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System-on-a-Chip

aus Wikipedia, der freien Enzyklopadie
Ein SoC auf einem Einplatinencomputer Raspberry Pi 2 Model B[1]

Ein System-on-a-Chip, auch System-on-Chip (SoC, dt. Ein-Chip-System), ist ein integrierter Schaltkreis (IC), in welchem eine Vielzahl von Funktionen eines programmierbaren elektronischen Systems realisiert ist. Als System wird dabei eine Kombination unterschiedlicher Elemente (logische Schaltungen, Taktgebung, selbstandiges Anlaufen, mikrotechnische Sensoren usw.) aufgefasst, die zusammen eine bestimmte Funktionalitat bereitstellen, beispielsweise einen Beschleunigungssensor samt Auswertungselektronik. Im Gegensatz zu einem elektronischen Schaltkreis auf einer Leiterplatte sind bei einem SoC alle Funktionen direkt auf dem Die, also dem Halbleiter-Substrat integriert, was auch monolithische Integration genannt wird. Aufgrund der haufigen Nutzung von Silizium als Substratmaterial spricht man auch von System-on-Silicon (SoS). Ursprunglich wurden SoCs vorrangig in eingebetteten Systemen eingesetzt, finden sich inzwischen aber in fast allen Gerateklassen, vom Smartphone bis zum Desktop-Computer.

Wahrend Systeme anfanglich aus einem Mikroprozessor- oder Mikrocontroller-IC und vielen anderen ICs fur spezielle Funktionen bestanden, die auf einer Platine aufgelotet waren, lasst die heute mogliche Integrationsdichte zu, nahezu alle Funktionen auf einem einzigen IC zu vereinigen. Dabei werden digitale, analoge und Mixed-Signal-Funktionseinheiten integriert. Vorteile sind vor allem Kosteneinsparung, geringerer Energieverbrauch beziehungsweise Verlustleistung und umfassende Miniaturisierung. So ist heute beispielsweise bei Mobiltelefonen die digitale Funktion, gegebenenfalls mit Ausnahme des Speichers, auf einem IC realisiert. Auch die Schnittstellen beispielsweise zur Tastatur, zur SIM-Karte oder zum Display sind bereits auf diesem IC enthalten.

Eine ahnliche Technik, um hohe Integrationsdichten auch von Bauelementen von stark unterschiedlicher Technik zu erreichen, ist das sogenannte System-in-Package (SiP). Dabei werden mehrere Chips (z. B. CPU und RAM) in einem Gehause zusammengefasst. Durch die weitere Hinzunahme von Peripheriebausteinen entstehen Leiterplatten mit komplexen Funktionen, die System on Module genannt werden.

Eingesetzt werden SoCs unter anderem in mobilen Geraten wie Smartphones, Tablet-Computer, sonstige Gadgets und Datenerfassungsgerate, ebenso in der Steuerungs- und Automatisierungstechnik (z. B. Waschmaschine, Automobilelektronik, Industrieautomation) sowie in zahlreichen modernen Geraten der Unterhaltungselektronik. Meist sind viele verschiedene Schnittstellen zu bedienen (Sensoren, Aktoren, Netzwerke, Tasten, Anzeigen) und die Stuckzahlen sind gross. Die Integration der Funktionen, die zuvor auf mehrere Bauelemente oder gar mehrere Leiterplatten verteilt waren, kann auch die Ausfall- und die Funktionale Sicherheit erhohen, insbesondere wenn vielfaltige Massnahmen zur Fehleraufdeckung integriert sind, die mit diskreten Bauteilen nicht marktfahig zu realisieren waren. Fur Anwendungen, die weniger grosse Stuckzahlen generieren, wie in medizintechnischen Geraten oder der Avionik, werden selten speziell angepasste SoCs eingesetzt, sondern bleiben oft viele der integrierten Module ungenutzt.

Entwurfsvorgang

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SoCs werden heute zumeist nicht vollig neu entwickelt, sondern die Entwurfe basieren - zumindest in Teilen - auf vorhandenen oder erworbenen Komponenten, sogenannten IP-Kernen. Dies sind beispielsweise Makros fur vollstandige CPU-Kerne, oder Koprozessoren - etwa als Hardwarebeschleuniger fur Verschlusselungs- oder Grafikberechnungen. Ebenso sind dies Peripherieblocke zur Implementierung von Speicher-, Ethernet-, Bluetooth- oder sonstigen Schnittstellen, oder auch komplette Speichereinheiten inklusive deren Verwaltung.

