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MBDB

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Strukturformel
Strukturformel ohne definierte Stereochemie
Allgemeines
Name MBDB
Andere Namen
  • MBDB
  • (RS)-N-Methyl-1-(1,3-benzo-dioxol-5-yl)-2-butylamin
Summenformel C12H17NO2
Kurzbeschreibung

weisse Kristalle[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 135795-90-3
ECHA-InfoCard 100.229.798
PubChem 124844
Wikidata Q416405
Eigenschaften
Molare Masse 207,3 g*mol-1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

156 degC[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfugbar[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 degC, 1000 hPa).

MBDB ist das Kurzel der chemischen Substanz 2-Methylamino-1-(3,4-methylendioxyphenyl)butan. MBDB ist ein Homologon des MDMA (Ecstasy) und strukturell ein Amphetamin (1-Phenylpropan-2-amin).

MBDB wurde von David Nichols und Alexander Shulgin synthetisiert und von letzterem auf seine Psychoaktivitat hin untersucht. Shulgin bezeichnete es seiner privaten, informellen Nomenklatur nach Methyl-J. Ein moglicher Syntheseweg ist in PiHKAL[1] beschrieben. Dort wird das entsprechende Arylbutylketon reduktiv aminiert. Dabei entsteht ein Racemat, also ein 1:1-Gemisch von (R)- und (S)-N-Methyl-1-(1,3-benzo-dioxol-5-yl)-2-butylamin.

  • (R)-N-Methyl-1-(1,3-benzo-dioxol-5-yl)-2-butylamin
  • (S)-N-Methyl-1-(1,3-benzo-dioxol-5-yl)-2-butylamin

Pharmakologische Eigenschaften

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Pharmakokinetik

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Die wirksame Dosis liegt im Bereich von 180-210 mg, die Wirkdauer liegt bei 4-6 Stunden, die Wirkung setzt recht schnell nach 20-40 Minuten ein.[1]

MBDB erhoht die Serotoninkonzentration im synaptischen Spalt. Die genauen Wirkmechanismen sind bis heute nicht geklart. Durch die Wirkung entstehen euphorische Zustande mit gesteigerter Empathie. Daher wurde MBDB auch bei psycholytischen Psychotherapie-Sitzungen eingesetzt. Der Einsatz ist mittlerweile verboten. Die empathogene Wirkung ist nicht so stark ausgepragt wie bei MDMA.

Wie viele andere psychoaktive Substanzen birgt auch MBDB die Gefahr der Auslosung einer latenten Psychose. Als korperliche Effekte stellt sich eine Steigerung von Herzfrequenz und Blutdruck ein. Hinzu kommen Appetitlosigkeit und erhohte Schweissproduktion. Die Pupillen erweitern sich (Mydriasis), ebenfalls kann es zu einer Kieferklemme (Trismus) oder Zahneknirschen (Bruxismus) kommen. Als besonders gefahrlich wird die Dehydratation des Korpers eingestuft.

Uber die Neurotoxizitat von MBDB liegen keine ausreichenden Erkenntnisse vor. Das Abhangigkeitspotenzial wird als mittel eingestuft.

Gegenmittel bei Uberdosierung

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Bei Uberdosierung kann eine Detoxifikation mit Aktivkohle versucht werden. Liegt eine Kreislaufdysregulation vor, so sind Alphablocker und Calciumantagonisten zu verabreichen. Bei Hyperthermie sollte eine physikalische Kuhlung vorgenommen werden.

Betaubungsmittelrechtliche Regelungen

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Seit 1995 ist MBDB in Deutschland klassifiziert in Anlage I, BtMG als Betaubungsmittel und somit weder verkehrs- noch verschreibungsfahig. Die Bedeutung als Droge ist jedoch, genauso wie bei BDB, nur gering.

Weiterfuhrende Literatur

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Einzelnachweise

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  1. | a b c d PIHKAL #128
  2. | Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefahrlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlassliche und zitierfahige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient weder der Selbstdiagnose noch wird dadurch eine Diagnose durch einen Arzt ersetzt. Bitte hierzu den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!