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Steven ,,Steve" Paul Jobs (* 24. Februar 1955 in San Francisco, Kalifornien;[1] + 5. Oktober 2011 in Palo Alto, Kalifornien[2][3]) war ein US-amerikanischer Unternehmer. Als Mitgrunder und langjahriger CEO von Apple Inc. gilt er als eine der bekanntesten Personlichkeiten der Computerindustrie.
Zusammen mit Steve Wozniak und Ron Wayne grundete er 1976 Apple und half, sowohl das Konzept des Heimcomputers als auch spater die Generation der Smartphones sowie Tabletcomputer popular zu machen. Zudem war er mit dem Macintosh ab 1984 massgeblich an der Einfuhrung von Personal Computern mit grafischer Benutzeroberflache beteiligt und entwickelte mit dem iTunes Store und dem Medienabspielgerat iPod in den fruhen 2000er Jahren wichtige Meilensteine fur den Markterfolg digitaler Musikdownloads. Jobs war daruber hinaus Geschaftsfuhrer und Hauptaktionar der Pixar Animation Studios und nach einer Fusion grosster Einzelaktionar der Walt Disney Company. Sein Vermogen wurde im Marz 2011 vom Wirtschaftsmagazin Forbes Magazine auf 8,3 Milliarden US-Dollar geschatzt.[4][5]
Leben
Kindheit und Studium
Steve Jobs wurde als Sohn des syrischen Politikstudenten Abdulfattah Jandali und der Amerikanerin Schweizer Abstammung Joanne Carole Schieble in San Francisco geboren.[6][7] Da weder die Eltern seiner leiblichen Mutter noch die Eltern des Vaters einer Ehe zugestimmt hatten und seine 23-jahrigen Eltern nicht fur den Unterhalt des Kindes sorgen konnten, gab Schieble ihren Sohn als Sozialwaise zur Adoption frei.[8] Schieble machte ihre Zustimmung zur Adoption davon abhangig, dass ihr Sohn bei Akademikern aufwachsen sollte. Zunachst lehnte ein Anwalt die Adoption kurz nach Jobs' Geburt ab, weil er und seine Frau sich eine Tochter wunschten.[8]
Steve Jobs wurde schliesslich kurz nach seiner Geburt von dem deutschstammigen Paul Reinhold Jobs (1922-1993), sein Grossvater Rudolf Carl Jobs war noch in Westpreussen geboren, und dessen armenischstammiger Frau Clara Jobs geb. Hagopian (1924-1986)[9] aus Mountain View, Kalifornien, adoptiert und erhielt von diesen schliesslich den Namen Steven Paul Jobs. Dem Ehepaar Jobs, beide keine Akademiker, rang Schieble das Versprechen ab, Jobs den Zugang zum College zu ermoglichen.[10] Dies erfuhr er erst rund 20 Jahre spater von seinen biologischen Eltern wie auch von seiner leiblichen Schwester, der Autorin Mona Simpson.[10][11] Schon in seiner Kindheit erwachte Steve Jobs' Interesse an der zu dieser Zeit im Wachstum befindlichen Elektronikindustrie. Im Silicon Valley, dem Santa Clara Valley, in dem auch Palo Alto lag, wohnte Jobs in unmittelbarer Nachbarschaft zu Ingenieuren von Firmen wie Hewlett-Packard und Intel.[12] Seine Eltern bemerkten fruh, dass Jobs schnell lernte. Schon bei der Einschulung in die Monta Loma Elementary konnte er lesen und langweilte sich in den ersten Jahren eher, als etwas zu lernen, bis sich eine Lehrerin seiner annahm und ihm ermoglichte, eine Klasse zu uberspringen.[13]
