Jahre, als sich der Wettstreit um den Vorstoss ins Weltall zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion gelegt hatte und die Budgets der Raumfahrtagenturen dramatisch gekurzt wurden, etablierte sich die ESA als ein Vorreiter in der friedlichen Erforschung des Alls. 1975 startete sie mit dem Satelliten COS-B ihre erste grosse wissenschaftliche Mission. In Kooperation mit der NASA und dem britischen SERC wurde 1978 IUE gestartet, das erste Weltraumteleskop in einer Erdumlaufbahn. Es war bis September 1996 in Betrieb.

Es folgte eine Vielzahl von erfolgreichen Projekten im Erdorbit, und 1985 begann mit der Raumsonde Giotto die erste europaische Tiefraummission. Giotto untersuchte 1986 den Halleyschen Kometen und 1992 den Kometen Grigg-Skjellerup. In der folgenden Zeit wurde - teilweise in Kooperation mit der NASA - eine grosse Zahl an Projekten gestartet. Als Nachfolgeorganisation der ELDO entwickelte die ESA in dieser Zeit auch neue Tragerraketen fur kommerzielle und wissenschaftliche Nutzlasten im Rahmen des Ariane-Programms.

Die Geschichte seit der Jahrtausendwende

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Im neuen Jahrtausend wurde die ESA neben Raumfahrtagenturen wie der NASA, ISRO, JAXA und Roskosmos zu einer Grosse in der Weltraumforschung, auch durch gemeinsame Projekte mit diesen internationalen Partnern. Neben bedeutenden eigenen Forschungsmissionen wie den Raumsonden Solar Orbiter und Juice ist die ESA unter anderem an der Internationalen Raumstation, dem James Webb Space Telescope und dem Artemis-Programm beteiligt, den bislang aufwandigsten Raumfahrtprojekten der Menschheit. Die von der ESA initiierte Rakete Ariane 5 war eine der bislang erfolgreichsten und zuverlassigsten Schwerlastraketen; das gemeinsam mit der EU entworfene Galileo-Navigationssystem garantiert Europa - nach anfanglichen Schwierigkeiten - eine Unabhangigkeit vom amerikanischen GPS. Generell fuhrten diverse Umstande bei der Zusammenarbeit mit der NASA (z. B. rechtliche Einschrankungen bezuglich des Informationsaustauschs, unkalkulierbare Projekteinstellungen durch plotzliche Finanzmittelstreichung) dazu, dass die ESA in allen Bereichen eine starkere Unabhangigkeit verfolgte und neuere Missionen haufiger in Eigenregie oder in Kooperation mit anderen Partnern wie Roskosmos oder JAXA anging.

Im Laufe der Zeit bekam die kommerzielle Komponente der Entwicklung und Vermarktung von Weltraumtechnologie und Weltraumdienstleistungen und die Forderung und Unterstutzung der europaischen Raumfahrtindustrie ein starkeres Gewicht. Die ESA betreibt zu diesem Zweck in vielen Landern Business Incubation Centres. Ausgaben fur die ESA bewirken fur die Mitgliedstaaten einen nachgewiesenen positiven Effekt auf die Volkswirtschaft, die uber die Ausgaben hinausgehen. Ebenso wirkt sich die Zusammenarbeit zwischen den nationalen Raumfahrtagenturen und der ESA wirtschaftlich positiv aus.

Die Zusammenarbeit mit Roskosmos - mit Ausnahme der gemeinsamen Beteiligung an ISS - wurde infolge des russischen Uberfall auf die Ukraine seit 2022 beendet und geplante gemeinsame Missionen abgesagt.

Seit 2002 verfugt das ESA-eigene ESTRACK-Antennennetzwerk neben weltweiten Trackingstationen zur Satellitenverfolgung und fur Raketenstarts auch uber eigene Deep-Space-Stationen mit aktueller Technik fur Mondmissionen, Missionen an den Lagrangepunkten und interplanetare Raummissionen, ausserdem und uber die Technik zur Unterstutzung von Raketenstarts und fur kritische Flugmanover wie das prazise Einschwenken in einen Mond- oder Planetenorbit. Durch weltweite Verteilung der drei Stationen konnte eine nahezu luckenlose Himmelsabdeckung erreicht werden. Insgesamt entwickelte sich die ESA zu einer Organisation, die mehr auf eigenen Kompetenzen und Bundelungen der Leistungen der Mitgliedstaaten und der verschiedenen nationalen Raumfahrtagenturen beruht als auf Beitragen nichteuropaischer Weltraumorganisationen. Mit Partnern wie Kanada, Mexiko und Israel hat sie zudem eine zunehmend globale Ausrichtung.

Infolge eines Zusammentreffens von Planungsfehlern, technischen Problemen bei der Vega-C und dem Ende der Zusammenarbeit mit Roskosmos verfugte Europa wahrend der Raketenkrise von 2022 bis 2024 nur uber wenige einsatzbereite Tragerraketenexemplare. Fur eine Ubergangszeit wurden daher auch Wissenschaftsmissionen und Navigationssatelliten mit Raketen des amerikanischen Unternehmens SpaceX gestartet.[13][14] Am 5. Dezember 2024 startete die uberarbeitete Vega-C wieder und mit der Aufnahme des Regelbetriebs der Ariane 6 im Februar 2025 ist wieder ein uneingeschrankter europaischer Startbetrieb moglich.

Europaische Weltraumorganisation (Europa)
Kourou
(CSG)
Paris (HQ)
Noordwijk (ESTEC)
Darmstadt (ESOC)
Oberpfaffenhofen (Col-CC)
Frascati (ESRIN)
Koln (EAC)
Villafranca del Castillo (ESAC)
Redu (ESEC)
Harwell (ECSAT)
Esrange (ESC)

Haupteinrichtungen

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Die ESA ist aufgrund einer politischen Entscheidung dezentral organisiert. Die heutigen Standorte gehen grosstenteils noch auf Einrichtungen der Vorlauferorganisationen zuruck. Die Einrichtungen wurden auf die verschiedenen Mitgliedstaaten verteilt und es sollte nicht ein Land alleine das nationale Prestige der ESA und das aus der Forschung gewonnene Wissen geniessen, wahrend die ubrigen zwar Beitrage leisten, aber keinen fassbaren Anteil am gemeinsamen Projekt haben. Ebenso wird darauf geachtet, dass das Personal der ESA-Einrichtungen insgesamt multinational aus allen beitragenden Nationen rekrutiert wird, ungefahr entsprechend dem Beitragsanteil.

Daneben betreibt die ESA Verbindungsburos in Brussel (Belgien) und Washington (USA) und ist an der Denkfabrik ESPI in Wien (Osterreich) und am Weltraumbergbauinstitut ESRIC in Luxemburg beteiligt. Den schwedischen Raketenstartplatz Esrange nutzt die ESA fur Forschungsprojekte mit Hohenforschungsraketen. 2025 eroffnete das European Space Deep-Tech Innovation Centre (ESDI) in Villigen in der Schweiz.[15]

Anfang 2023 bestanden folgende ESA Business Incubation Centres (ESA-Grunderzentren), jeweils mit Grundungsjahr und Sitz:[16]

Josef Aschbacher, der amtierende Generaldirektor der ESA
ESA-Generaldirektoren
Amtstrager Amtszeit Herkunftsstaat
Roy Gibson 1975-1980 Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Konigreich
Erik Quistgaard 1980-1984 Danemark Danemark
Reimar Lust 1984-1990 Deutschland Deutschland
Jean-Marie Luton 1990-1997 Frankreich Frankreich
Antonio Rodota 1997-2003 Italien Italien
Jean-Jacques Dordain 2003-2015 Frankreich Frankreich
Johann-Dietrich Worner 2015-2021 Deutschland Deutschland
Josef Aschbacher seit dem 1. Marz 2021 Osterreich Osterreich

Da sich die Franzosen und Deutschen nach der Grundung uber die Fuhrung nicht einigen konnten, wurde der Brite Roy Gibson zum ersten Director General ernannt.

Mitgliedstaaten und Kooperationspartner

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  • ESA-Mitgliedstaat
  • Assoziiertes Mitglied
  • ECS-Partnerstaat
  • Kooperationsvertrag
  • ESA-Mitgliedstaat
  • Assoziiertes Mitglied
  • ECS-Partnerstaat
  • Kooperationsvertrag
  • Mitgliedstaaten

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    Staat Beitritt (Ratifizierungsdatum) Nationale Raumfahrtorganisation Anmerkungen
    Mitgliedstaaten
    Belgien Belgien 3. Oktober 1978 BELSPO Grundungsmitglied
    Danemark Danemark 15. September 1977 DTU Space Grundungsmitglied
    Deutschland Deutschland 26. Juli 1977 DLR Grundungsmitglied
    Estland Estland 4. Februar 2015 ESO [17]
    Finnland Finnland 1. Januar 1995 Wirtschafts- und Arbeitsministerium
    Frankreich Frankreich 30. Oktober 1980 CNES Grundungsmitglied
    Griechenland Griechenland 9. Marz 2005 HSA/HSC
    Irland Irland 10. Dezember 1980 EI
    Italien Italien 20. Februar 1978 ASI Grundungsmitglied
    Luxemburg Luxemburg 30. Juni 2005 LSA
    Niederlande Niederlande 6. Februar 1979 NSO Grundungsmitglied
    Norwegen Norwegen 30. Dezember 1986 NOSA
    Osterreich Osterreich 30. Dezember 1986 ALR
    Polen Polen 19. November 2012 POLSA [18]
    Portugal Portugal 14. November 2000 FCT
    Rumanien Rumanien 22. Dezember 2011 ROSA
    Schweden Schweden 6. April 1976 SNSA Grundungsmitglied
    Schweiz Schweiz 19. November 1976 SSO Grundungsmitglied
    Slowenien Slowenien 1. Januar 2025 SPACE-SI [19][20]
    Spanien Spanien 7. Februar 1979 INTA Grundungsmitglied
    Tschechien Tschechien 12. November 2008 Verkehrsministerium
    Ungarn Ungarn 24. Februar 2015 HSO [21]
    Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Konigreich 28. Marz 1978 UKSA Grundungsmitglied
    Assoziierte Mitglieder
    Lettland Lettland 27. Juli 2020 Bildungs- und Wissenschaftsministerium assoziiertes Mitglied[22]
    Litauen Litauen 21. Mai 2021 LSA assoziiertes Mitglied[23]
    Slowakei Slowakei 13. Oktober 2022 SSO assoziiertes Mitglied[24]

    Verhaltnis zur Europaischen Union

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    Die ESA ist nicht die Raumfahrtbehorde der Europaischen Union - dafur gibt es die EUSPA - sondern eine eigenstandige Organisation. Wahrend die EU eine staatenubergreifende Organisation ist, ist die ESA auf der Zusammenarbeit der Regierungen ihrer Mitgliedstaaten untereinander begrundet. Dementsprechend entscheidet der Ministerrat der sich aus Ministern der Mitgliedsstaaten zusammensetzt uber die Projekte und das Budget. Diese Struktur ermoglicht die Mitwirkung von Staaten bei der ESA unabhangig von deren EU-Mitgliedschaft. Uber das Weltraumprogramm der Europaischen Union unterhalt die ESA jedoch enge Verbindungen mit der EU und wird von der EU finanziell unterstutzt. Die Zusammenarbeit von ESA und EU wird durch das EU-ESA-Rahmenabkommen (ESA/European Commission Framework Agreement) geregelt.[25] 19 der 22 Mitgliedstaaten der ESA sind gleichzeitig Mitglieder der Europaischen Union. Mit den ubrigen 8 EU-Mitgliedstaaten bestehen Kooperationsvereinbarungen.[26] Aufgrund der engen Zusammenarbeit betreibt die ESA ein Verbindungsburo in Brussel.

    Ungeachtet dessen werden im Rahmen der ESA-Langzeitprogramme gemeinsame Aktionen mit gemeinsamer Finanzierung durchgefuhrt (Ariane-Raketen, Weltraumlabor Columbus u. a.).[27] Mittlerweile kennt der Vertrag uber die Arbeitsweise der Europaischen Union (AEUV) mit den Art. 179-190 einen eigenstandigen Politikbereich ,,Forschung, technologische Entwicklung und Raumfahrt". Seit 2009 besteht mit der neuen Vorschrift des Art. 189 AEUV der forschungs- wie entwicklungspolitische Auftrag an die Union, die Konturen eines Weltraumprogrammes der Europaischen Union auszuarbeiten. Hierbei erteilt Art. 189 Abs. 3 AEUV der Union den Auftrag, alle zweckdienlichen Verbindungen zur ESA aufzunehmen. In der Durchfuhrung tritt die EU als Kunde auf, der Auftrage an ESA vergibt und dafur bezahlt. Zu den wichtigsten von der EU getragenen Programmen gehoren das Copernikus-Programm und das Satellitennavigationssystem Galileo, das inzwischen im operativen Bereich in den Verantwortungsbereich der Agentur der Europaischen Union fur das Weltraumprogramm ubertragen wurde. Die ESA ist aber weiterhin fur den Start neue Galileo-Satelliten verantwortlich und an der Weiterentwicklung der Technik beteiligt. Eine ahnliche Struktur hat die geplante Satellitenkonstellation IRIS2 fur eine sichere und verschlusselte Kommunikation, die von EU und ESA gemeinsam mit Industriepartnern und Telekommunikationsunter entwickelt, gebaut und betrieben wird.