Viele Standardkomponenten sind bei EDA-Werkzeugen der Chip-Hersteller in proprietarer Form kostenlos enthalten. Andere Komponenten konnen vom Chip-Hersteller oder anderen IP-Lieferanten wie z. B. ARM, Transmeta oder kleineren oft sehr spezialisierten Entwicklungsunternehmen lizenziert werden. Oftmals lassen sich solche IP-Kerne uber Parameter dem Verwendungszweck angepasst generieren, beispielsweise in Form der Pipelinelange, der Cachegrosse oder den Busbitbreiten.

Weitere benotigte Komponenten eines SoC wurden beispielsweise bereits in fruheren Projekten entwickelt und konnen im Idealfall direkt eingesetzt werden - oder es mussen Anderungen vorgenommen werden, bestenfalls genugt eine Parametrisierung der IP-Kerne. Eine weitere Moglichkeit ist das Verwenden ,,freier Hardware". So entstehen auch im Hardwarebereich immer mehr Open-Source-Projekte (z. B. auf OpenCores.org), die sich oft noch im Entwicklungsstadium befinden. Was hier gegebenenfalls fehlt, muss der Nutzer selbst entwickeln oder entwickeln lassen.

Die Ubergange, was in Software und was in Hardware umgesetzt wird, sind anwendungsabhangig zunehmend fliessend - siehe Software Defined Radio (SDR).

Debugging Interface

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In der Regel besitzen SoCs eine Debug-Schnittstelle (englisch interface). Dies ist oft eine einfache RS-232-Schnittstelle, die haufig uber USB emuliert wird. Sie bietet einen direkten Zugriff von aussen auf zentrale Teile des SoC und ermoglicht es beispielsweise, im Betrieb von einer Terminalemulation aus Fehlermeldungen und allgemeine Informationen abzufragen. In komplexeren Umgebungen ubernimmt diese Funktion oft auch eine JTAG-Schnittstelle. Diese wird typischerweise nicht nur zur Ubertragung von Fehlermeldungen genutzt, sondern zur Kommunikation mit einem Hard- oder Softwaredebugmodul im SoC. Ein solches Modul erlaubt es dem Anwender, beispielsweise das SoC ,,anzuhalten" und die Abarbeitung im CPU-Kern im Einzelschrittmodus (,,Step-by-Step") durchzufuhren und bei Bedarf wahrenddessen einzelne Registerwerte zu andern oder beispielsweise eine Schleife abzukurzen oder einen Sprungbefehl zu umgehen.

Eine weitere Anwendung dieser Schnittstelle ist das Programmieren programmierbarer Bereiche eines SoC, wie z. B. RAM, EEPROM, Flash oder auch einzelner Schaltungsteile bis hin zum gesamten SoC-Design (nur in einem FPGA o. A.). Meist hangen weitere externe Bausteine als ,,Kette" an derselben JTAG-Schnittstelle, welche uber einen sogenannten Boundary Scan angesprochen werden.

Blockdiagramm eines SoC basierend auf einem ARM-Prozessor

Verbunden wird das System intern uber einen oder mehrere Busse. In komplexeren SoCs kommt oft ein hierarchisches oder zumindest segmentiertes Bussystem zum Einsatz. Dieses besteht typischerweise aus einem schnellen Systembus, einem langsameren Peripheriebus und einem Register- bzw. Steuerbus. Schnelle Peripherieeinheiten werden mitunter aber auch direkt mit dem Systembus verbunden. Zwischen dem Systembus und dem Peripheriebus vermittelt eine Bridge. Weiterhin benotigt jeder Bus mit mehreren Mastern einen Arbiter. Fur die besonders wichtige Verbindung zwischen dem Prozessor und seinem oder seinen Cache(s) bzw. einem kleinen lokalen Speicher wird oft ein proprietarer aber besonders schneller Prozessorbus eingesetzt. Ein Beispiel hierfur ist der LMB von Xilinx.

Als Systembus sind in SoCs beispielsweise AMBA von Arm (Busse: AHB bzw. ASB/APB) CoreConnect von IBM (Busse: PLB/OPB/DCR) oder in jungster Zeit auch der WishBone von Silicore/OpenCores.org stark vertreten. Weit verbreitet sind heute Busbreiten von 32 bis 128 Bit. Bei leistungsfahigen SoCs findet sich oft ein DMA-Controller am Systembus, um die CPU von Speicherzugriffen zu entlasten.