Im Jahre 1972 erreichte er den High-School-Abschluss an der Homestead High School in Cupertino, Kalifornien, und schrieb sich am Reed College in Portland ein. Das Studium brach Jobs schon nach dem ersten Semester ab, blieb jedoch noch langere Zeit am Campus und besuchte einzelne Vorlesungen.[14] In seiner Studienzeit probierte er LSD.[15] Einem Reporter berichtete er, LSD zu nehmen sei ,,eines der zwei oder drei wichtigsten Dinge, die er in seinem Leben getan habe".[16][17] Anfang 1974 arbeitete er einige Monate bei Atari und bereiste anschliessend Indien, wo er sich mit dem Hinduismus, dem Buddhismus und der Primartherapie (Urschreitherapie) beschaftigte.[18] Finanziert hatte die Reise ihm und seinem Freund Dan Kottke der Atari-Ingenieur Allan Alcorn mit der Auflage, uber Deutschland zu fliegen. Jobs half in Munchen dann dem dortigen Atari-Vertrieb, Erdungsprobleme amerikanischer 60-Hertz-Netzteile in Atari-Spielecomputern im deutschen 50-Hertz-Stromnetz zu beseitigen.[19]
Im Herbst 1974 war er zuruckgekehrt und nahm an Zusammenkunften des Homebrew Computer Clubs teil. Er arbeitete wieder bei Atari und beschaffte einen Auftrag fur das Spiel Breakout. Steve Wozniak, ein enger Freund, den er einige Jahre zuvor uber den gemeinsamen Freund Bill Fernandez kennengelernt hatte,[20] entwickelte das Spiel in vier Tagen. Jobs behauptete, dass er nur 700 Dollar bekommen habe, und gab Wozniak 350 Dollar, obwohl das Honorar 5000 Dollar betrug.[21][22]
In den 1970er Jahren ernahrte sich Steve Jobs nach der strengen Ernahrungsweise der Frutarier, wodurch nach eigenen Angaben auch der Name seines Unternehmens Apple entstand.[23]
Wahrend dieser Zeit entdeckte John T. Draper (alias Captain Crunch), dass man mit einer modifizierten Spielzeugpfeife, die sich in jeder Packung von Cap'n Crunch Fruhstucksflocken befand, den 2600-Hertz-Ton erzeugen konnte, der bei AT&T von den Vermittlungsstellen verwendet wurde, um die Abrechnung der Gesprachsgebuhren zu steuern. Wozniak baute daraufhin eine Blue Box, die diesen Ton erzeugen konnte. Er und Jobs begannen 1974, diese Kasten zu verkaufen, die es dem Besitzer ermoglichten, kostenlose Ferngesprache zu fuhren.
Apple
1976 grundeten Jobs und Wozniak zusammen mit Ronald Wayne die Apple Computer Company in Jobs' Garage in Los Altos, Kalifornien. Ihr erstes, mit dem Apfel mit Biss (Bite) beworbenes Produkt war der Apple I, der fur 666,66 US-Dollar verkauft wurde. Der Prototyp steckte in einem selbst gebauten Holzgehause.[11]
1977 wurde der Apple II eingefuhrt, der Apple zu einem wichtigen Akteur im Heimcomputermarkt machte. Im Dezember 1980 erfolgte die Umwandlung von Apple in eine Kapitalgesellschaft, und Apple prasentierte den Apple III, der jedoch kein vergleichbar grosser Erfolg wurde. 1983 warb Jobs den Pepsi-Manager John Sculley fur den Posten als Geschaftsfuhrer bei Apple an. Im selben Jahr brachte Apple den Apple Lisa auf den Markt.
In dieser Zeit machte sich Steve Jobs fur eine steuerlich begunstigte Einfuhrung von Personal Computern in Schulen stark. Der erste Artikel der New York Times, der Jobs erwahnt, handelt von diesem damals noch nicht durchsetzbaren Gesetzesvorhaben:
,,Der Hauptsponsor und Initiator dieses Vorstosses ist die Apple Computer Corporation, deren Vorsitzender, Steve Jobs, zum wiederholten Mal schwor, Computer in jede amerikanische Schule zu bringen."
1984 stellte Apple den Macintosh vor. Es war der erste kommerziell erfolgreiche Computer mit einer grafischen Benutzeroberflache (also Bildschirmsymbolen statt Kommandozeilen-Code) und der Computermaus als Standardeingabemedium. Die Entwicklung des ,,Macs" fing mit Jef Raskin und seinem Team an, die durch die Technik inspiriert wurden, die im Xerox-Forschungszentrum entwickelt, aber nicht kommerziell verwendet wurde. Der Erfolg des Macintosh brachte Apple dazu, den Apple II zugunsten der Macintosh-Produktlinie aufzugeben, die bis heute verfolgt wird.