    Das letzte grossere Abkommen zwischen EU und ESA ist das Financial Framework Partnership Agreement (FFPA), das am 22. Juni 2021 unterzeichnet wurde. Es markiert den Start eines EU-eigenen Weltraumprogramms. Im Rahmen dieses Abkommens mochte die EU von 2021 bis 2027 knapp 9 Milliarden Euro investieren. Diese Gelder sind Teil des ESA-Budgets und tragen somit zur Finanzierung der verpflichtenden und freiwilligen Programme der ESA-Mitgliedstaaten bei. Gleichzeitig bleibt die Unabhangigkeit der ESA in ihren Entscheidungen und bei der Umsetzung der Programme festgeschrieben.[28][29]

    Europaische Kooperationsstaaten (ECS)

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    Da der Sprung zwischen Nichtmitgliedschaft und assoziierter Mitgliedschaft fur einige Staaten zu gross war, wurde ein neuer Beteiligungsstatus eingefuhrt. Staaten mit diesem Status werden als Europaische Kooperationsstaaten (ECS) bezeichnet und mit dem Plan fur Europaische Kooperationsstaaten (PECS) haben sie eine Moglichkeit zur engeren Kooperation. In dem Funfjahresplan vereinbaren der beteiligte Staat und die ESA die gemeinsamen Projekte. Fur die Verhandlungen daruber sind maximal zwolf Monate vorgesehen. Die Firmen und Agenturen in diesen Staaten konnen sich daraufhin an Ausschreibungen beteiligen, um an Projekten der ESA teilzunehmen. Die Teilnehmerstaaten konnen sich bis auf das Basic Technology Research Programme an fast allen Programmen beteiligen. Auch ist die Abgabenbelastung geringer als bei einer Vollmitgliedschaft.

    Beteiligte Staaten
    Bewerberstaat Kooperationsvertrag ECS ESA-Mitgliedschaft moglich ab
    Bulgarien Bulgarien 8. April 2015[30] 2022[31]
    Zypern Republik Zypern August 2009 6. Juli 2016[32] 2022[31]
    Kroatien Kroatien 19. Februar 2018[33] 16. August 2023[34]
    Malta Malta 20. Februar 2012[35] 12. September 2024[35]

    Tschechien war von November 2003 bis November 2008 ein ECS-Staat, Rumanien von Februar 2006 bis Januar 2011, Polen von April 2007 bis September 2012, Ungarn von April 2003 bis Februar 2015 und Estland von November 2009 bis Februar 2015. Mittlerweile sind diese Staaten Vollmitglieder.

    Staaten mit Kooperationsvertrag

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    Voraussetzung fur eine ECS-Mitgliedschaft ist das vorherige Unterzeichnen eines Kooperationsvertrages. Dies ist der erste Schritt in Richtung wachsender Kooperation zwischen ESA und dem betreffenden Staat, bis hin zur Vollmitgliedschaft. Kanada hat eine seit sehr langer Zeit laufende Kooperation mit ESA, hat aber bisher nicht den Wunsch geaussert ein Vollmitglied von ESA zu werden.

    Folgende Staaten haben einen Kooperationsvertrag mit der ESA, ohne ECS-Staaten zu sein:

    Bewerberstaat Kooperationsvertrag
    Kanada Kanada 1. Januar 1979[36]
    Turkei Turkei Juli 2004
    Ukraine Ukraine Januar 2008
    Israel Israel Januar 2011[37]
    Mexiko Mexiko 14. Februar 2023[38]

    Abkommen mit der NASA

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    Die wichtigsten Abkommen der ESA bestehen in der Zusammenarbeit mit der NASA. Sie reichen zuruck bis in die Anfange der ESA und der nationalen Weltraumagenturen, die heute Teil der ESA sind. Neben den zahlreichen gemeinsamen Missionen bestehen auch weitere, tiefergreifende Abkommen zur gegenseitigen Zusammenarbeit. Ein neues Abkommen aus dem Jahr 2021 betrifft eine gemeinsame Uberwachung des Klimawandels.[39] Regelmassig leistet ESA Beitrage zu NASA-Missionen und umgekehrt.

    Abkommen mit Roskosmos

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    Es gab ein Kooperations- und Partnerschaftsabkommen zwischen der ESA und Roskosmos. Angefangen hatte die europaisch-russische Kooperation 1990[40] mit Wissenstransfers, Ausbildung von Astronauten und der Durchfuhrung von ESA-Experimenten bei russischen Missionen. So fand z. B. der erste Aussenbordeinsatz eines ESA-Astronauten im Rahmen der Euromir-95 Mission statt.

    In der neuesten Auflage des Rahmenvertrags zwischen der ESA und Roskosmos vom 19. Januar 2005 wurde eine Partnerschaft bei der Entwicklung, dem Bau und der Nutzung von Tragerraketen vereinbart.[41] Dazu gehorte der Aufbau einer Startplattform fur Sojus-Raketen am Centre Spatial Guyanais, dem europaischen Weltraumbahnhof in Franzosisch-Guayana. Zwischen dem erste Start am 21. Oktober 2011 und dem letzten Start am 10. Februar 2022 wurden insgesamt 27 Raketen gestartet. Mit dem Uberfall Russlands auf die Ukraine endeten alle Raketenstarts und faktisch auch weitgehend die Zusammenarbeit mit Roskosmos.

    Abkommen mit der ISRO

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    Am 30. Juli 2021 unterzeichnete die ISRO ein Abkommen mit der ESA zur gegenseitigen Unterstutzung in missionskritischen Situationen fur ausgewahlte Raumfahrtmissionen, beispielsweise fur die Launch and Early Orbit Phase nach Raketenstarts, das Einschwenken in eine Umlaufbahn oder eine Landung auf einem Himmelskorper. Das Abkommen unterstutzt den Austausch von Navigationsdaten, Unterstutzung im Missionsbetrieb und die Weiterleitung von Daten. Es kam beziehungsweise kommt beispielsweise bei der Mondmission Chandrayaan-3 und dem Sonnenobservatorium Aditya-L1 zum Einsatz und betrifft auch das bemannte Raumfahrtprogramm Gaganyaan. Im Gegenzug kann die ESA die Trackingstationen der ISTRAC und die Tiefraumstation des Indian Deep Space Network in Byalalu bei Bangalore fur eigene Missionen nutzen.[42]

    Kooperationen mit den Weltraumorganisationen der Mitgliedstaaten

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    Die ESA unterhalt enge Beziehungen mit verschiedenen nationalen Weltraumagenturen der Mitgliedstaaten. Bisher gab es schon fur einzelne Missionen eine Zusammenarbeit. Angestrebt wird aber eine bessere Integration und Nutzung von Einrichtungen der nationalen Weltraumagenturen uber die Grenzen hinweg, eine verbesserte Ausfallsicherheit durch die Nutzung solcher Einrichtungen als Backup fur das Europaische Raumflugkontrollzentrum (ESOC) und der Austausch von Erfahrungen aus Forschung, Entwicklung und im Einsatz. Dieses soll die Stabilitat der Einrichtungen der ESA im Betrieb verstarken und gibt im Gegenzug den nationalen Raumfahrtorganisationen Zugriff auf Ressourcen und Erfahrungen der ESA. Insgesamt soll damit der Auslastungsgrad aller Ressourcen und damit die Kosteneffizienz verbessert werden.

    Diverse Einrichtungen der ESA werden lokal bereits gemeinsam mit den nationalen Raumfahrtorganisationen betrieben. Es besteht beispielsweise seit 2018 eine Kooperation mit dem DLR zur Nutzung von dessen GSOC-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen,[43] und mit der franzosischen Raumfahrtagentur CNES in Toulouse.

    Frankreichs Rolle

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    • Die ESA hat den Hauptsitz in Paris, das unterstreicht eine fuhrende Rolle Frankreichs.
    • Frankreich bezahlt den zweithochsten Beitrag am ESA-Budget.
    • Starke nationale Weltraumagentur CNES mit dem grossten Budget unter allen ESA-Weltraumagenturen
    • Hauptstandort der Entwicklung und des Betriebs der Ariane-Raketen, einschliesslich der Triebwerksentwicklung
    • Betrieb des Weltraumbahnhofs in Kourou auf franzosischem Terrain
    • Entwicklung von Satellitenbussen

    Deutschlands Rolle

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    Das Tauchbecken im EAC in Koln fur Schwerelosigkeitstrainings der ESA
    • Deutschland ist grosster Beitragszahler.
    • Die Europaische Weltraumorganisation ist in Deutschland mit drei Standorten vertreten.
    • Das Europaische Raumflugkontrollzentrum (ESOC) in Darmstadt ist seit 1967 fur den Betrieb samtlicher ESA-Satelliten und fur das dazu notwendige weltweite Netz der ESTRACK-Bodenstationen verantwortlich. Es hat auch die Kontrolle bei Raketenstarts und unterstutzt Deep-Space-Missionen mit Antennenstationen.
    • Das Europaische Astronautenzentrum (EAC) in Koln ist ein Kompetenzzentrum zur Auswahl, Ausbildung, medizinischen Betreuung und Uberwachung von Astronauten. Zudem betreut es Astronauten und deren Angehorige wahrend der Vorbereitung und Durchfuhrung der Weltraummissionen.
    • Das Columbus-Kontrollzentrum (Col-CC) der ESA unterstutzt das europaische Columbus-Labor als integralen Bestandteil der ISS. Das Col-CC befindet sich auf dem Gelande des Deutschen Zentrums fur Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen bei Munchen. In diesem Zusammenhang vertritt das Deutsche Zentrum fur Luft- und Raumfahrt (DLR) die Interessen der Bundesrepublik Deutschland bei der ESA.
    • Das Institut fur Raumfahrtantriebe der DLR in Lampoldshausen testet im Auftrag der ESA Raketentriebwerke.
    • Italien brachte die Expertise in der Entwicklung von Raketen und Satelliten bei der Grundung der ESA ein. Italien war die vierte Nation nach den USA, der Sowjetunion und Kanada, die einen Satelliten ins All brachte.
    • Entwicklung und Betrieb der leichten Vega-Tragerraketen
    • Europaisches Weltraumforschungsinstitut (ESRIN) in Frascati nahe Rom
    • Entwicklung und Bau des ISS-Moduls Harmony

    Kooperationen mit Universitaten

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    Die Europaische Weltraumorganisation richtete mit mehreren Universitaten gemeinsame Forschungslabore namens ESA_Lab ein. ESA Labs existieren an folgenden Universitaten (Stand 2019, ohne Anspruch auf Vollstandigkeit):

    Oberstes ESA-Gremium ist der Ministerrat. Alle drei Jahre (ehemals alle zwei Jahre) halt er eine Ministerkonferenz ab, an der alle Mitglieds- und Partnerlander der ESA teilnehmen. Der Ministerrat hat das letzte Wort bei Beschluss und Finanzierung der Projekte. Die Konferenz tagt jeweils in einer Stadt eines Mitgliedstaats. Es werden zukunftige Projekte und deren finanzielle Mittel beschlossen und, sofern ein Antrag vorliegt, uber die Aufnahme neuer Partner und Mitglieder entschieden.

    Im November 2012 fand die Konferenz in Neapel statt; dort wurde unter anderem die Finanzierung der Entwurfsstudien der Ariane 6 genehmigt.[48] In Luxemburg wurde am 2. Dezember 2014 getagt. Hier wurde insbesondere der Bau der Ariane 6 beschlossen.[49] Am 1. und 2. Dezember 2016 traf sich der Ministerrat in Luzern. Die weitere Finanzierung der ISS bis 2024 und von ExoMars wurde festgesetzt.[50] Erstmals im dreijahrigen Rhythmus fand die Konferenz im November 2019 in Sevilla statt. Dort wurde unter anderem die Finanzierung der Ariane 6 sowie die Beteiligung an der Mondorbitstation LOP-G beschlossen.[51]

    Die nachste Ministerratskonferenz fand im November 2022 in Paris statt.[52] In einer Zeit hoher Inflation stockte sie das nominelle ESA-Budget um 17 % auf.[53] Es wurde auch uber Projekte fur Kleinraketen beraten, die in Zukunft fur den Start von Cubesats und anderen Kleinsatelliten eine wichtige Rolle spielen konnten.[54] Wahrend der Konferenz wurden 17 neue ESA-Astronauten vorgestellt.

    Bei der nachsten Ministerratskonferenz im November 2025 erhohten die Mitgliedstaaten den ESA-Etat fur die folgenden drei Jahre um 32 % (inflationsbereinigt 17 %) auf rund 22 Milliarden Euro.[55] Als nachste L-Klasse-Mission wurde eine Raumsonde zum Saturnmond Enceladus ausgewahlt.

    Die ESA finanziert sich aus dem Staatshaushalt der Mitgliedstaaten. Die Anteile der einzelnen Staaten richten sich nach deren Bruttoinlandsprodukt. Es wird dabei unterschieden zwischen verpflichtenden Tatigkeiten, an denen sich alle Mitgliedstaaten beteiligen mussen, sowie einer Reihe freiwilliger Programme, bei denen es den einzelnen Staaten freigestellt ist, ob und in welchem Umfang sie sich beteiligen mochten. Im Gegensatz zum Ausschreibungswesen der EU richtet sich die Vergabe der ESA-Auftrage an die Industrie - gemass dem Geo-Return-Abkommen - nach dem Finanzierungsanteil des zugehorigen Mitgliedstaates. Aufgrund der Convention for the establishment of a European Space Agency,[56] einem Vertrag zwischen der ESA und jedem Mitgliedstaat, gelten - wie auch mit der NATO oder der OECD - einige rechtliche Sonderregelungen. Unter anderem sind samtliche Einkunfte der ESA und den zugehorigen Mitarbeitern von der Besteuerung und den Sozialversicherungssystemen der jeweiligen Mitgliedstaaten ausgenommen. Aus diesem Grund besteht eine interne Steuer fur ESA-Mitarbeiter.[57] Fur Mitarbeiter wird eine eigene Kranken-, Unfall- und Berufsunfahigkeitsversicherung sowie eine Pensionskasse gewahrleistet.[58]

    Um die internationale Arbeit zu erleichtern, ist der Transport von Gutern der ESA vom Zoll, der Einfuhrumsatzsteuer und sonstigen Transportbeschrankungen des jeweiligen Mitgliedstaates ausgenommen. Auch der Kauf von Gutern, die fur die Arbeiten der ESA notwendig sind, ist von der Umsatzsteuer befreit.