Die Spezifikationen dieser Busse sind physikalisch alle auf die Implementierung in ASICs (anwendungsspezifischen integrierten Schaltungen) und/oder FPGAs (englisch Field Programmable Gate Array) ausgelegt und unterscheiden sich auch ansonsten stark von verbreiteten Systembussen wie PCI - beispielsweise wird auf Grund des festen Systemaufbaus im Allgemeinen kein Plug and Play verwendet.

Als Taktgeber und Zeitgeber sind Funktionsgruppen enthalten, die Impulse in einer bestimmten Frequenz abgeben. Es wird sich dabei um einfache physikalische Schwinger und weitere elektronische Funktionen zur Stabilisierung der Taktrate handeln, die fur die Ablaufsteuerung und gegebenenfalls eine Synchronisation erforderlich sind.

Eine Echtzeituhr (physikalische Uhr) empfangt oder misst und zahlt lokal eine physikalische Zeit und kann ebenfalls enthalten sein. Dazu sind prazise physikalische Schwinger meist extern zum SoC angeordnet.

Im weiteren Sinne sind mit dem Taktgeber ausser dem Taktgeber und der Echtzeituhr auch spezielle stromsparende Weckschaltungen enthalten, die eine Uhrzeit auch nach Ausschalten des Systems behalten bzw. fortschreiben. Der oder die Taktgeber steuern dann auch den Bereitschaftszustand oder Sleep-Modus.

AMD Am286ZX/LX, SoC auf 80286-Basis

Ublicherweise besteht ein SoC aus einem Prozessor, welcher uber ein Bussystem mit Speicher und weiterer Peripherie verbunden ist. Bei diesem Prozessor kann es sich sowohl um einen sehr einfachen 8-Bit-Mikrocontroller handeln, als auch um eine sehr leistungsfahige Multicore-CPU. Mehrprozessorsysteme sind ebenfalls moglich.

Je nach Leistungsfahigkeit, Anwendungsanforderungen und weiteren Kriterien wie Stromverbrauch, Grosse und Preis besitzt das SoC eventuell neben seinen Registern nur einen kleinen internen Speicher, oder (meist zusatzlich) einen oder mehrere deutlich grossere externe Speicher. Dies kann beispielsweise SDRAM oder Flash-Speicher sein. Hierfur hangt dann in der Regel am Systembus ein Speichercontroller, welcher eine entsprechende Schnittstelle fur den Speicher zur Verfugung stellt.

Weitere Prozessoren

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Um den eigentlichen Hauptprozessor des SoCs zu entlasten, sind je nach Anwendung auch spezialisierte Prozessoren enthalten. Dies konnen beispielsweise Prozessoren zur digitalen Signalverarbeitung sein (DSPs) oder beispielsweise Ver-/Entschlusselungseinheiten oder sonstige Hardwarebeschleuniger wie Physikbeschleuniger. Hierzu konnen einzelne Berechnungen oder auch nur Teile davon ausgelagert werden. Diese werden entweder ganz vom Coprozessor ubernommen, oder der Hauptprozessor reicht nur einzelne, besonders rechenintensive Befehle weiter. Diese werden dann unter Umstanden nicht mehr als Software auf einer General Purpose CPU oder DSP ausgefuhrt, sondern direkt in Hardware implementiert. Dies ist zumindest in FPGAs und ASICs gangige Praxis und wird daher auch dementsprechend direkt von den EDA-Werkzeugen unterstutzt. Viele moderne FPGAs wie Virtex4/5 oder StratixII/III enthalten auch sogenannte DSP-Makros, womit sehr schnell in vielen parallelen Pfaden sogenannte MAC-Befehle ausgefuhrt werden konnen.

Der Speicher in einem SoC dient entweder zur Ablage und Ausfuhrung des Programms (Programmspeicher) oder zur Ablage und Bearbeitung von Daten (Datenspeicher). Handelt es sich bei dem Speicher um einen Cache, so ist dieser oft in zwei getrennten Speichern als Harvard-Architektur ausgefuhrt. Normaler RAM wird hingegen gewohnlich in einer Von-Neumann-Architektur implementiert. Speichertechnisch handelt es sich intern meist um schnellen SRAM, bei externem Speicher, welcher uber einen Speichercontroller angebunden wird, meist um langsameren, aber gunstigeren DRAM oder um Flash.