Nach einem internen Machtkampf mit Sculley verliess Jobs 1985 das Unternehmen. Funf wichtige Angestellte folgten ihm.
NeXT
Fur Jobs begannen funf Jahre, die er spater als eine seiner kreativsten Phasen bezeichnete.[14]
1986 grundete er mit der Firma NeXT Inc. ein weiteres Computerunternehmen. Aus Sorge, dass er bei den geplanten NeXT-Rechnern Apple-Technik verwenden wurde, ging Sculley gegen Jobs vor Gericht. Der Vorwurf lautete: Bruch treuhanderischer Verantwortlichkeit (,,Breach of fiduciary responsibility") und ,,ruchlose" Anstiftung zum Abziehen von Apples Geschaftsgeheimnissen. Das Verfahren endete am 17. Januar 1986 mit einem Vergleich, in dem sich Jobs verpflichtete, Apple eine Zeit lang Einblicke in NeXT-Entwicklungen zu gestatten, indem er der Firma Prototypen zeigte, und bis zum 1. Juli 1987 keine eigenen Computer auf den Markt zu bringen.
Die NeXT-Workstation war den anderen Geraten am Markt technisch voraus, wurde jedoch ausserhalb wissenschaftlicher Anwendungen niemals popular. So entwickelte Tim Berners-Lee das World Wide Web am Schweizer CERN-Institut auf einer NeXT-Workstation. NeXT verwendete zukunftsweisende Techniken wie das objektorientierte Programmieren, Display PostScript und magneto-optische Laufwerke.
Um sich auf die Software-Entwicklung konzentrieren zu konnen, verkaufte Jobs nach sieben Jahren das Hardwaregeschaft im Februar 1993 an den vormaligen Investor Canon. Von den ursprunglich 530 Mitarbeitern blieben 200 bei NeXT und 100 wechselten zu Canon.[24]
Pixar
Parallel zur NeXT-Grundung investierte Jobs 1986 gemeinsam mit Edwin Catmull funf Millionen US-Dollar (ein Drittel des ursprunglichen Preises) plus weitere funf Millionen, um Pixar, ein in Emeryville, Kalifornien, ansassiges Computertrickfilm-Studio, von dessen Grunder George Lucas aus der Lucasfilm-Grafikabteilung herauszukaufen.
Mit Toy Story gelang dem Unternehmen 1995 ein erster Erfolg, und der Borsengang machte Jobs zum Milliardar. Als erster vollstandig computeranimierter Kinofilm wurde die Produktion mit dem Special Achievement Award (Oscar fur ,,besondere Leistungen") ausgezeichnet. Unter Jobs wurden die Pixar-Filme Findet Nemo und Die Unglaublichen - The Incredibles mit je einem Oscar in der seit 2002 bestehenden Kategorie ,,Bester animierter Spielfilm" ausgezeichnet.
Am 24. Januar 2006 gab der Medien- und Entertainment-Konzern Walt Disney Company nach US-Borsenschluss bekannt, dass er Pixar fur 7,4 Milliarden US-Dollar ubernehmen werde. Als Teil des Geschafts wurde Pixar-CEO Steve Jobs in den Verwaltungsrat (genau: Board of Directors) von Disney aufgenommen. Zudem wurde Jobs durch seinen Pixar-Anteil von etwa 50,1 % mit 6 % grosster Einzelaktionar bei Disney. Im Marz 2010 hielt Jobs 138 Millionen Disney-Aktien.[25]
Ruckkehr zu Apple
1996 kaufte Apple NeXT fur 402 Mio. US-Dollar. Jobs ubte seitdem eine Beratertatigkeit im Unternehmen aus. Im August 1997 wurde er Mitglied des Vorstandes und kurz darauf, nach der Entlassung von Gil Amelio im September des Jahres, vorubergehend Geschaftsfuhrer des Unternehmens. Noch im gleichen Jahr beendete Jobs viele Produkte und Forschungsprojekte sowie alle langjahrigen Wohltatigkeitsprogramme des Unternehmens. Er begrundete dies mit der Notwendigkeit, Kosten einzusparen, um die Rentabilitat des Unternehmens wiederherzustellen.[26]
Mit dem Kauf von NeXT wurde dessen Technik ubernommen und in die Apple-Produkte integriert; hauptsachlich handelte es sich dabei um NeXTStep, das schrittweise aktualisiert und schliesslich unter dem Namen ,,Mac OS X" zum neuen Betriebssystem der Macintosh-Rechner wurde. Auch das aktuelle 2012 in ,,OS X" und 2016 in ,,macOS" umbenannte Betriebssystem hat nicht nur oberflachliche Ahnlichkeiten zu NeXTStep wie zum Beispiel das Dock,[11] sondern verwendet dieselben Kerntechnologien, insbesondere FreeBSD, Objective-C und die Cocoa-API.