    Budget fur ESA-Aktivitaten und -Programme (in Mio. Euro)
    Jahr 2012 2013[59] 2014[60] 2015[61] 2016[62] 2017[63] 2018[64] 2019[65]
    Mitgliedstaaten Mio. EUR Anteil Mio. EUR Anteil Mio. EUR Anteil Mio. EUR Anteil Mio. EUR Anteil Mio. EUR Anteil Mio. EUR Anteil Mio. EUR Anteil
    Osterreich Osterreich 52,2 1,8 % 50,1 1,6 % 50,2 1,5 % 51,5 1,6 % 47,6 1,3 % 47,1 1,2 % 47,4 1,2 % 57,0 1,4 %
    Belgien Belgien 169,8 5,8 % 187,7 6,0 % 188,6 5,6 % 189,5 5,8 % 188,9 5,0 % 206,0 5,5 % 203,4 5,1 % 191,4 4,6 %
    Tschechien Tschechien 11,5 0,4 % 13,7 0,4 % 13,9 0,4 % 14,2 0,4 % 15,6 0,4 % 32,7 0,9 % 32,5 0,8 % 33,1 0,8 %
    Danemark Danemark 27,8 0,9 % 25,7 0,8 % 23,4 0,7 % 26,8 0,8 % 29,5 0,8 % 30,5 0,8 % 31,6 0,8 % 31,5 0,8 %
    Estland Estland 0,9 0,0 % 2,5 0,1 % 2,6 0,1 % 2,7 0,1 %
    Finnland Finnland 19,4 0,7 % 19,5 0,6 % 19,9 0,6 % 19,6 0,6 % 21,6 0,6 % 19,4 0,5 % 19,4 0,5 % 19,5 0,5 %
    Frankreich Frankreich 751,4 25,6 % 747,5 24,0 % 754,6 22,6 % 718,2 22,2 % 844,5 22,6 % 855,9 22,7 % 961,2 24,2 % 1.174,4 28,1 %
    Deutschland Deutschland 713,8 24,3 % 772,7 24,8 % 765,7 22,9 % 797,4 24,6 % 872,6 23,3 % 858,4 22,7 % 920,7 23,1 % 927,1 22,2 %
    Griechenland Griechenland 8,6 0,3 % 15,1 0,5 % 14,5 0,4 % 12,1 0,4 % 11,9 0,3 % 14,6 0,4 % 10,5 0,3 % 10,5 0,3 %
    Ungarn Ungarn 5,0 0,1 % 6,2 0,2 % 6,2 0,2 % 5,2 0,1 %
    Irland Irland 15,6 0,5 % 17,3 0,6 % 18,4 0,6 % 18,0 0,6 % 23,3 0,6 % 17,8 0,5 % 17,4 0,4 % 19,5 0,5 %
    Italien Italien 350,5 12,0 % 400,0 12,9 % 350,0 10,5 % 329,9 10,2 % 512,0 13,7 % 550,0 14,6 % 470,0 11,8 % 420,2 10,1 %
    Luxemburg Luxemburg 15,0 0,5 % 15,0 0,5 % 18,3 0,5 % 23,0 0,7 % 22,0 0,6 % 22,3 0,6 % 26,6 0,7 % 29,9 0,7 %
    Niederlande Niederlande 60,3 2,1 % 79,5 2,6 % 125,1 3,7 % 74,7 2,3 % 102,6 2,7 % 72,0 1,9 % 91,1 2,3 % 77,7 1,9 %
    Norwegen Norwegen 63,1 2,2 % 56,3 1,8 % 57,1 1,7 % 59,8 1,8 % 59,6 1,6 % 63,5 1,7 % 64,0 1,6 % 64,4 1,5 %
    Polen Polen 36,4 1,2 % 28,9 0,9 % 28,7 0,9 % 30,0 0,9 % 29,9 0,8 % 34,6 0,9 % 34,6 0,9 % 34,6 0,8 %
    Portugal Portugal 15,8 0,5 % 16,1 0,5 % 16,3 0,5 % 16,7 0,5 % 16,0 0,4 % 17,0 0,5 % 18,2 0,5 % 18,0 0,4 %
    Rumanien Rumanien 7,6 0,3 % 16,0 0,5 % 22,5 0,7 % 25,4 0,8 % 26,1 0,7 % 30,0 0,8 % 42,6 1,1 % 45,4 1,1 %
    Spanien Spanien 184,0 6,3 % 149,6 4,8 % 139,2 4,2 % 131,7 4,1 % 152,0 4,1 % 151,2 4,0 % 204,9 5,2 % 201,8 4,8 %
    Schweden Schweden 65,3 2,2 % 75,0 2,4 % 94,6 2,8 % 80,3 2,5 % 73,9 2,0 % 72,3 1,9 % 72,4 1,8 % 74,4 1,8 %
    Schweiz Schweiz 105,6 3,6 % 108,3 3,5 % 126,5 3,8 % 134,9 4,2 % 146,4 3,9 % 145,1 3,8 % 149,4 3,8 % 158,4 3,8 %
    Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Konigreich 240,0 8,2 % 300,0 9,6 % 270,0 8,1 % 322,3 9,9 % 324,8 8,7 % 300,0 7,9 % 334,8 8,4 % 369,6 8,8 %
    Kanada Kanada 18,7 0,6 % 15,5 0,5 % 19,5 0,6 % 15,5 0,5 % 13,2 0,4 % 13,1 0,3 % 19,7 0,5 % 11,8 0,3 %
    Slowenien Slowenien 3,4 0,1 % 2,7 0,1 % 2,4 0,1 %
    Sonstige Ertrage 222,1 6,7 % 149,8 4,6 % 204,4 5,5 % 209,8 5,6 % 194,5 4,9 % 199,6 4,8 %
    ESA gesamt 2.932,4 3.109,5 3.339,3 3.241,2 3.740,0 3.780,0 3.980,0 4.180,0


    Budget fur ESA-Aktivitaten und -Programme (in Mio. Euro)
    Jahr 2020[66] 2021[67] 2022[68] 2023[69] 2024[2]
    Mitgliedstaaten Mio. EUR Anteil Mio. EUR Anteil Mio. EUR Anteil Mio. EUR Anteil Mio. EUR Anteil
    Osterreich Osterreich 51,2 1,0 % 54,8 1,2 % 49,8 1,0 % 65,5 1,3 % 62,4 1,2 %
    Belgien Belgien 210,0 4,3 % 255,8 5,6 % 238,7 5,0 % 260,0 5,3 % 292,6 5,6 %
    Tschechien Tschechien 44,7 0,9 % 43,0 0,9 % 45,4 0,9 % 49,2 1,0 % 48,4 0,9 %
    Danemark Danemark 33,8 0,7 % 33,0 0,7 % 33,8 0,7 % 35,1 0,7 % 35,1 0,7 %
    Estland Estland 3,7 0,1 % 2,7 0,1 % 2,0 0,0 % 6,9 0,1 % 7,0 0,1 %
    Finnland Finnland 27,4 0,6 % 27,5 0,6 % 28,7 0,6 % 39,0 0,8 % 33,5 0,6 %
    Frankreich Frankreich 1.311,7 26,9 % 1.065,8 23,4 % 1.178,2 24,5 % 1.000,9 20,4 % 1.048,4 20,1 %
    Deutschland Deutschland 981,7 20,1 % 968,6 21,3 % 1.017,5 21,1 % 1.046,8 21,4 % 1.171,6 22,4 %
    Griechenland Griechenland 20,6 0,4 % 19,9 0,4 % 20,0 0,4 % 21,0 0,4 % 16,1 0,3 %
    Ungarn Ungarn 11,7 0,2 % 16,8 0,4 % 21,2 0,4 % 24,7 0,5 % 23,2 0,4 %
    Irland Irland 24,8 0,5 % 18,8 0,4 % 22,9 0,5 % 21,4 0,4 % 22,8 0,4 %
    Italien Italien 665,8 13,7 % 589,9 13,0 % 680,2 14,1 % 580,1 11,8 % 881,2 16,9 %
    Luxemburg Luxemburg 29,9 0,6 % 46,9 1,0 % 47,5 1,0 % 42,0 0,9 % 41,6 0,8 %
    Niederlande Niederlande 100,3 2,1 % 87,9 1,9 % 99,6 2,1 % 95,6 2,0 % 117,1 2,2 %
    Norwegen Norwegen 86,3 1,8 % 83,2 1,8 % 71,8 1,5 % 75,4 1,5 % 71,4 1,4 %
    Polen Polen 38,4 0,8 % 39,0 0,9 % 44,8 0,9 % 44,7 0,9 % 47,7 0,9 %
    Portugal Portugal 21,0 0,4 % 28,0 0,6 % 25,2 0,5 % 30,8 0,6 % 19,4 0,4 %
    Rumanien Rumanien 34,3 0,7 % 43,0 0,9 % 39,4 0,8 % 56,4 1,2 % 51,0 1,0 %
    Spanien Spanien 249,5 5,1 % 223,6 4,9 % 220,7 4,6 % 285,7 5,8 % 297,5 5,7 %
    Schweden Schweden 83,2 1,7 % 80,0 1,8 % 75,0 1,6 % 84,0 1,7 % 80,0 1,5 %
    Schweiz Schweiz 167,0 3,4 % 172,6 3,8 % 174,7 3,6 % 184,5 3,8 % 188,2 3,6 %
    Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Konigreich 464,3 9,5 % 418,8 9,2 % 437,9 9,1 % 609,6 12,4 % 448,9 8,6 %
    Kanada Kanada 28,0 0,6 % 24,9 0,5 % 16,9 0,4 % 19,0 0,4 % 11,0 0,2 %
    Slowenien Slowenien 3,2 0,1 % 3,1 0,1 % 2,7 0,1 % 3,4 0,1 % 3,9 0,1 %
    Lettland Lettland 0,3 0,0 % 1,1 0,0 % 1,1 0,0 % 0,5 0,0 %
    Litauen Litauen 3,0 0,1 % 1,8 0,0 % 0,9 0,0 %
    Slowakei Slowakei 3,0 0,1 % 3,5 0,1 %
    Sonstige Ertrage 181,3 3,7 % 197,6 4,3 % 216,1 4,5 % 209,5 4,3 % 203,2 3,9 %
    ESA gesamt 4.870,0 4.550,0 4.814,8 4.900,0 5.230,0
    Budget fur Programme anderer Institutionen (in Mio. Euro)
    Jahr 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
    Mio. EUR Anteil Mio. EUR Anteil Mio. EUR Anteil Mio. EUR Anteil Mio. EUR Anteil Mio. EUR Anteil Mio. EUR Anteil Mio. EUR Anteil
    Europaische Union Europaische Union 867,7 77,5 % 911,1 77,7 % 623,9 81,8 % 1.030,5 86,5 % 1.324,8 87,8 % 1.697,9 86,1 % 1.314,9 80,9 % 1.249,7 81,3 %
    EUMETSAT / ECS-Staaten 5,8 0,5 % 4,6 0,4 % 75,0 9,8 % 122,4 10,3 % 147,9 9,8 % 182,7 9,3 % 221,1 13,6 % 187,2 12,2 %
    Sonstige Ertrage 246,5 22,0 % 256,8 21,9 % 63,8 8,4 % 38,8 3,3 % 35,6 2,4 % 90,7 4,6 % 88,5 5,4 % 99,5 6,5 %
    Gesamt 1.120,0 1.172,5 762,7 1.191,7 1.510,0 1.970,0 1.620,0 1.540,0


    Budget fur Programme anderer Institutionen (in Mio. Euro)
    Jahr 2020 2021 2022 2023 2024
    Mio. EUR Anteil Mio. EUR Anteil Mio. EUR Anteil Mio. EUR Anteil Mio. EUR Anteil
    Europaische Union Europaische Union 1.536,4 84,9 % 1.687,4 87,0 % 2.030,6 79,6 % 1.714,6 71,6 % 1.822,6 71,2 %
    EUMETSAT / ECS-Staaten 200,4 11,1 % 194,7 10,0 % 171,6 6,7 % 127,4 5,3 % 116,4 4,6 %
    Sonstige Ertrage 73,2 4,0 % 57,9 3,0 % 350,4 13,7 % 551,0 23,1 % 821,2 32,1 %
    Gesamt 1.810,0 1.940,0 2.552,6 2.395,4 2.760,2


    Budgetanteile nach Bereich
    Jahr 2016[70] 2017[71] 2018[72] 2019[73] 2020[74] 2021[75] 2022[76] 2023[77] 2024[2]
    Wissenschaftsprogramm 9,7 % 8,9 % 9,2 % 9,2 % 8,1 % 8,6 % 8,1 % 8,4 % 8,1 %
    bemannte Raumfahrt,
    Mikrogravitation
    robotische Erkundung
    1 11,0 % 13,1 % 12,0 % 9,7 % 10,4 % 13,0 % 12,5 % 11,2 %
    Telekommunikation
    integrierte Anwendungen
    6,8 % 5,6 % 4,9 % 6,8 % 7,0 % 6,7 % 7,2 % 8,7 % 6,8 %
    Erdbeobachtung 30,5 % 26,9 % 26,0 % 24,3 % 23,0 % 22,2 % 22,5 % 25,0 % 30,5 %
    Navigation 11,6 % 17,6 % 14,0 % 13,1 % 16,5 % 18,9 % 21,4 % 16,0 % 13,5 %
    Weltraumsicherheit 0,2 % 0,3 % 0,4 % 0,5 % 1,2 % 2,5 % 1,6 % 3,2 % 3,5 %
    Technologie 1,9 % 2,0 % 3,2 % 2,1 % 3,2 % 3,4 % 3,1 % 3,1 % 2,5 %
    Raumtransport 20,0 % 18,9 % 19,8 % 22,5 % 23,0 % 18,1 % 14,1 % 12,6 % 13,3 %
    grundlegende Aktivitaten 4,4 % 4,1 % 4,2 % 4,2 % 3,8 % 4,2 % 4,1 % 4,3 % 4,1 %
    Prodex-Kooperationsprogramm 1 0,8 % 1,2 % 1,2 % 0,9 % 1,0 % 0,9 % 0,7 % 0,7 %
    Kommerzialisierung 1,2 % 1,4 %
    allgemeines Budget 4,1 % 3,9 % 3,9 % 4,1 % 3,5 % 4,0 % 3,9 % 4,3 % 4,2 %
    Kooperationsstaaten 0,1 % 0,1 % 0,1 % 0,1 % 0,1 % < 0,1 % < 0,1 % < 0,1 % 0,1 %
    1
    andere Bereichsstruktur bis 2016

    Projekte und Aktivitaten

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    Die ESA betreibt und unterstutzt eine Vielzahl von Projekten und Aktivitaten. Diese werden teilweise in eigener Tragerschaft und teilweise in Kooperation mit anderen Raumfahrtagenturen durchgefuhrt, zudem in Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten und mit der europaischen Raumfahrtindustrie.