Welche weiteren Peripherieeinheiten integriert werden, hangt sehr stark von der eigentlichen Anwendung, aber naturlich auch von vielen weiteren Faktoren wie den beim Prozessortyp erwahnten Kriterien ab. Diese Peripherieblocke hangen meist nicht direkt am Systembus, sondern uber eine sogenannte Bridge an einem separaten Peripheriebus. Dieser ist meist deutlich langsamer getaktet, genugt jedoch den Anforderungen der meisten Peripherie. Somit wird in erster Linie neben einigen anderen positiven Effekten die kapazitive Belastung des Systembusses gesenkt, und dieser kann somit schneller getaktet werden, was naturlich nur so lange hilft, bis die CPU tatsachlich auf eine Peripherieeinheit warten muss; dann sind im Normalfall beide Busse belegt, ohne etwas zu ubertragen. Zusatzlich erleichtert ein Peripheriebus die Entwicklung einfacherer Komponenten, da die Integration dieses Bustyps im Gegensatz zum Systembus in der Regel deutlich leichter fallt und durch seine oft kleinere Bitbreite und langsamere Taktung deutlich geringere Anforderungen stellt.

Je nach Art und Anzahl der Peripherieblocke sowie Einsatzzweck des SoC enthalt dieses manchmal einen dedizierten Interrupt Controller. Bei einfachen, kleineren oder besonders gunstigen Systemen wird aber oft auf einen solchen Controller verzichtet, hier muss dann die Software die Interruptquelle ermitteln. Fortschrittliche Interrupt Controller bieten nicht nur viele Kanale um die Zuordnung der Interrupts zu ubernehmen, sondern bieten auch Kanale mit unterschiedlichen Interrupt-Prioritaten an. Dies ist wichtig, wenn in Teilen des Systems Echtzeitanforderungen gestellt werden, die mit Interrupts nicht einfach bzw. manchmal uberhaupt nicht zu losen sind, da Interrupts nicht vorhersehbar sind. Dieses Problem kann oft durch eine intelligente Priorisierung gelost werden.

Oft sind weit mehr Peripherie-Module vorhanden, als in einer bestimmten Anwendung genutzt werden. Von den ausseren Anschlussen bleiben weniger ungenutzt, da diese oft programmierbar verschiedenen Modulen zugeordnet werden konnen. Teilweise kann einzelnen Modulen der Takt und Gruppen von Modulen sogar die Spannung abgeschaltet werden, um die Leistungsaufnahme zu senken.

AllWinner-A33-SoC mit Mali-400MP2-GPU

Viele SoCs enthalten auch einen Grafikprozessor, der ein oder mehrere Displays ansteuert. Hierfur ist in einem PC sonst eine separate Grafikkarte oder ein im Chipsatz integrierter Grafikkern (GPU) zustandig (sogenannte Hardwarebeschleunigung). Wegen der immer weiter fortschreitenden Integration fertigen seit einigen Jahren grosse CPU-Hersteller wie AMD/ATI,[2] Intel und VIA/Nvidia, CPUs mit integrierten GPUs. Manche eingebetteten Systeme stellen hohe Anforderungen an die Grafikausgabe (Spielekonsolen, Blu-Ray/DVD-Player, bildgebende Gerate der Medizintechnik oder des Militars), in anderen Fallen reichen oft LCDs oder einige Leuchtdioden zur Statusausgabe aus. Je nach Anwendung kann auch ganz auf eine grafische Ausgabe verzichtet werden.

Besonders erschwert wird die Realisierung der Grafikfahigkeit oft durch besonders rigide Vorgaben bei maximaler Leistung, der maximalen Chipflache oder auch durch einen extremen Preisdruck, sofern es sich um Massenware handelt.

Ebenso anzutreffen sind in vielen SoCs spezielle Audiokerne. Diese werden beispielsweise in Mobiltelefonen, MP3-, DVD-Playern und ahnlichen Multimediageraten benotigt. Hierbei kommen je nach Anforderung, Stuckzahl, finanziellen Moglichkeiten, Platzbeschrankungen usw. oft aber auch externe Hardware-Audio-Codecs zum Einsatz, welche dann nur uber einen relativ kleinen IP-Block an den SoC-internen Bus angebunden sind. Sofern keine besonders hohen Anforderungen an die Audioqualitat gestellt werden, kann beispielsweise ein AC'97-Codec zum Einsatz kommen. Kosten konnen mit solchen externen Komponenten aber nur bei kleinen Stuckzahlen gespart werden, da sich hier die Entwicklungskosten fur eine integrierte oder gar selbst entwickelte Losung oft uberproportional auswirken.