Unter Jobs' Fuhrung wurde 1998 der iMac eingefuhrt, der dem angeschlagenen Konzern half, in die Gewinnzone zuruckzukommen. Mit den tragbaren Musikabspielgeraten iPod im Jahr 2001, der Jukebox-Software iTunes, dem iTunes Store (bis 2006 iTunes Music Store) und dem iPhone (2007) schuf das Unternehmen einen neuen Markt fur ,,Digital-Lifestyle"-Produkte. An den Erfolg dieser Produkte knupfte das am 27. Januar 2010 durch Jobs prasentierte iPad an.
Jobs arbeitete bei Apple uber mehrere Jahre hinweg fur ein Jahresgehalt von einem US-Dollar und wurde damit in das Guinness-Buch der Rekorde als schlechtest bezahlter Geschaftsfuhrer aufgenommen. Nachdem Apple wieder zu einem gewinntrachtigen Unternehmen geworden war, entfernte das Unternehmen im Januar 2001 das ,,vorubergehend" aus Jobs' Titel des Geschaftsfuhrers. Zusatzlich zu seinem Gehalt erhielt Jobs allerdings einige exklusive Geschenke von der Geschaftsleitung; beispielsweise einen 35 Mio. US-Dollar teuren Jet im Jahr 1999, den er in der ungenutzten Zeit an Apple vermietete, sowie fast 30 Millionen Anteile der Apple-Aktien 2000-2002.[11] Im Marz 2010 hielt Jobs 5,426 Millionen Apple-Aktien.[25]
Im Januar 2011 ubergab Steve Jobs das Tagesgeschaft aus gesundheitlichen Grunden an Tim Cook.[27] Er blieb jedoch weiterhin CEO von Apple.[28] Am 24. August 2011 trat Steve Jobs endgultig als CEO von Apple zuruck.[29][30][31][32] Tim Cook wurde schliesslich offiziell zum dauerhaften Nachfolger berufen, nachdem er den Konzern bereits seit dem 17. Januar 2011 vertretungsweise gefuhrt hatte. Jobs selbst wurde zum Vorsitzenden des Verwaltungsrats gewahlt. Diese Position hatte er bis zu seinem Tod am 5. Oktober inne.
Privatleben
1972 begann Steve Jobs eine Beziehung mit der Journalistin Chrisann Brennan, der die 1978 geborene Tochter Lisa Brennan-Jobs entstammt.[33] 1996 veroffentlichte Mona Simpson, die leibliche Schwester von Steve Jobs, mit dem Buch A Regular Guy die Geschichte von Steve und Lisa.