    ESA-Programme und -Saulen

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    Die laufenden Projekte der ESA fallen in die Zustandigkeit verschiedener Programme und Bereiche, die jeweils uber ein eigenes Budget verfugen. Dies sind mit Stand 2023:[78][77]

    Im Jahr 2018 schlug der damalige ESA-Direktor Jan Worner vor, die ESA-Aktivitaten ab etwa 2020 ,,um vier Saulen herum auszutragen".[80] Diese vier ,,Saulen" bzw. Sparten sind eine vereinfachte, zusammenfassende Darstellung der meisten ESA-Programme und -Bereiche. Seit Herbst 2019 bilden sie die Grundlage der Aussendarstellung auf der ESA-Website und sind dort wie folgt farblich markiert:[78]

    • Science & Exploration (Wissenschaft & Erkundung), bestehend aus Weltraumwissenschaft und bemannter und robotischer Erkundung[81]
    • Space Safety (Weltraumsicherheit, siehe Space Safety; anfangs Safety & Security genannt[82]), bestehend aus den Bereichen Planetare Verteidigung, Weltraummull und Mullbeseitigung, Weltraumwetter, Sicherheitsanwendungen (Safety & Security Applications) und Informationssicherheit (Cyber resilience)[83]
    • Applications (Anwendungen), bestehend aus den Bereichen Erdbeobachtung, Telekommunikation, Satellitennavigation und Technologietransfer (,,Downstream")[84]
    • Enabling & Support, bestehend aus Technologie (,,Building missions"), Raumtransport und Betrieb (Operations)[85]

    Alle sonstigen Aktivitaten und Veroffentlichungen, die sich keiner Saule zuordnen lassen (beispielsweise das Prodex- und das Kooperationsstaatenprogramm) sind ebenso wie viele historische Projekte mit dem Etikett Agency versehen. Hierzu zahlen auch die Verwaltung der ESA, die Offentlichkeitsarbeit, die politischen Aktivitaten, die Planung der Budgets, die Finanzierung der Projekte, der Abschluss von Vertragen etc.

    Die Struktur und Farbgebung der nachfolgenden Abschnitte orientiert sich an diesem Saulenmodell, weicht jedoch in zwei Punkten von der ESA-Darstellung ab:

    • Der Bereich Science & Exploration ist in bemannte und unbemannte Raumfahrt unterteilt, um einen Uberblick uber die bemannte europaische Raumfahrt zu geben. Die ESA fasst hingegen die bemannte Raumfahrt mit unbemannten Landesonden und Mikrogravitationsexperimenten zusammen, entsprechend ihrer organisatorischen und finanziellen Struktur.
    • Alle historischen Missionen sind den heutigen Programmen und Saulenfarben zugeordnet; der Bereich ,,Agency" entfallt.

    Unbemannte Weltraumforschung

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    Die unbemannte Erforschung des Weltraums ist heute Teil der ESA-Sparte Science & Exploration (Wissenschaft & Erkundung), in der die Programme Space Science (Weltraumwissenschaft) und Human and Robotic Exploration (bemannte und unbemannte Erkundung) zusammengefasst sind.[81] Die Beteiligung an den Wissenschaftsmissionen ist fur die ESA-Mitglieder verpflichtend, bei den anderen Bereichen erfolgt die Beteiligung freiwillig.

    Zu den unbemannten Weltraumforschungsprojekten der ESA zahlen Entwicklung und Betrieb von Raumsonden und Weltraumteleskope wie Solar Orbiter, JUICE, CHEOPS, BepiColombo und Gaia. Auch an den Teleskopprojekten Hubble und Webb ist die ESA beteiligt. Die Langzeitplanungen der ESA fur den Forschungsbereich wurden in aufeinanderfolgenden Rahmenprogrammen entwickelt. Mitte der 1980er-Jahre wurde zunachst der Plan Horizon 2000 definiert, der Mitte der 1990er-Jahre durch Horizon 2000 Plus aktualisiert wurde. Im Rahmen des darauf folgenden Prozesses Cosmic Vision wurde der seitdem gultige Plan Cosmic Vision 2015-2025 entwickelt,[86] mit den ubergreifenden Fragen: Was sind die Bedingungen fur die Entstehung von Planeten und das Aufkommen des Lebens? Wie funktioniert das Sonnensystem? Was sind die grundlegenden physikalischen Gesetze des Universums? Wie entstand das Universum und woraus besteht es?

    Unter Robotic Exploration werden Missionen mit Rovern und ferngesteuerten oder autonome Robotern verstanden, beispielsweise zur Gewinnung von Probenmaterial auf der Oberflache von anderen Himmelskorpern.[87] Hierzu zahlen die Titan-Sonde Huygens und ExoMars Rosalind Franklin.

    Missionsklassen

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    Die ESA initiiert regelmassig neue wissenschaftliche Missionen. Diese werden anhand von Kriterien wie der Entwicklungszeit und dem zugeordneten Budget in Klassen eingeteilt.[88] Missionen aus den Bereichen Anwendungen und Weltraumsicherheit werden nicht aus den Pflichtbeitragen der ESA-Mitgliedstaaten finanziert, sondern durch freiwillige Beitrage, teils auch aus EU-Mitteln, und werden daher nicht in Klassen eingeteilt.

    • Large-Class-Missionen (L-class) sind technologisch fuhrende Missionen unter alleiniger Leitung und Verantwortung der ESA, die ungefahr alle zehn Jahre gestartet werden sollen. Sie haben eine lange Entwicklungszeit und sind auf eine lange Missionsdauer ausgelegt. Der Kostenrahmen betragt ungefahr 900 Millionen Euro je Mission. Die bisher ausgewahlten L-Klasse-Missionen sind JUICE (L1), ATHENA (L2) und LISA (L3) und eine Mission zum Saturnmond Enceladus (L4).
    • Medium-Class-Missionen (M-class) konnen unter der Fuhrerschaft der ESA oder gemeinsam mit anderen Partnern durchgefuhrt werden. Diese Missionen sind in ihrer Gestaltung flexibler. Es sollen ungefahr zwei M-Klasse-Missionen in einem Jahrzehnt gestartet werden. Der Kostenrahmen betragt ungefahr 500 Millionen Euro pro Mission. Die gegenwartig verfolgten M-Klasse-Missionen sind Solar Orbiter (M1), Euclid (M2), PLATO (M3), ARIEL (M4), und EnVision (M5)
    • Small-Class-Missionen (S-class) sind ein neueres Konzept, das Raumfahrtagenturen der Mitgliedstaaten eine fuhrende Rolle erlaubt. Das Budget ist auf 50 Millionen Euro beschrankt, und es soll ungefahr alle vier Jahre eine Mission starten. Die erste S-Klasse-Mission ist das Cheops-Weltraumteleskop.
    • Fast-Class-Missionen (F-class) sollen bekannte Technologie fur neue Aufgaben anwenden und eine kurze Entwicklungszeit haben. F-Klasse-Missionen sollen neben den M-Klasse-Missionen gestartet werden. Die erste geplante F-Klasse-Mission ist die Raumsonde Comet Interceptor.
    • Missions of Opportunity: Diese Missionen sind nicht lange vorgeplant, sondern erlauben der ESA, sich bei Gelegenheit kurzfristig an Missionen anderer Weltraumagenturen zu beteiligen. Beteiligungen dieser Art gibt es fur Hinode, IRIS, Proba-3, XRISM, Einstein Probe, MMX, das Nancy Grace Roman Space Telescope und Solar-C. Auch die Microscope-Mission unter der Fuhrung der CNES war eine solche Mission. Das maximale Budget fur diese Missionen ist jeweils auf 50 Millionen Euro begrenzt, und der wissenschaftliche Nutzen fur Wissenschaftler der ESA-Mitgliedstaaten muss von Anfang an feststehen. Insbesondere muss durch die Teilnahme Zugang zu wissenschaftlichen Daten ermoglicht werden, die sonst nicht erreichbar waren.

    Auswahl- und Umsetzungsprozess

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    Alle wissenschaftlichen Projekte der ESA durchlaufen einen vorgegebenen Auswahl- und Umsetzungsprozess. In den 2010er Jahren beschrieb das Wissenschaftsdirektorat der ESA diesen Prozess in vier Phasen:[89]

    • Ideenfindung (Call for Ideas): Wahrend dieser Phase wird die wissenschaftliche Gemeinschaft um Missionsvorschlage gebeten. Diese Vorschlage werden durch Peer-Review-Kommissionen gepruft, und es werden Empfehlungen gegeben, welche Vorschlage die nachste Phase erreichen sollen.
    • Einschatzungsphase (Assessment Phase): Nun werden maximal vier Missionen vom Science Programme Committee (SPC) ausgewahlt. Das jeweilige Missionsteam entwirft zusammen mit ESA-Ingenieuren die Nutzlast. Dabei soll der wissenschaftliche Wert und die technische Realisierbarkeit der Mission gezeigt werden. Eine der vier Missionen wird dann vom Space Science Advisory Committee (SSAC) fur die nachste Phase ausgewahlt.
    • Definitionsphase: Hier sollen die Kosten und der Zeitplan fur die Mission geplant werden. Am Ende wird der Vertragspartner, der mit dem Bau der Instrumente und anderer Komponenten betraut wird, ausgewahlt.
    • Entwicklungsphase: In dieser Phase wird das Programm zusammen mit dem ausgewahlten Industriepartner entwickelt und verwirklicht.

    Seit der Auflage von Cosmic Vision wird der Prozess in zehn Schritten dargestellt:[90]

    1. Die ESA veroffentlicht einen Aufruf zur Abgabe von Missionsvorschlagen (Call for Missions Proposal), der die Rahmenbedingungen fur eine neue Mission beschreibt, einschliesslich der verfugbaren Finanzmittel und des erwarteten Startdatums.
    2. Die Wissenschaftsgemeinschaft reicht Missionsvorschlage ein.
    3. Die ESA pruft diese Vorschlage auf ihre Machbarkeit.
    4. Machbare Vorschlage werden in einem Peer-Review-Prozess beurteilt, unter anderem durch das Space Science Advisory Committee (SSAC) der ESA. Einer oder mehrere Missionskandidaten werden ausgewahlt, und es finden erste Machbarkeitsstudien statt (,,Phase 0"). Neben den vorschlagenden Wissenschaftlern werden hierbei auch schon Industriepartner mit einbezogen.
    5. Nach einem weiteren Peer-Review und einem wissenschaftlichen Review durch das SSAC (,,Phase A") wahlt das SPC die zu realisierende Mission aus.
    6. In einer detaillierten Studienphase wird zusammen mit Industriepartnern die technische und programmatische Machbarkeit gepruft (,,Phase B1").
    7. Das SPC nimmt die Mission zur Realisierung an.
    8. Das Weltraum- und Bodensegment der Mission wird entwickelt (Phase B2, C und D[91])
    9. Das Raumfahrzeug wird gestartet.
    10. Das Raumfahrzeug wird betrieben und liefert Daten.

    Die Schritte 4 und 5 entsprechen der Einschatzungsphase des Vier-Phasen-Modells, die Schritte 6 und 7 der Definitionsphase.

    Abgeschlossene Forschungsprojekte

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    Diese Missionen haben ihre aktive Phase abgeschlossen, in der sie Daten gesammelt haben. Alle Missionsdaten wurden langfristig archiviert, um auch kunftigen Generationen von Forschern zur Verfugung zu stehen.