SoCs kommunizieren typischerweise viel starker mit ihrer technischen Umgebung als mit einem Bediener. Hierzu werden je nach Anforderung diverse Schnittstellen implementiert. Dies geschieht oftmals durch Einbinden fertiger IP-Blocke, welche je nach Geschwindigkeit- und Latenzanforderung mit dem internen System- oder Peripheriebus verbunden werden.

Zum Bediener hin kommt neben den bereits angesprochenen Audio- und Grafikschnittstellen hauptsachlich ein Tastaturcontroller (z. B. fur Matrix-Tastaturen, serielle Tastaturen oder Touchpads) oder eine USB-Schnittstelle fur entsprechende Gerate in Frage. Zur Kommunikation mit anderen Systemen kommen hauptsachlich Serielle Schnittstellen wie z. B. USB, RS232, CAN-Bus, LIN-Bus, MOST-Bus, ARINC 429 und Ethernet in Frage. Hierbei wird manchmal nur der MAC-Layer im SoC integriert, manchmal aber auch der PHY. Eine weitere Moglichkeit sind parallele Schnittstellen wie z. B. Centronics, Port-IO, IDE/CF usw.

System-on-a-programmable-Chip

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Ab 2012: Altera Cyclone V SoC
Ab 2013: Stratix 10 SX SoC

In zunehmender Zahl werden SoCs auf programmierbaren Chips implementiert, sogenannten System-on-a-programmable-Chips. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus FPGA-Logik und weiterer Peripherie sowie CPUs. Hierbei kommen als Prozessor sowohl sogenannte HardCores (im Silizium vorhandene CPU-Kerne parallel zur programmierbaren FPGA-Logik) als auch SoftCores (in den FPGA-Quellcode eingefugte, synthetisierbare CPU-Makros) zum Einsatz. Als HardCore gibt es beispielsweise PowerPC- oder ARM-Kerne, als SoftCores meist herstellerspezifische Prozessoren wie den MicroBlaze von Xilinx oder den NIOS II von Intel (vormals Altera). Es existieren aber auch plattformunabhangige synthetisierbare Kerne von ARM, Lattice und anderen, welche entweder kommerziell als IP-Core vertrieben werden oder als Open Source zur Verfugung stehen. Auf diese Weise konnen die benotigten Funktionen eines Systems optimal auf die angebotenen Ressourcen verteilt werden.

Nicht zu verwechseln ist dies mit Losungen wie den PSoCs von Cypress oder anderen Firmen, bei welchen nur ein klassischer Mikrocontroller programmierbar ist, nicht jedoch dessen ALU und das ganze System mit Bussen, Speicher und weiterer Peripherie.

Die ublichen Komponenten eines SoCs sind:

Am Markt finden sich zahlreiche Angebote fur System-on-a-Chip-Halbleiter. Wichtige Anbieter hierfur sind: (alphabetisch sortiert, nicht nach Grosse)

  • Bashir M. Al-Hashimi: System-on-Chip: Next Generation Electronics. Institution of Engineering and Technology, 2006, ISBN 0-86341-552-0.
  • F. Kesel und R. Bartholoma: Entwurf von digitalen Schaltungen und Systemen mit HDLs und FPGAs. Oldenbourg, 2006, ISBN 3-486-57556-2. - Erklart den Entwurf digitaler Schaltungen und SoCs auf FPGA-Basis - VHDL-Beispiel ist ein kleiner Mikrocontroller. Ausblick zu SystemC enthalten (Hinweis: Ist kein VHDL-Einsteiger-Lehrbuch!)
  • Steve Furber: ARM Rechnerarchitekturen fur System-on-Chip-Design. Mitp-Verlag, 2002, ISBN 3-8266-0854-2.

Einzelnachweise

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  1. | Raspberry Pi Documentation - Processors. Abgerufen am 7. Juli 2023 (englisch).
  2. | AMD entwickelt integrierten CPU-GPU-Chip. In: heise.de
Konzepte

ASIC * SoC * FPGA (CLB) * CPLD * EPLD * PLA * PAL * GAL * PSoC * Reconfigurable Computing (Xputer) * Soft microprocessor * Circuit underutilization * High-level synthesis * Hardwarebeschleunigung

Programmiertechnik

Masken-programmiert * Antifuse * EPROM * E2PROM * Flash * SRAM

Programmiersprachen

Verilog (A, AMS) * VHDL (AMS, VITAL) * SystemVerilog (DPI) * SystemC * AHDL * Handel-C * PSL * UPF * PALASM * ABEL * CUPL * OpenVera * C to HDL * Flow to HDL * MyHDL * JHDL * ELLA

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