1984 kaufte Steve Jobs das historische ,,Jackling House" in Woodside, Kalifornien, in dem er etwa zehn Jahre lebte. In diesen Jahren hatte er eine Beziehung mit der Folksangerin Joan Baez, die ebenfalls in Woodside wohnt.[11][34]
Am 18. Marz 1991 heiratete Jobs Laurene Powell. Das Paar hat drei Kinder, das jungste Kind aus dieser Ehe ist die Springreiterin Eve Jobs.[35]
Jobs interessierte sich schon als Student fur eine gesunde Ernahrungsstrategie. Nachhaltig pragten ihn die Ideen des deutschen Naturheilkundlers Arnold Ehret.[36][37] Seine Ernahrungsgewohnheiten haben sich im Laufe seines Lebens mehrfach geandert. Die langste Zeit seines Lebens war Jobs Veganer,[38] bekannte sich zeitweise aber auch zum Vegetarismus,[26] Frutarismus[23] und zum Pescetarismus.[39] Zugleich war er Buddhist.[39] Jobs bezeichnete sich als Fan von Bob Dylan und den Beatles; letztere waren das Vorbild fur sein Geschaftsmodell, wie er in der amerikanischen Dokumentationsserie 60 Minutes sagte:[40]
,,Das waren vier Typen, die gegenseitig ihre negativen Tendenzen in Schach hielten, sie balancierten sich gegenseitig aus, so dass das Gesamte viel mehr als die Summe der Einzelteile wurde. Grosse Dinge in der Geschaftswelt werden nicht von einer Person gemacht, sondern von einem Team."
Am 31. Juli 2004 unterzog sich Steve Jobs einer Operation, bei der ein Inselzell-Tumor der Bauchspeicheldruse entfernt wurde.[41] Wahrend seiner Abwesenheit vertrat ihn bei Apple COO Tim Cook.[11][42] Laut der von Steve Jobs autorisierten Biografie von Walter Isaacson verweigerte sich Jobs nach der Diagnose im Oktober 2003 monatelang einer Operation. Vielmehr griff er auf alternative Behandlungsversuche wie Fruchtsafte oder Akupunktur zuruck, deren Wirksamkeit nie wissenschaftlich bewiesen worden war. Spatere Behandlungen schlossen eine individualisierte Therapie auf Basis einer Genomanalyse von Tumor- und Korperzellen ein.[43] Jobs bereute seine Entscheidung, der evidenzbasierten Medizin zu misstrauen und damit die Behandlung seiner Krebserkrankung zu lange aufgeschoben zu haben - zum Zeitpunkt der Operation hatte der Krebs bereits gestreut.[44]
Im August 2008 wurde vom Nachrichtendienst Bloomberg versehentlich ein unvollstandiger Nachruf auf ihn veroffentlicht, der aber umgehend wieder geloscht wurde.[45] Anfang Januar 2009 ausserte sich Jobs in einem offenen Brief uber seinen Gesundheitszustand und seine damit verbundene Abwesenheit bei der Macworld. Dabei fuhrte er seinen Gewichtsverlust auf eine Hormonstorung zuruck.[46][47][48]
Spater, im Januar 2009, kundigte Jobs an, sich krankheitsbedingt bis Ende Juni 2009 aus dem Tagesgeschaft von Apple zuruckzuziehen.[49] Im Juni 2009 wurde bekannt, dass sich Steve Jobs im April einer Lebertransplantation im Methodist University Hospital in Memphis (Tennessee) unterzogen hatte.[50] Der Grund fur die Lebertransplantation wurde nicht bekannt, jedoch wurde angenommen, dass der Tumor Lebermetastasen gebildet hatte.[51][52] Zur Apple-Prasentation im Yerba Buena Center for the Arts in San Francisco kehrte Jobs am 9. September 2009 auf die Apple-Buhne zuruck.[53]
Im August 2011 wurde die erste von Steve Jobs genehmigte Biografie unter dem Titel Steve Jobs von Walter Isaacson im Verlag Simon & Schuster angekundigt.[54] Nach einer zuvor im Jahr 2005 erschienenen Biografie des Verlags John Wiley & Sons hatte Jobs den Verkauf aller Werke dieses Verlages in den Apple Stores verbieten lassen, da diese Biografie nicht von ihm autorisiert worden war.[55] In seinem Finanzbericht fur das Jahr 2010 erklarte der Verlag, dass es zu einer Einigung gekommen sei und die Bucher des Verlages fur das iPad zuganglich sein sollten.[56]
Am 5. Oktober 2011 starb Steve Jobs zu Hause im Kreise seiner Familie[57] an den Folgen seiner Krebserkrankung.[58] Am 7. Oktober wurde er auf dem konfessionslosen Friedhof Alta Mesa Memorial Park in Santa Clara, Kalifornien, beigesetzt. Tim Cook lud die Mitarbeiter des Unternehmens zu einer internen Gedenkveranstaltung am 19. Oktober 2011 ein.[59] Eine offentliche Trauerfeier des Unternehmens wurde ausgeschlossen.[60]
Beginnend mit seinem Todestag zeigte Apple auf der Startseite der Firmen-Homepage ein grossformatiges Portrat von Jobs in schwarzweiss auf ganzseitig weissem Hintergrund, neben dem nur Steve Jobs 1955-2011 stand.[61][62] Am 20. Oktober 2011 schaltete Apple eine spezielle Gedenkseite auf seiner Internetprasenz frei, auf der kontinuierlich Beileidsbekundungen veroffentlicht werden, die per E-Mail gesendet wurden.[63] Fur diese Erinnerungsseite apple.com/stevejobs haben bisher uber eine Million Menschen (Stand 2023) einen Beitrag verfasst.[64]
Ein Jahr nach dem Tod schaltete Apple ein Video uber Steve Jobs auf die Startseite der Internetprasenz.[65]
Zitate
"Design is not just what it looks like and feels like. Design is how it works."