    Abgeschlossene Forschungsprojekte
    Betriebszeit Bezeichnung Beschreibung
    1975-1982 COS-B Erste Mission der ESA, Untersuchung von Gamma-Strahlungsquellen.
    1977-1987 ISEE 2 Programm aus drei Raumflugkorpern zur Erforschung der Wechselwirkungen des Sonnenwindes mit der Magnetosphare der Erde. ISEE 1 und 3 waren NASA-Satelliten. ISEE 3 wurde nach der Primarmission als Kometensonde ICE genutzt.
    1978-1996 IUE Weltraumteleskop im Bereich Ultraviolettstrahlung, die durch die Atmosphare absorbiert wird; erstes Weltraumteleskop der ESA
    1978-1985 GEOS 2 Messungen der Erdmagnetosphare aus einer geostationaren Umlaufbahn, Ersatz fur den durch einen Raketenfehlstart verloren gegangenen Satelliten GEOS 1.
    1983-1986 EXOSAT Erste Mission der ESA, die Rontgenquellen im Weltall untersuchte.
    1985-1992 Giotto Erste Tiefraummission der ESA zum Halleyschen Kometen und dem Kometen Grigg-Skjellerup. Giotto fand erstmals Spuren von organischem Material auf einem Kometen.
    1989-1993 Hipparcos Astrometriesatellit, kartographierte etwa 100.000 Sterne mit sehr hoher und mehr als 2,5 Millionen Sterne mit niedrigerer Prazision.
    1990-2009 Ulysses Sonde, die als erste uber die Sonnenpole flog. Lieferte Erkenntnisse uber das Magnetfeld der Sonne und den Sonnenwind; war bis dahin die langlebigste ESA-Mission. (ESA und NASA, in Europa gebaut).
    1992-1993 Eureca Europas freifliegende Plattform war der erste wiederverwendbare Satellit der ESA und fuhrte Mikrogravitationsexperimente und vieles mehr aus. Eureca wurde von einem Space Shuttle ausgesetzt und von einem anderen wieder eingefangen.
    1995-1998 ISO Weltraumteleskop im Infrarotbereich
    1997-2005 Huygens Im Januar 2005 landete die Sonde Huygens auf dem grossten Saturn-Mond, Titan, fotografierte die Oberflache und fuhrte chemische Analysen durch. Huygens ist damit die erste Sonde, die auf einem Mond eines anderen Planeten landete. (Beitrag der ESA zur NASA/ASI-Mission Cassini)
    2003-2006 SMART-1 Erste ESA-Mission zum Mond, die die chemische Zusammensetzung der Oberflache bestimmen sollte. Dabei wurde das PPS 1350 als Ionenantrieb erfolgreich getestet. Am 3. September 2006 planmassiger Aufschlag auf dem Mond.
    2003-2008 Double Star Diese Mission der ESA und der chinesischen CNSA untersuchte ahnlich den Cluster-II-Satelliten mit zwei gemeinsam arbeitenden Satelliten die Effekte der Sonne auf das Klima.
    2005-2014 Venus Express Raumsonde, die nach dem Muster des Mars Express die Venus untersuchte.
    2008-2009 Chandrayaan-1 Eine Mission der ISRO, einige der Instrumente wurde von der ESA und europaischen Partnern bereitgestellt, ausserdem Unterstutzung in kritischen Phasen.
    2009-2013 Herschel Infrarot-Weltraumteleskop, das im zweiten Lagrange-Punkt die Entstehung von Sternen und Galaxien beobachtete.
    2009-2013 Planck Das Planck-Weltraumteleskop mass die kosmische Hintergrundstrahlung mit hoher Genauigkeit. Damit wurden Ruckschlusse auf den Urknall gezogen.
    2006-2014 COROT Dieses Weltraumteleskop der CNES mit Beteiligung der ESA suchte nach Gasplaneten (Hot Jupiters) und erdahnlichen Planeten ausserhalb des Sonnensystems.
    2004-2016 Rosetta Die Sonde flog zum Kometen Tschurjumow-Gerassimenko und setzte im November 2014 ein Landegerat ab; letzteres wurde unter deutsch-franzosischer Leitung betrieben. Am 30. September 2016 planmassiger Aufprall auf dem Kometen.
    2015-2017 LISA Pathfinder LISA Pathfinder (ehem. SMART-2) war ein Satellit zur Erprobung der Technologien fur die angestrebte LISA-Mission. Getestet wurde die Erkennung von Gravitationswellen, Formationsfluge und Interferenzmessungen.
    2013-2025 Gaia Astrometrische Durchmusterung, mass hochprazise Positionen, Magnituden, Bewegung, Farben und Spektren von 2,5 Milliarden Himmelsobjekten. Mehrere Kataloge wurden veroffentlicht, der endgultige Katalog wird drei Jahre nach Missionsende erwartet.

    Missgluckte Forschungsprojekte

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    Missgluckte Forschungsprojekte
    Betriebszeit Bezeichnung Beschreibung
    1996 Cluster Die Ariane 5 startete am 4. Juni 1996 zu ihrem Erstflug. Nach genau 36,7 Sekunden sprengte sich die Rakete selbst mitsamt ihrer Nutzlast, den vier Cluster-Satelliten, nachdem sie durch die aerodynamischen Belastungen eines extremen Kurswechsels auseinanderzubrechen begann. Vier Ersatzsatelliten sind erfolgreich im Einsatz.
    2016 Schiaparelli Eine Landesonde, die infolge einer Fehlfunktion hart auf der Marsoberflache aufschlug und dabei zerstort wurde.

    Laufende Forschungsprojekte

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    Diese Projekte befinden sich in der aktiven Phase, in der Daten gewonnen werden.

    • Mars Express
    • Modell von Gaia
    • Kunstlerische Darstellung von JUICE uber Ganymed
    Aktive Forschungsprojekte
    Startjahr Bezeichnung Beschreibung
    1990 Hubble-Weltraumteleskop Teleskop im optischen, UV- und IR-Bereich, eine der langlebigsten und erfolgreichsten ESA-Missionen. Zu diesem uberwiegend von der NASA getragenen Projekt steuerte die ESA unter anderem dessen hochauflosende Teleobjektivkamera bei.
    1995 SOHO Sonnen- und Heliospharenobservatorium gemeinsam mit der NASA. Hat Entdeckungen uber das Innere und die Atmosphare der Sonne gemacht und uberwacht permanent Sonnensturme. Geplant war der Einsatz fur zwei Jahre, daraus wurde eine der langsten laufenden Missionen der ESA und NASA. Ca. 2025 wird das Ende durch Treibstoffmangel erwartet.
    1999 XMM-Newton Weltraumobservatorium mit drei Wolters-Teleskopen fur die Rontgenastronomie.
    2000 Cluster II Vier im Verbund betriebene Satelliten; diese vermitteln ein dreidimensionales Bild von Kollisionen zwischen dem Sonnenwind und dem Magnetfeld der Erde und von den damit verbundenen magnetischen Sturmen im Weltraum. (ESA und NASA, in Europa gebaut)
    2002 Integral Erstes Weltraumteleskop, das Objekte sowohl im sichtbaren, Gammastrahlen- als auch Rontgen-Bereich beobachten kann. Eines der Hauptziele ist die Erforschung von Gamma-Bursts.
    2003 Mars Express Marsorbiter, erste europaische Marssonde. Besitzt neben einer hochauflosenden Stereokamera ein Fourier-Spektrometer zur Suche von Wasservorkommen. (ESA plus Landegerat unter britischer Leitung)
    2016 ExoMars Trace Gas Orbiter Mission zur Erforschung der Marsatmosphare innerhalb des ExoMars-Projekts. Der Lander Schiaparelli ging beim Landeversuch verloren. ExoMars dient als Relaisstation fur diverse Marsmissionen auch anderer Weltraumagenturen.
    2018 BepiColombo Gemeinsame ESA-JAXA-Mission, soll den Planeten Merkur kartographieren und dessen Magnetosphare genau untersuchen.[92] Geplantes Einschwenken in den Merkurorbit Ende 2026.
    2019 CHEOPS Ein Weltraumteleskop, das die Haupteigenschaften bereits entdeckter Exoplaneten feststellen soll.
    2020 Solar Orbiter Der Solar Orbiter soll der Sonne bis auf 45 Sonnenradien nahekommen und dabei Aufnahmen der Sonnenatmosphare mit einer Auflosung von 100 km pro Pixel liefern. Auch die Polarregionen der Sonne, die von der Erde nicht sichtbar sind, sollen studiert werden.
    2021 James Webb Space Telescope Dieses bislang grosste und aufwandigste Weltraumteleskop wurde von der NASA in Zusammenarbeit mit der ESA und CSA als Nachfolger des Hubble-Teleskops entwickelt.
    2023 JUICE Mission zu den Jupitermonden Europa, Kallisto und Ganymed. Juice soll nach zwei Vorbeiflugen an Europa und einem an Kallisto in einen Orbit um Ganymed eintreten.
    2023 Euclid Weltraumteleskop zur detaillierten Vermessung der Rotverschiebung
    2024 Proba-3 Technologieerprobungssatellit fur hochprazisen Formationsflug und Koronografie, von der ESA primar in der Sparte Enabling & Support,[93] aber auch unter Science & Exploration gefuhrt.[94]

    Forschungsprojekte in Entwicklung und Bau

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    Die folgenden Science-&-Exploration-Projekte haben die Assessment-Phase (Einschatzungsphase) durchlaufen und sollen verwirklicht werden.

    In der Entwicklung befindliche Forschungsprojekte
    Startjahr
    (geplant)
    Bezeichnung Beschreibung
    2026 SMILE Mission von ESA und der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS). SMILE soll die Wechselwirkung zwischen der Magnetosphare der Erde und dem Sonnenwind untersuchen.
    2026 Lunar Pathfinder Ein Mondorbiter, der als Relaissatellit fur robotische Mondsonden dienen soll, insbesondere fur jene auf der Mondruckseite und in der Sudpolregion.[95] Der Orbiter wird von dem britischen Unternehmen SSTL im Auftrag der ESA gebaut und betrieben und tragt auch Retroreflektoren der NASA.
    2026 PLATO Planetary Transits and Oscillations of stars (PLATO) ist eine Sonde zum Auffinden und Untersuchen extrasolarer Planeten mit einem Schwerpunkt auf erdahnliche Planeten in der habitablen Zone um sonnenahnliche Sterne.
    evtl. 2028 ExoMars Rosalind Franklin Eine Rovermission zum Mars in Zusammenarbeit mit der NASA.
    2028 oder 2029 Comet Interceptor Diese Raumsonde soll zusammen mit ARIEL gestartet und am Lagrange-Punkt L2 des Erde-Mond-Systems geparkt werden. Sobald sich eine Gelegenheit ergibt, soll sie von dort aus zu einem neuen Kometen oder einem interstellaren Objekt weiterfliegen und dieses untersuchen.
    2031 ARIEL Mit dem Weltraumobservatorium Ariel - kurz fur Atmospheric Remote-sensing Infrared Exoplanet Large-survey mission - sollen vier Jahre lang rund 1000 Exoplaneten beobachtet und speziell deren Atmosphare untersucht werden[96][97][98]
    2031 EnVision Venusorbiter, welcher die Venusatmosphare und -oberflache untersuchen soll.[99]
    2031 Argonet Mondlander[100]
    2035 LISA Mit drei Detektorsatelliten sollen Gravitationswellen nachgewiesen werden. Dazu soll der Abstand zwischen drei in Formation fliegenden Detektoren prazise gemessen. Dieser Abstand wurde sich durch ankommende Gravitationswellen verandern.

    Vorgeschlagene Forschungsprojekte

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    Bei diesen Projekten ist noch unklar, ob sie wirklich in dieser Form gestartet werden sollen.

    Vorgeschlagene Forschungsprojekte
    Startjahr Bezeichnung Beschreibung
    2030 Earth Return Orbiter Marsorbiter, dessen Aufgabe die Aufnahme der Proben des von der NASA gebauten Mars Ascent Vehicle in der Mars-Umlaufbahn und der Transport zur Erde ware.[101][102][103]
    fruhe
    2030er
    Arrakihs Eine vorgeschlagene F-Klasse-Mission zur Untersuchung des kosmologischen Modells LCDM, erganzend zum Euclid-Teleskop.[104][105]
    2034 Athena Vorgeschlagenes Weltraumobservatorium als Nachfolger von XMM-Newton, bestehend aus zwei in Formation fliegenden Elementen, dem Detektor und dem Spiegel.
    TandEM Mission zu den Saturnmonden Titan und Enceladus. Vorgeschlagen ist eine Orbiter-Raumsonde, welche einen Ballon sowie einen Lander mit sich fuhren soll.

    Nicht verwirklichte Forschungsprojekte

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    Dies ist eine kleine Auswahl von vorgeschlagenen und geplanten Missionen, die nicht realisiert wurden.

    Nicht verwirklichte Forschungsprojekte
    Jahr Bezeichnung Beschreibung
    2014 ESMO ESMO sollte eine von Studenten mitentwickelte Mondsonde sein.
    nach 2015 Darwin Darwin ware ein aus vier (ursprunglich geplant acht) einzelnen Satelliten bestehendes Teleskop gewesen, das erdahnliche Planeten finden und zusatzlich deren Atmosphare analysieren sollte.
    2018 XEUS Diese Mission ware der Nachfolger der XMM-Newton-Mission gewesen. Sie hatte aus zwei in Formation fliegenden Elementen, dem Detektor und dem Spiegel bestehen sollen. XEUS sollte sich damit auf die Suche nach den ersten Schwarzen Lochern begeben. Wurde ersetzt durch ATHENA.
    2022 AIM Diese Mission hatte den Einschlag der NASA-Raumsonde DART beobachten sollen. Die Mission wurde durch Hera ersetzt.

    Bemannte Raumfahrt

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    Ulf Merbold war der erste ESA-Astronaut im All
    Innenraum des Spacelab
    Das Columbus-Modul der ISS

    Die bemannten Raumfahrtaktivitaten der ESA zahlen zu dem ESA-Programm Human and Robotic Exploration (bemannte und unbemannte Erkundung), die seit 2019 der Sparte Science & Exploration (Wissenschaft & Erkundung) zugeordnet ist.[81] Die ESA betreibt in Koln ein eigenes Ausbildungs- und Trainingszentrum zur Auswahl und Vorbereitung von Astronauten, hat aber bisher kein eigenes bemanntes Raumfahrtprogramm. Stattdessen beteiligt sie sich an diversen Programmen anderer Weltraumagenturen mit eigenen Beitragen und liefert im Gegenzug wichtige technische Komponenten und Personal im Bodensegment. Dazu gehoren die Aktivitaten in Bezug auf die Internationale Raumstation (ISS) und das europaische Astronautenkorps. Die ESA ist am Artemis-Mondprogramm der NASA mit dem Europaischen Servicemodul (ESM) des Orion-Raumschiffs beteiligt und kann dafur im Gegenzug eigene Astronauten zum Mond schicken.