,,Design ist nicht nur, wie es aussieht oder sich anfuhlt. Design ist, wie es funktioniert."
,,Ich hatte etwas uber eine Million Dollar, als ich 23 war, uber 10 Millionen mit 24 und mehr als 100 Millionen mit 25 und es war egal, weil ich es nicht furs Geld gemacht habe."
"Your work is going to fill a large part of your life, and the only way to be truly satisfied is to do what you believe is great work. And the only way to do great work is to love what you do. If you haven't found it yet, keep looking. Don't settle. As with all matters of the heart, you'll know when you find it."
,,Eure Arbeit wird einen grossen Teil eures Lebens ausmachen und der einzige Weg, wirklich zufrieden zu sein, ist etwas zu tun, das ihr fur grossartiges Schaffen haltet. Und der einzige Weg, Grossartiges zu leisten, ist, wenn ihr liebt, was ihr tut. Und falls ihr es noch nicht gefunden habt, haltet Ausschau. Gebt euch nicht zufrieden. Genau wie bei allen Herzensangelegenheiten werdet ihr merken, wenn ihr es gefunden habt."
"A lot of times people think they're crazy. But in that craziness we see genius. And those are the people we're making tools for."
,,Viele Leute denken, dass sie verruckt sind. Aber in dieser Verrucktheit sehen wir das Genie. Und fur diese Menschen machen wir Werkzeuge."
Filme
- Die fruhen Jahre des Unternehmens Apple und Steve Jobs werden in dem Spielfilm Die Silicon Valley Story (1999) nachgestellt. Der Film beruht auf dem Buch Fire in the Valley: The Making of the Personal Computer von Paul Freiberger und Michael Swaine ISBN 0-07-135895-1, er ist allerdings keine Dokumentation und enthalt teilweise auch fiktive Inhalte.
- In einem Film mit dem Titel Jobs, der im August 2013 in die US-amerikanischen Kinos kam, wird die Zeit zwischen 1971 und 2000 dargestellt; die Geschichte endet demnach noch vor der Einfuhrung des iPod im Jahr 2001. Vor allem die kreativen Anfangsjahre der Apple-Grundung, der Rauswurf aus dem Unternehmen sowie seine spatere Ruckkehr im Jahr 1997 werden thematisiert. Jobs wird in dem Spielfilm von Ashton Kutcher verkorpert.[70]
- Im April 2013 erschien im Internet der Film iSteve der Produktionsfirma Funny or Die. Darin spielt Justin Long Steve Jobs und Jorge Garcia ubernimmt die Rolle des Steve Wozniak.
- Am 12. November 2015 hatte der Spielfilm Steve Jobs unter der Regie von Danny Boyle nach einem Drehbuch von Aaron Sorkin in Deutschland Premiere, in den USA war sie funf Wochen zuvor angelaufen.[71] Die Hauptrolle ubernahm Michael Fassbender. Der Film ist keine konventionelle Biografie, sondern portratiert Jobs in Auseinandersetzung mit wichtigen Personen in seinem Leben anlasslich dreier Produkteinfuhrungen in den Jahren 1984, 1988 und 1998.
Auszeichnungen
- 2000 wurde Jobs Mitglied der American Academy of Arts and Sciences.[72]
- 2011 wurde Jobs stellvertretend fur alle Mitwirkenden an der ,,Erfolgsgeschichte iPod" posthum mit dem Grammy fur seine Verdienste ausgezeichnet.[73] Den Preis nahm Eddy Cue, Senior Vice President of Internet Software and Services, bei der Verleihung der Grammy Awards am 12. Februar 2012 im Staples Center von Los Angeles stellvertretend entgegen.
- Im August 2013 verlieh Disney seinen Preis Disney Legends Award an Jobs, fur seine ,,wegweisende" Arbeit bei Pixar. Den Preis nahm John Lasseter fur den verstorbenen Jobs an.[74]
- 2022: Presidential Medal of Freedom
Sonstiges
Jobs gab dem 1988 erschienenen Softwarepaket Mathematica diesen Namen.[75][76]
Anlasslich des ersten Todestags von Steve Jobs entstand eine Wachsfigur, die in Madame Tussauds Hong Kong ausgestellt wird. Jobs ist darauf in seiner charakteristischen Kleidung (Jeans, Pullover, Turnschuhe) zu sehen.[77]
Apple veroffentlichte am 5. Oktober 2012 eine Sonderstartseite mit einem Video uber Steve Jobs. Auf einer darauffolgenden Seite wurdigt Tim Cook, der neue Apple CEO, Steve Jobs als grossen Visionar.[78]
Am 12. September 2017 wurde anlasslich der Prasentation des iPhone X ein Monolog von Steve Jobs zu Beginn des Events in dem verdunkelten Steve Jobs Theater prasentiert.[79]
Die Oper The (R)evolution of Steve Jobs von Mason Bates (Musik) und Mark Campbell (Libretto) behandelt das Leben Steve Jobs'. Sie wurde am 22. Juli 2017 an der Santa Fe Opera uraufgefuhrt.[80]
Die deutsche Gesellschaft fur Informatik wurdigte Jobs durch ein Plakat der Reihe ,,Personlichkeiten der Informatik", in einer Reihe mit Alan Turing, Ada Lovelace und Konrad Zuse.[81]
Rezeption
Dokumentarfilm
- Steve Jobs: Billion Dollar Hippy. 2011. Von Laura Craig Gray und Tristan Quinn
Literatur
- Klaus Brinkbaumer, Thomas Schulz: Der Philosoph des 21. Jahrhunderts. In: Der Spiegel. Nr. 17, 2010.
- Alan Deutschman: Das unglaubliche Comeback des Steve Jobs: Wie er Apple zum zweiten Mal erfand. Campus Verlag, Frankfurt/New York 2001, ISBN 3-593-36781-5.
- Jessie Hartland: Steve Jobs. Das wahnsinnig geniale Leben des iPhone-Erfinders. Eine Comic-Biographie. S. Fischer, Frankfurt am Main 2016, ISBN 978-3-7373-4027-4.
- Walter Isaacson: Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Grunders. Aus dem Englischen ubertragen von Antoinette Gittinger, Oliver Grasmuck, Dagmar Mallet, Elfi Martin, Andrea Stumpf und Gabriele Werbeck. 1. Auflage. C. Bertelsmann Verlag, Munchen 2011, ISBN 978-3-570-10124-7.
- Carsten Knop: Big Apple. Das Vermachtnis des Steve Jobs. Frankfurter Allgemeine Buch, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-89981-271-8.
- Brent Schlender, Rick Tetzeli: Becoming Steve Jobs: The Evolution of a Reckless Upstart into a Visionary Leader. 1. Auflage. Crown Business, New York 2015, ISBN 978-0-385-34740-2.
- Daniel Smith: How to think like Steve Jobs. Des Apfels Kern: Was jeder von ihm lernen kann. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2014, ISBN 978-3-86265-103-0 (Die englische Originalausgabe erschien 2013).