    Raumstation- und Raumschiffmodule

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    Raumstation- und Raumschiffmodule der ESA
    Startjahr Bezeichnung Beschreibung
    1983-2009 Spacelab Das wiederverwendbare Weltraumlabor Spacelab wurde zusammen mit dem Space Shuttle insgesamt 22 Mal eingesetzt, die Palettenmodule noch bis zum Ende des Shuttle-Programms.
    2008 Columbus Das Weltraumlabor Columbus ist ein Beitrag der ESA zur Internationalen Raumstation (ISS). Es wurde 2008 an die Station angekoppelt und dient als Mehrzwecklabor fur eine multidisziplinare Forschung unter Bedingungen der Schwerelosigkeit. Columbus hat ein eigenes Kontrollzentrum unter dem Dach der DLR in Oberpfaffenhofen.
    2021 ERA Europaischer Roboterarm, der 2021 am russischen Segment der ISS angebracht wurde.
    seit 2022 ESM Europaisches Servicemodul des bemannten Orion-Raumschiffs fur das Artemis-Programm
    2026 (geplant) IBDM Der International Berthing and Docking Mechanism (IBDM) wird als Andockadapter fur bemannte Raumschiffe entwickelt. Er soll bei dem Raumgleiter Dream Chaser zum Ankoppeln an die ISS eingesetzt werden.[106][107]
    2028 (geplant) Lunar I-HAB Das mit Beteiligung der JAXA gebaute Lunar-I-HAB-Modul soll 125 m3 nutzbaren Raum zur geplanten Mondraumstation LOP-G hinzufugen.[108][109][110]
    2030 (geplant) Lunar View Das Lunar-View-Modul soll als Treibstofflager und Kommunikationsanlage fur den LOP-G dienen.[108][111][112]

    Das unbemannte ISS-Versorgungsraumschiff ATV ist im Abschnitt Raumtransporter aufgefuhrt.

    Astronautenkorps

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    Raumfahrer und Raumfahreranwarter der ESA[113]
    Name Nationalitat Alter[114] Eintritt am Raumfluge Status
    Sophie Adenot Frankreich Frankreich 43 23. Nov. 2022 Berufsastronautin, Erstflug geplant fur 2026[115]
    Pablo Alvarez Fernandez Spanien Spanien 37 23. Nov. 2022 Berufsastronaut
    Rosemary Coogan Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Konigreich 34 23. Nov. 2022 Berufsastronautin
    Samantha Cristoforetti Italien Italien 48 20. Mai 2009 2 Berufsastronautin
    Alexander Gerst Deutschland Deutschland 49 20. Mai 2009 2 Berufsastronaut
    Raphael Liegeois Belgien Belgien 38 23. Nov. 2022 Berufsastronaut, Erstflug geplant fur 2026[115]
    Matthias Maurer Deutschland Deutschland 55 2. Feb. 2017 1 Berufsastronaut
    Andreas Mogensen Danemark Danemark 49 20. Mai 2009 2 Berufsastronaut
    Luca Parmitano Italien Italien 49 20. Mai 2009 2 Berufsastronaut
    Thomas Pesquet Frankreich Frankreich 47 20. Mai 2009 2 Berufsastronaut
    Marco Sieber Schweiz Schweiz ca. 37 23. Nov. 2022 Berufsastronaut
    Slawosz Uznanski Polen Polen 41 1. Sep. 2023 1 Projektastronaut fur Kurzmissionen
    Marcus Wandt Schweden Schweden 37 1. Juni 2023 1 Projektastronaut fur Kurzmissionen

    Neben funf neuen Berufsastronauten wahlte die ESA im September 2022 erstmals auch zwolf Reservisten aus, die bei Bedarf fur eine zukunftige Mission einberufen werden konnen. Neben Marcus Wandt und Slawosz Uznanski, die mittlerweile zu Projektastronauten ernannt wurden, sind dies:[116]

    Astronautenreserve der ESA[113]
    Name Nationalitat
    Sara Garcia Alonso Spanien Spanien
    Meganne Christian Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Konigreich
    Anthea Comellini Italien Italien
    John McFall Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Konigreich
    Andrea Patassa Italien Italien
    Carmen Possnig Osterreich Osterreich
    Arnaud Prost Frankreich Frankreich
    Amelie Schoenenwald Deutschland Deutschland
    Ales Svoboda Tschechien Tschechien
    Nicola Winter Deutschland Deutschland

    Telekommunikation, Erdbeobachtung, Navigation und Technologietransfer

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    Die EUMETSAT-Zentrale in Darmstadt

    Die ESA ist an zahlreichen Satellitenprojekten beteiligt, die Anwendungen von Raumfahrttechnologie darstellen und haufig Auswirkung auf das Alltagsleben haben, oder die die Erde erforschen. Dazu gehoren Wetter- und sonstige Erdbeobachtungssatelliten, Kommunikationssatelliten und Satellitennavigationssysteme. Ein guter Teil dieser Missionen sind von der EU unterstutzt oder in Auftrag gegeben. Die Satelliten unter der Sparte Applikations werden von der ESA in Zusammenarbeit mit der europaischen Raumfahrtindustrie entwickelt. Der Beitrag der ESA besteht zumeist in der Planung und dem Test neuer Weltraumtechnologien. Der Betrieb der Satelliten wird, wenn moglich, nach einer langeren Testphase an eine fur das jeweilige Satellitenprogramm gegrundete unabhangige Gesellschaft abgegeben. Beispiele sind Eutelsat bei den ECS-Satelliten und Meteosat bei den Wettersatelliten, EUSPA bei den Navigationssatelliten. Im 2019 eingefuhrten Saulenmodell sind diese Projekte der Sparte ,,Applications" (Anwendungen) zugeordnet. Sie umfassen die folgenden ESA-Programme:[117]

    • Telecommunication: Die ESA entwickelt in diesem Sektor hauptsachlich Mittel zur Kommunikation auf der Erde mit Kommunikationssatelliten. Beispielsweise werden neue Kommunikationsstandards erarbeitet und getestet und neue Technologie wie Laserkommunikation entwickelt und getestet.
    • Earth Observation (Erdbeobachtung): Dieser Bereich umfasst die Erdbeobachtungssatelliten der ESA. Hierzu zahlen die Earth-Explorer-Missionen und Wettersatelliten. Unter anderem werden mit langfristigen Messungen Umwelt- und Klimaparameter wie Eisdicke, Erdmagnetfeld, Gaskonzentrationen, Oberflachentemperaturen und Vegetation erfasst und die Risiken von Durren, Waldbranden, Vulkanausbruchen und Fluten uberwacht.
    • Navigation: Hierzu gehort die Entwicklung und der Betrieb von Satellitennavigation. Das Navigationssystem Galileo wurde gemeinsam mit der EU konzipiert und aufgebaut; sein Betrieb wurde weitgehend in einen eigenen Bereich ausgelagert. Bei der Planung der nachsten Generationen von Navigationssatelliten ist die ESA weiterhin beteiligt. Im Rahmen der Moonlight-Initiative finanziert die ESA die Technologientwicklung fur ein Navigationssystem fur Mondmissionen.[118]
    • Downstream: Dieses beschaftigt sich mit der Kommerzialisierung der Raumfahrt, Nutzung von Weltraumtechnologie durch Unternehmen, Unternehmensgrundungen etc. Dazu gehort der ESA Commercialisation Gateway, Open Space Innovation Platform, Business Incubation.

    Abgeschlossene Satellitenprojekte

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    Abgeschlossene Satellitenprojekte
    Betriebszeit Bezeichnung Beschreibung
    1977-2017 Meteosat 1-7 Europaische geostationare Wettersatelliten der ersten Generation. Ab Meteosat-4 waren es offiziell operationelle Satelliten.
    1978-1990 OTS-2 Der Orbital Test Satellite war der erste Kommunikationssatellit der ESA und diente zur Technologieerprobung. Das Erstexemplar OTS-1 ging beim Start durch die Explosion der Tragerrakete verloren.
    1981-2002 Marecs A und B2 Maritime Kommunikationssatelliten fur das Inmarsat-System.
    1983-2002 ECS 1-5 Erste operationelle Kommunikationssatelliten der ESA, zwischen 1983 und 1988 gestartet. ECS 3 ging bei einem Fehlstart verloren. Die Satelliten wurden von Eutelsat unter dem Namen Eutelsat I F-1 bis F-5 betrieben. Als letzter ging Eutelsat I F-4 2002 ausser Betrieb.
    1989-1993 Olympus Olympus war ein grosser, experimenteller Hochleistungsfernsehsatellit, der im BSS-Band arbeitete und Experimente im Ku-Band und Ka-Band durchfuhrte.
    1991-2000 ERS-1 Mit dem ersten ,,Earth-Remote-Sensing"-Satellit begann fur die ESA eine neue Ara der Erdfernerkundung. Mit sechs Instrumenten wurden umfangreiche Daten zum Zustand der Meere, der Atmosphare und der Landoberflachen gesammelt.
    1995-2011 ERS-2 ERS-2 setzte die Arbeit von ERS-1 zur Untersuchung der Erde mit Radar-, Mikrowellen- und Infrarotsensoren fort und besass ausserdem ein neues Instrument zur Uberwachung des Ozonlochs mit. ERS-2 war eine Enabling-and-Support-Mission.
    2001-2013 Artemis Nachrichtensatellit; sollte direkte Verbindungen zu Mobilfunknutzern am Boden sowie Laserkommuninkation zwischen Satelliten und Bodenstationen demonstrieren und Navigationssignale fur EGNOS ubertragen. (ESA und JAXA)
    2002-2012 Envisat Der mit acht Tonnen grosste Fernerkundungssatellit weltweit. Beobachtete die Erde mit weiterentwickelten Ausfuhrungen der bei ERS-2 eingesetzten Instrumente sowie mit mehreren neuen optischen Sensoren.
    2009-2013 GOCE GOCE lieferte Daten uber das globale und regionale Gravitationsfeld der Erde. Dadurch wurde die Forschung im Bereich der Meereszirkulation, der Physik des Erdinnern, der Erdvermessung und -beobachtung und der Anderung der Meeresspiegel vorangebracht.
    2016-2022 Sentinel-1B Erganzung zu Sentinel-1A (Teil von Copernicus). In Nachfolge von ERS und Envisat wurden Radaraufnahmen nach dem SAR-Prinzip im C-Band angefertigt, um die Datenkontinuitat fur Langzeitforschungen zur Klimafolgenforschung zu gewahrleisten.
    2018-2023 ADM-Aeolus Diese Mission sollte genauere Daten uber atmospharische Bewegungen (Wind) liefern und damit Vorhersagen mit numerischen Wettervorhersagemodellen verbessern.

    Missgluckte Satellitenstarts

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    Die folgenden Satelliten erreichten wegen missgluckter Raketenstarts keine oder nicht die geplante Erdumlaufbahn. In den meisten Fallen wurde ein Ersatz geschaffen oder ein weiterentwickelter Nachfolger konnte dann die Missionsziele erreichen.

    Missgluckte Satellitenstarts
    Jahr Bezeichnung Beschreibung
    1977 GEOS 1 Geplant waren Messungen der Erdmagnetosphare im GEO, jedoch wegen eines Tragerraketenfehlers in einer elliptischen Bahn gestrandet und konnte nur einen Teil der Ziele erreichen. GEOS 2 arbeitete planmassig
    1977 OTS-1 OTS-1 war der erste, zur Technologieerprobung bestimmte Kommunikationssatellit der ESA. Er ging durch Explosion der Delta-Tragerrakete verloren.
    1982 Marecs B Dieser fur das Inmarsat-System bestimmte Kommunikationssatellit ging verloren, weil die dritte Stufe der Ariane-1-Tragerrakete versagte. Der Start des Ersatzsatelliten Marecs B2 war erfolgreich.
    1985 ECS 3 ECS 3 ging zusammen mit einem anderen Satelliten verloren als die dritte Stufe der Ariane 3 nicht zundete. Es wurde ein Ersatz gestartet.
    2005 CryoSat Der Cryosat-Satellit war mit einem Hohenradar ausgestattet, mit dem die Dicke der polaren Eisschicht gemessen werden sollte. Der Satellit erreichte jedoch aufgrund eines Fehlers der Tragerrakete keine Umlaufbahn. Mit CryoSat-2 wurde 2010 erfolgreich ein Ersatz ins All geschickt.

    Aktive Satellitenprojekte

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    Aktive Satellitenprojekte
    Startjahr Bezeichnung Beschreibung
    2001, 2009 Proba-1 und -2 Kleinsatelliten, der weitgehend autonom und intelligent operieren; Erprobung neuer Erdbeobachtungstechnologien. Diese Satelliten ordnet die ESA primar der Sparte Applications zu,[119] wegen ihrer Technologieerprobungsfunktion aber auch der Sparte Enabling & Support.[93]
    2002-2015 MSG Zweite Generation der Meteosat-Satelliten. MSG-1 ist als Meteosat-8, MSG-2 als Meteosat-9, MSG-3 als Meteosat-10 im Betrieb. (ESA und EUMETSAT)
    2004 EGNOS Ein Projekt zur Unterstutzung der Satellitennavigation durch Angabe des Fehlers auf die Positionsbestimmung.
    2005 Galileo Satellitennavigationssystem im Auftrag der EU als Alternative zum russischen GLONASS oder amerikanischen GPS. Erlaubt hohere Genauigkeit und Verfugbarkeit sowie die Ortung von Notrufsendern.
    2006-2018 METOP A, B, C Wettersatelliten auf einer polaren Umlaufbahn, die als Nachfolger zweier Satelliten der NOAA dienen sollen. METOP-A startete 2006, METOP-B 2012 und METOP-C 2018. (ESA und EUMETSAT)
    2006 ARTES-11 Im Rahmen des Projekts wurde unter dem Namen SmallGEO ein Satellitenbus fur kleine, geostationare Satelliten entwickelt. ,,Artes" steht fur ,,Advanced Research in Telecommunication Systems". Die Entwicklung erfolgte durch ein Konsortium unter der Leitung der OHB.[120][121][122] Die Plattform wurde mehrmals weiterentwickelt.
    2009 SMOS Durch SMOS sollen globale Karten der Bodenwasserkonzentration und des Salzgehaltes der Meere erstellt werden. Dies wurde vor allem das Verstandnis des Wasserkreislaufs und die Klima- und Unwettervorhersagen verbessern.
    2010 CryoSat-2 Der Satellit Cryosat-2 hat ein Hohenradar, mit dem die Dicke der polaren Eisschicht gemessen werden kann. Der Satellit ist ein Ersatz fur den 2005 durch einen Tragerraketenfehler verlorengegangenen CryoSat.
    2010 Hylas 1 Kleiner flexibler Nachrichtensatellit, der mit ESA-Unterstutzung entwickelt wurde.
    2013 Proba-V Proba-V vermisst und kartografiert die Vegetation auf der Erde. Die ESA fuhrt diese Mission primar in der Sparte Enabling & Support,[123] aber auch als Teil des Erdbeobachtungsprogramms unter den Applications.[124]
    2013 Alphasat I-XL Experimenteller Kommunikationssatellit von ESA und CNES auf Basis der Satellitenplattform Alphabus. Inmarsat will den Satelliten fur Mobilfunk im L-Band einsetzen. An Bord sind vier Experimente der ESA, u. a. Sendeeinrichtungen im Q/V Band (36-56 GHz) und Laserkommunikation mit anderen Satelliten.
    2013 SWARM SWARM besteht aus drei Satelliten, die die Dynamik des Erdmagnetfeldes untersuchen.
    2014 Sentinel-1A Erdbeobachtungssatellit im Rahmen von Copernicus, der Radar-Aufnahmen nach dem SAR-Prinzip im C-Band anfertigt und damit die Datenkontinuitat von ERS und Envisat gewahrleistet.
    2015-2024 Sentinel-2A, 2B, 2C Erdbeobachtungssatelliten im Rahmen von Copernicus, die multispektrale Aufnahmen der Erde im optischen und infraroten Bereich erstellen.
    2016-2018 Sentinel-3A, 3B Erdbeobachtungssatelliten im Rahmen von Copernicus, die Ozeanfarben sowie Oberflachentemperaturen messen.
    2017 Sentinel-5P Erdbeobachtungssatellite im Rahmen von Copernicus, der Emissionen wie Ozon, Stickoxid oder Methan misst.
    2021 Sentinel-6A
    2022-2042
    (geplant)[125]
    MTG Die dritte Generation der erfolgreichen Meteosat-Satelliten.[126]
    2023 Proba-V CC Proba-V CC vermisst und kartografiert die Vegetation auf der Erde. Dabei erprobt der Satellit, ob das bereits fur Proba-V genutzte Beobachtungsinstrument auch auf einem Cubesat einsetzbar ist.[127]
    2024 EarthCARE Mit der EarthCARE-Mission sollen Daten uber die Wechselwirkungen zwischen Strahlungs-, Aerosol- und Wolkenbildungsprozessen gesammelt werden. Damit werden genauere Wetter- und Klimamodelle ermoglicht. Gemeinsame Mission mit der JAXA.
    2024 Arctic Weather Satellite
    2024 Sentinel-1C Ersatz fur Sentinel-1B (Teil von Copernicus), welcher seit Dezember 2021 unter Fehlfunktionen leidet.[128][129]
    2025 Biomass Satellit zur Vermessung der Biomasse der Walder und zum besseren Verstandnis des Kohlenstoffkreislaufs auf der Erde.
    2025-2040
    (geplant)
    MetOp-SG Wettersatelliten
    2025 Sentinel-1D
    2025 Sentinel-6B
    2025 HydroGNSS zwei Satelliten zur Beobachtung des Wasserkreislaufs der Erde[130]

    Geplante Satellitenprojekte

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    Diese Applications-Projekte haben die Assessment-Phase (Einschatzungsphase) uberstanden haben und sollen verwirklicht werden:

    Geplante Satellitenprojekte
    Startjahr
    (geplant)
    Bezeichnung Beschreibung
    2026-2028 LEO-PNT Navigationssatelliten, Teil des Programms FutureNAV.
    2027 Forum Messung der von der Erde abgegebene Warmestrahlung im fernen Infrarotbereich
    ab 2027[131] Galileo 2 neue Generation der EU-Navigationssatelliten, entwickelt mit Beratung durch die ESA[132]
    Ende 2027 Altius Forschungssatellit zur Uberwachung der Stratosphare
    Ende 2027 Flex Vermessung der Chlorophyllfluoreszenz
    2027-2028 Sentinel CO2M Beobachtung des regionalen CO2-Ausstosses
    2028[133] Genesis Geodatischer Satellit zur Vermessung der Erde im Millimetermassstab fur Verbesserung des International Terrestrial Reference Frame. Teil des Programms FutureNAV.
    2029[134] Harmony Radarsatelliten, die das Signal von Sentinel-1 aus unterschiedlichen Perspektiven empfangen.
    2030 Truths Klimaforschungs- und Erdbeobachtungssatellit zur Messung der Strahlungsbilanz der Erde[135]

    Weltraumsicherheit

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    Bereits seit den 1980er Jahren beruft die ESA internationale Konferenzen zu dem Thema Weltraumschrott ein, die jeweils im Europaischen Raumflugkontrollzentrum stattfinden. Die Aufklarungs- und Lobbyarbeit bezuglich der von der ESA gesehenen Gefahren durch zunehmenden Weltraumschrott wurde seit den 2010er Jahren verstarkt.[136][137]

    Von 2009 bis 2020 betrieb die ESA ihre Aktivitaten zur Weltraumsicherheit als Space Situational Awareness Programme. Durch Weltraumuberwachung sollen mogliche Gefahren fruhzeitig erkannt und mogliche Schaden verhindert oder abgemildert werden:

    • Uberwachung von Satellitenbahnen und Weltraummull
    • Uberwachung von erdnahen Objekten wie Asteroiden auf ihrer Bahn durch den Weltraum. Die Daten zu erdnahen Objekten werden veroffentlicht.[138]
    • Uberwachung des Weltraumwetters durch das Space Weather Office, das Weltraumwetterwarnungen ausgibt; Satellitenbetreiber konnen dadurch Gegenmassnahmen treffen.

    Ab 2020 wurden diese Aktivitaten der Sparte Safety & Security zugeordnet, die mittlerweile in Space Safety umbenannt wurde. Sie wurden ausgeweitet und erhielten ein wesentlich grosseres Budget. Am 12. April 2022 wurde das Space Safety Centre als eigenes Buro am ESOC in Darmstadt eroffnet. Das ESA Space Debris Office gibt den ESA's Annual Space Environment Report heraus, der seit 2017 uber die Entwicklung und Prognosen von Weltraumschrott Auskunft gibt.[139]

    Die ESA-Projekte zur Weltraumsicherheit umfassen unter anderem die Optical Ground Station, das Flyeye-Teleskop, das Near-Earth Object Coordination Centre und die Hera-Mission zur Auslotung der Asteroidenabwehr. Weitere Projekte sind das Clean Space Programme zur aktiven Beseitigung von Weltraumschrott und das Projekt ESA Vigil zur Einrichtung eines Sonnenwetter-Fruhwarnsystems.[140] ESA unterstutzt das indische Sonnenobservatorium Aditya-L1 und kann im Gegenzug die Daten nutzen. Der Bereich Informationssicherheit (Cybersecurity) kam neu dazu. Mit der Europaischen Verteidigungsagentur arbeitet die ESA bezuglich des Schutzes von Systemen und Netzwerken zusammen, die kritisch fur die Raumfahrt sind.[141]

    Gestartete Weltraumsicherheitsprojekte

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    Gestartete Space-Safety-Projekte
    Startjahr Bezeichnung Beschreibung
    2024[142] Hera Mission zum Asteroiden (65803) Didymos,[143] Teil von AIDA.

    Geplante Weltraumsicherheitsprojekte

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    Die folgenden Projekte haben die Assessment-Phase (Einschatzungsphase) durchlaufen und sollen verwirklicht werden. Es wird ausserdem nach Moglichkeiten gesucht, Raumfahrzeuge anderer geplanter Missionen, auch anderer Raumfahrtorganisationen, mit Sensoren oder Instrumenten zur Beobachtung des Weltraumwetters zu bestucken, um zusatzliche Daten zur raumlichen Auswertung von anderen Stellen des Sonnensystems zu gewinnen.

    Geplante Space-Safety-Projekte
    Startjahr
    (geplant)
    Bezeichnung Beschreibung
    April 2028 Ramses Soll den Asteroiden Apophis im Februar 2029 wahrend des Vorbeiflugs an der Erde begleiten und beobachten.
    2028 RISE Technologieerprobungsmission fur das On-Orbit Servicing geostationarer Satelliten[144][145]
    2029[146] Clearspace-1 Mit Clearspace-1 soll Technologie fur die Beseitigung von Weltraummull erprobt werden. Es wird ein mit vier Greifarmen ausgestattetes Raumfahrzeug entwickelt, das den ESA-Satelliten Proba-1 anfliegen und in die Erdatmosphare bringen soll, wo beide gemeinsam vergluhen.
    2031[147] ESA Vigil Dieses Sonnenobservatorium soll am Sonne-Erde-Lagrange-Punkt L5 das Sonnenmagnetfeld, Sonnenwinde und magnetische Sturme messen und langere Vorhersagen des Weltraumwetters ermoglichen. Damit soll es helfen, Warnungen auszugeben.[148]
    noch nicht festgelegt SAGA Technologiedemonstration fur Quantenkommunikation. Diese Mission fallt in den Bereich Cybersecurity bzw. Cyberresilience und konnte in Zukunft die Sicherheit von Datenverbindungen verbessern.

    Die Raumtransportprojekte der ESA (Space Transportation) sind heute der Sparte Enabling & Support zugeordnet.

    Tragerraketen und Startanlagen

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    Die ESA liess zwei Baureihen von Tragerraketen entwickeln - die Ariane fur mittlere und schwere Nutzlasten und die Vega fur kleinere - und verschaffte Europa damit einen unabhangigen Zugang zum Weltraum. Die Ariane wird von der ArianeGroup unter franzosischer Leitung gebaut, die Vega von Avio in Italien. Zusatzlich entstand in Zusammenarbeit mit Russland das Raketenmodell Sojus-ST, welches von 2011 bis 2022 im Einsatz war. Alle diese Raketen wurden nur fur unbemannte Missionen ausgelegt.

    Betrieben und vermarktet werden bzw. wurden Ariane, Vega und Sojus-ST von Arianespace. Auf Wunsch von Italien, das die Weiterentwicklung der Vega in erheblichem Masse finanziert, wird die Verantwortung fur diese Rakete jedoch spatestens 2026 ganz auf Avio ubergehen, sodass Arianespace dann vorlaufig nur noch die Ariane anbietet.

    Bislang starten alle von der ESA mitfinanzierten, einsatzbereiten Raketen vom Raumfahrtzentrum Guayana in Kourou (Franzosisch-Guayana), wo fur jeden Raketentyp eine entsprechende Startanlage errichtet wurde. Der Start in der Nahe des Aquators bietet fur den Transport in niedrig geneigte Umlaufbahnen prinzipielle Vorteile gegenuber aquatorfernen Startplatzen auf der Nord- oder Sudhalbkugel. Durch die Erdrotation hat die Rakete am Aquator bereits die auf der Erdoberflache maximal vermittelbare Grundgeschwindigkeit und benotigt weniger Treibstoff, um die benotigte Geschwindigkeit zu erreichen. Fur Starts in Polarbahnen ist dieser Standort hingegen ungunstig.

    Der erste Start einer Ariane 1 fand 1979 statt. Das aktuelle Modell Ariane 6 sollte gegenuber der ausgemusterten Ariane 5 deutlich kostengunstiger sein, ist aber wesentlich teurer als geplant.[149] Der Erstflug der Ariane 6 war fur 2021 geplant und fand nach mehreren Verschiebungen im Juli 2024 statt.

    Die kleinere Tragerrakete Vega absolvierte im Februar 2012 ihren Jungfernflug. Die leistungsfahigere Version Vega-C startete erstmals 2022 und loste 2024 die Vega ab. Als noch leistungsfahigeres Modell ist die Vega-E in Entwicklung. Sie soll zudem aus der Abhangigkeit von der ostukrainischen Raumfahrtindustrie losen, die bislang das Vega-Oberstufentriebwerk und die Dusen der unteren Stufen liefert. Zudem entwickelt die ArianeGroup die neue, teilweise wiederverwendbare Kleinrakete Maia. Diese entsteht im Gegensatz zu Ariane und Vega in Eigenregie des Herstellers, wird aber ebenfalls von der ESA mitfinanziert, auch durch das Prometheus-Triebwerk und das Themis-Projekt fur eine wiederverwendbare Raketenstufe.[150][151]

    Neben der Maia fordert die ESA die Entwicklung weiterer Kleinraketen in den Mitgliedstaaten, insbesondere die deutsche Spectrum und RFA One, die spanische Miura 5 und die britische Prime.[151]

    Raketenprojekte mit Beteiligung der ESA
    Einsatzdauer Name Erlauterung
    1979-1986 Ariane 1 16 Starts, davon 2 Fehlstarts
    1986-1989 Ariane 2 6 Starts, davon 1 Fehlstart
    1984-1989 Ariane 3 11 Starts, davon 1 Fehlstart
    1988-2003 Ariane 4 116 Starts, davon 3 Fehlstarts
    1996-2023 Ariane 5 117 Starts, davon 2 Fehlstarts und 2 Teilerfolge
    2011-2022 Sojus-ST 25 Starts, davon 1 Teilerfolg
    2012-2024 Vega 22 Starts, davon 2 Fehlstarts und 2 Teilerfolge
    seit 2022 Vega-C 6 Starts bis Ende 2025, davon 1 Fehlstart
    seit 2024 Ariane 6 5 Starts bis Ende 2025, davon 1 Teilerfolg
    ab 2027 oder
    2028 (geplant)
    Vega-E

    Raumtransporter

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    Die ISS mit dem ATV Johannes Kepler (vorn/unten)
    Raumtransportfahrzeuge der ESA
    Startjahr Bezeichnung Beschreibung
    2008-2014 ATV Das ATV (Automated Transfer Vehicle) war ein unbemannter, einmal verwendbarer Raumfrachter. Funf dieser Raumfahrzeuge wurden gebaut und beforderten Nachschub zur Internationalen Raumstation (ISS).
    2015 IXV Das Intermediate eXperimental Vehicle (IXV) war ein unbemanntes und automatisches Raumfahrzeug der ESA zur Erforschung der Wiedereintrittsphasen in die Erdatmosphare sowie eine Testplattform fur dafur benotigte Techniken, welche auch in kunftigen wiederverwendbaren Raumfahren verwendet werden konnen.
    ab 2028 (geplant) Space Rider wiederverwendbares unbemanntes Raumflugzeug, das mit der Vega-E starten soll

    Sonstige Einrichtungen

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    Neben den oben genannten Haupteinrichtungen und Grunderzentren unterhalt die ESA auch Technologiezentren, Laboratorien, Entwicklung- und Testeinrichtungen, die Missionskontrollzentren, Datenzentren und ESTRACK. Die Produkte und Dienstleistungen dieser Einrichtungen - mit Ausnahme der Grunderzentren, die dem Bereich Applications zugeordnet sind[84] - werden von vielen verschiedenen ESA-Projekten genutzt und zahlen heute zur Sparte Enabling & Support.[85]

    Zu den ESA-Labors zahlt das Special Mission Infrastructure Lab Environment (SMILE), eine Testumgebung fur Raumfahrtmissionen des Europaischen Raumflugkontrollzentrums (ESOC) in Darmstadt. Das Labor hat Zugriff auf den Technologieerprobungssatelliten Ops-Sat.