- Jeffrey S. Young, William L. Simon: Steve Jobs und die Geschichte eines aussergewohnlichen Unternehmens. (Deutsche Ubersetzung von: iCon Steve Jobs). Scherz, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-502-15052-4.
- Lisa Brennan-Jobs: Beifang - Eine Kindheit wie ein Roman. (Aus dem Englischen ubertragen von Bettina Abarbanell). Berlin-Verlag, Munchen 2018, ISBN 978-3-8270-1364-4.
Weblinks
- Steve Jobs bei IMDb
- Literatur von und uber Steve Jobs im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Steve Jobs in der Notable Names Database (englisch)
- Daniel Eran Dilger: Steve Jobs: a lifetime of visionary disruption in advancing technology. (Memento vom 8. Juli 2025 im Internet Archive) In: Appleinsider, 5. Oktober 2011 (englisch).
- Ein verspateter Hippie: Kritischer Nachruf auf Steve Jobs (taz vom 6. Oktober 2011).
- Ariane Hoffmann: 24.02.1955 - Der Geburtstag von Steve Jobs. WDR ZeitZeichen vom 24. Februar 2015 (Podcast, 14:49 min).
Einzelnachweise
- | Walter Isaacson: Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Grunders. 1. Auflage. Bertelsmann, Munchen 2011, ISBN 978-3-570-10124-7, S. 19.
- | Newsroom - Statement von Apples Aufsichtsrat. In: Apple Inc. 5. Oktober 2011, abgerufen am 18. September 2018.
- | In Gedenken an Steve Jobs. In: Apple Inc. Abgerufen am 18. September 2018.
- | Dorie Clark: Steve Jobs. In: Forbes. Abgerufen am 6. August 2025.
- | Patrick Edem Agama: eStock Analysis Blog: Analyzing the Wealth of Steve Jobs from US$1500 to US$8.3 billion. In: estockanalysisblog.com. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfugbar) am 4. Marz 2016; abgerufen am 6. August 2025 (englisch).
- | Kamal Kubaissy: The life and times of Steve Jobs' Syrian father. al-Arabiya, 9. Oktober 2011, archiviert vom Original (nicht mehr online verfugbar) am 16. Juli 2012; abgerufen am 6. August 2025 (englisch).
- | The Guardian: The non-stop revolutionary 29. Januar 2006, abgerufen am 1. November 2011.
- | a b Isaacson: Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Grunders. 2011, S. 21. Jobs' Eltern waren zu dieser Zeit noch nicht verheiratet, die Hochzeit fand erst im Dezember 1955 statt; 1962 wurde die Ehe annulliert, vgl. ebd. S. 22.
- | Walter Isaacson: Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Grunders. 2011, S. 1.
- | a b Isaacson: Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Grunders. 2011, S. 22.
- | a b c d e f Jeffrey S. Young, William L. Simon: Steve Jobs und die Geschichte eines aussergewohnlichen Unternehmens. 1. Auflage. Scherz, 2006, ISBN 978-3-502-15052-7 (englisch: iCon. Steve Jobs. The Greatest Second Act in the History of Business. Ubersetzt von Charlotte Lyne).
- | Isaacson: Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Grunders. 2011, S. 28f.
- | Isaacson: Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Grunders. 2011, S. 31f.
- | a b Steve Jobs' Stanford Commencement Speech 2005 (auf YouTube, abgerufen am 19. April 2015).
- | <
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jobs, Steve |
| ALTERNATIVNAMEN | Jobs, Steven Paul (vollstandiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Unternehmer, Mitbegrunder von Apple Computer |
| GEBURTSDATUM | 24. Februar 1955 |
| GEBURTSORT | San Francisco, Kalifornien |
| STERBEDATUM | 5. Oktober 2011 |
| STERBEORT | Palo Alto, Kalifornien |
- Steve Jobs
- Unternehmer (Informationstechnik)
- NeXT
- Person (Apple)
- Unternehmer (20. Jahrhundert)
- Unternehmer (Vereinigte Staaten)
- Unternehmer (21. Jahrhundert)
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- Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
- Trager der Presidential Medal of Freedom
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