    Satelliten der ESA-Technologiezentren
    Startjahr Bezeichnung Beschreibung
    2001, 2009 Proba-1 und -2 Kleinsatelliten, der weitgehend autonom und intelligent operieren; Erprobung neuer Erdbeobachtungstechnologien. Diese Satelliten ordnet die ESA primar der Sparte Applications zu,[119] wegen ihrer Technologieerprobungsfunktion aber auch der Sparte Enabling & Support.[93]
    2019 Ops-Sat Technologieerprobungssatellit im Cubesat-Format fur neue Missionskontrollverfahren, mit rekonfigurierbarer Softwareumgebung auf Linux-Basis.[152] Wiedereintritt in die Erdatmosphare am 22. Mai 2024.[153]
    2023 Proba-V CC Proba-V CC vermisst und kartografiert die Vegetation auf der Erde. Dabei erprobt der Satellit, ob das bereits fur Proba-V genutzte Beobachtungsinstrument auch auf einem Cubesat einsetzbar ist.[127]
    2024 Proba-3 Technologieerprobungssatellit fur hochprazisen Formationsflug und Koronografie, von der ESA primar in der Sparte Enabling & Support,[93] aber auch unter Science & Exploration gefuhrt.[94]

    Offentlichkeitsarbeit

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    Die ESA veroffentlichte von November 2010 bis Juni 2014 in Zusammenarbeit mit dem DLR die Podcast-Reihe Raumzeit.[154] Moderiert wurde der Podcast von Tim Pritlove, der Mitarbeiter des DLR und der ESA zu den verschiedenen Themen und Aufgaben dieser interviewte. Zudem ist seit Mai 2011 die sogenannte ESA KIDS Plattform[155] online. Dort konnen Kinder und Jugendliche sich uber die Europaische Weltraumorganisation informieren.

    ESA-Angestellte warben auch in mehreren Vortragen auf dem 33. C3-Kongress des Chaos Computer Club im Dezember 2016 fur Unterstutzung bei Projekten wie dem ,,Moon Village".[156]

    Zur Gestaltung der ESA-Website siehe ESA-Programme und -Saulen.

    Wiktionary: ESA - Bedeutungserklarungen, Wortherkunft, Synonyme, Ubersetzungen
    Commons: Europaische Weltraumorganisation - Album mit Bildern und Audiodateien
    Wikinews: ESA - in den Nachrichten

    Einzelnachweise

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    1. | European Space Agency (Hrsg.): Ubereinkommen und Geschaftsordnung des Rates der ESA. Dezember 2010, S. 126, Anlage I Entschliessung Nr. 8: Gebrauch der Sprachen, Punkt 2 (esa.int [PDF; abgerufen am 3. Januar 2019]).
    2. | a b c Funding. Abgerufen am 14. Januar 2024 (englisch).
    3. | Die ESA: Fakten und Zahlen. ESA, abgerufen am 11. September 2023.
    4. | Ratsentschliessung ABl. 2000, C 371/2
    5. | Oppermann/Classen/Netteshein, Europarecht, 4. Auflage. Munchen 2009, S. 637, Rn. 22
    6. | Matthias Uhl: Stalins V-2. Der Technologietransfer der deutschen Fernlenkwaffentechnik in die UdSSR und der Aufbau der sowjetischen Raketenindustrie 1945 bis 1959. Bernard & Graefe Verlag, Bonn 2001, ISBN 3-7637-6214-0, S. 304.
    7. | Tom Bower: Verschworung Paperclip. NS-Wissenschaftler im Dienst der Siegermachte. List, Munchen 1988, ISBN 3-471-77164-6.
    8. | A European vision. Abgerufen am 20. Marz 2024 (englisch).
    9. | a b ESA Convention booklet. Abgerufen am 1. November 2025 (englisch).
    10. | BGBl. 1976 II S. 1861
    11. | BGBl. 1981 II S. 371
    12. | 30 Jahre ESA - Europas Raumfahrt auf Erfolgkurs, 31. Mai 2005, abgerufen am 9. Februar 2011.
    13. | ESA moves two missions to Falcon 9. Spacenews, 20. Oktober 2022.
    14. | EU finalizing contract with SpaceX for Galileo launches. Spacenews, 7. November 2023.
    15. | Inauguration of the European Space Deep-Tech Innovation Centre (ESDI) - first ESA presence in Switzerland. Abgerufen am 28. Mai 2025 (englisch).
    16. | ESA Business Incubation Centres, abgerufen am 1. Marz 2023.
    17. | ESA: Estland auf dem Weg zum 21. ESA-Mitgliedsland. Abgerufen am 1. November 2025.
    18. | Polish flag raised at ESA, vom 19. November 2012
    19. | Slovenia signs Association Agreement. ESA, 5. Juli 2016, abgerufen am 29. Mai 2021 (englisch).
    20. | Slovenia full member of European Space Agency. 1. Januar 2025, abgerufen am 5. Januar 2025 (englisch).
    21. | Ungarn wird 22. ESA-Mitgliedsland, vom 24. Februar 2015
    22. | Latvia becomes ESA Associate Member State. ESA, 29. Juli 2020, abgerufen am 29. Mai 2021 (englisch).
    23. | Lithuania becomes ESA Associate Member state. ESA, 21. Mai 2021, abgerufen am 29. Mai 2021 (englisch).
    24. | Slovakia becomes ESA Associate Member state. ESA, 13. Oktober 2022, abgerufen am 3. Januar 2023 (englisch).
    25. | Rahmenabkommen zwischen der Europaischen Gemeinschaft und der Europaischen Weltraumorganisation. In: Amtsblatt der Europaischen Union. L, Nr. 261, 6. August 2004, S. 64.
    26. | Member States & Cooperating States. ESA, abgerufen am 12. November 2023.
    27. | Oppermann/Classen/Nettesheim, Europarecht, 4. Auflage. Munchen 2009, S. 638, Rn. 22
    28. | ESA and EU celebrate a fresh start for space in Europe. Abgerufen am 4. Februar 2025 (englisch).
    29. | Verordnung (EU) 2021/696 des Europaischen Parlaments und des Rates vom 28. April 2021 zur Einrichtung des Weltraumprogramms der Union und der Agentur der Europaischen Union fur das Weltraumprogramm und zur Aufhebung der Verordnungen (EU) Nr. 912/2010, (EU) Nr. 1285/2013 und (EU) Nr. 377/2014 sowie des Beschlusses Nr. 541/2014/EU, abgerufen am 5. Februar 2025
    30. | Bulgaria becomes tenth ESA European Cooperating State, ESA, 3. Oktober 2015 (englisch).
    31. | a b ESA Welcomes New Members, Deepens Ties With Other States. Parabolic Arc, 13. April 2015, abgerufen am 3. Oktober 2015 (englisch).
    32. | Cyprus becomes 11th ESA European Cooperating State, 12. Juli 2016 (englisch).
    33. | Croatia signs Cooperation Agreement, ESA, 19. Februar 2018 (englisch).
    34. | Croatia becomes ESA European Cooperating State. Abgerufen am 20. Marz 2025 (englisch).
    35. | a b Malta becomes ESA European Cooperating State. Abgerufen am 20. Marz 2025 (englisch).
    36. | ESA and Canada renew cooperation agreement, building on long-term partnership. ESA, 21. Juni 2000.
    37. | esa.int - Israel signs Cooperation Agreement
    38. | ESA signs Cooperation Agreement with Mexico. Abgerufen am 16. Februar 2023 (englisch).
    39. | Sean Potter: NASA, ESA Partner in New Effort to Address Global Climate Change. 13. Juli 2021, abgerufen am 17. Marz 2022.
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    42. | ESA and Indian space agency ISRO agree on future cooperation. Abgerufen am 8. Oktober 2021 (englisch).
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    44. | Gemeinsame Mission. ESA, abgerufen am 1. August 2019.
    45. | The creation of ESA_Lab@HEC, the first ESA_Lab@ between ESA and HEC Paris. ESA, abgerufen am 1. August 2019 (englisch).
    46. | ESA and Universite PSL agree plans for new ESA_Lab@ programme. ESA, abgerufen am 1. August 2019 (englisch).
    47. | Setting Up an ESA_LAB. ESA, abgerufen am 1. August 2019 (englisch).
    48. | Ministerratskonferenz stellt Weichen fur die ESA. 22. November 2012, abgerufen am 10. Dezember 2013.
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    55. | https://www.heise.de/news/ESA-bekommt-Rekordetat-von-22-Milliarden-Euro-11095891.html
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    63. | ESA budget 2017. Abgerufen am 28. Februar 2020 (englisch).
    64. | ESA budget 2018. Abgerufen am 28. Februar 2020 (englisch).
    65. | ESA budget 2019. Abgerufen am 28. Februar 2020 (englisch).
    66. | ESA budget 2020. Abgerufen am 28. Februar 2020 (englisch).
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    154. | Seite des DLR und ESA zur Podcast-Reihe Raumzeit
    155. | ESA KIDS Platform, abgerufen am 3. Marz 2013.
    156. | Beitrag von Heise Online zum ESA-Vortrag auf dem 33. Chaos Communication Congress, abgerufen am 13. Januar 2017.
    157. | Teilnehmer am ,,Programme Espace" des ,,Institut francais des relations internationales" IFRI
    Satelliten und Raumsonden mit Beteiligung der ESA
    Erfolgte Starts:

    COS-B (1975) * GEOS 1 und 2 (1977, 1978) * OTS-1 und -2 (1977, 1978) * ISEE 2 (1977) * IUE (1978) * Marecs A und B (1981, 1984) * Exosat (1983) * ECS (1983-1988) * Giotto (1985) * Olympus (1989) * Hipparcos (1989) * Hubble (1990) * Ulysses (1990) * ERS 1 und 2 (1991, 1995) * EURECA (1992) * ISO (1995) * SOHO (1995) * EGNOS (1996-2014) * Huygens (1997) * XMM-Newton (1999) * Cluster (2000) * Artemis (2001) * Proba-1 (2001) * Envisat (2002) * Integral (2002) * Mars Express (2003) * Smart-1 (2003) * Double Star (2003) * Rosetta (2004) * CryoSat (2005) * SSETI Express (2005) * Venus Express (2005) * Corot (2006) * MetOp-A, -B und -C (2006, 2012, 2018) * GOCE (2009) * Herschel (2009) * Planck (2009) * Proba-2 (2009) * SMOS (2009) * CryoSat-2 (2010) * Hylas (2010) * Alphasat I-XL (2013) * Proba-V (2013) * Swarm (2013) * Gaia (2013) * Sentinel-1A bis -1D (2014, 2016, 2024, 2025) * Sentinel-2A bis -2C (2015, 2017, 2024) * LISA Pathfinder (2015) * Sentinel-3A/3B (2016, 2018) * ExoMars Trace Gas Orbiter (2016) * Schiaparelli (2016) * Sentinel-5P (2017) * ADM-Aeolus (2018) * BepiColombo (2018) * Cheops (2019) * Solar Orbiter (2020) * Sentinel-6A (2020) * JWST (2021) * Juice (2023) * Euclid (2023) * Proba-V CC (2023) * EarthCARE (2024) * AWS (2024) * Hera (2024) * Proba-3 (2024) * Biomass (2025) * MetOp-SG A1 (2025) * Sentinel-6B (2025) * HydroGNSS (2025)

    Geplante Starts:

    Lunar Pathfinder (2026) * MetOp-SG (2026-2040) * Flex & Sentinel-3C (2026), Altius (2027) * Forum (2027) * Plato (2027) * Smile (2027) * Sentinel CO2M (2027, 2028) * Comet Interceptor (2028/29) * ExoMars Rosalind Franklin (2028) * Genesis (2028) * Ramses (2028) * RISE (2028) * Sentinel-2D (2028) * Sentinel-3D (2028) * Clearspace-1 (2029) * Harmony (2029) * Truths (2030) * Argonet (2031) * Ariel (2031) * Vigil (2031) * EnVision (2031-2033) * Sentinel-2 NG (2033-?) * Sentinel-3 NG (2033-?) * LISA (2035)

    Konstellationen
    von mindestens
    zehn Satelliten:

    Meteosat (seit 1977) * Galileo (seit 2005) * IRIDE (seit 2025)

    Geplant: 2x LEO-PNT (2026-2028) * IRIS2 (ab 2030)

    48.84812.3044Koordinaten: 48deg 50' 53,2'' N, 2deg 18' 15,8'' O

    Normdaten (Korperschaft): GND: 13253-6 (GND Explorer, lobid, OGND, AKS) | LCCN: n50079617 | VIAF: 135528965