Haiku Funeral
| Haiku Funeral | |
|---|---|
| Allgemeine Informationen | |
| Herkunft | Marseille, Frankreich |
| Genre(s) | Dark Ambient |
| Aktive Jahre | |
| Grundung | 2008 |
| Auflosung | |
| Website | www.haikufuneral.com |
| Aktuelle Besetzung | |
Programmierung, Keyboard, Gesang |
Dimitar Dimitrov |
Bass, Gesang |
William Kopecky |
| Ehemalige Mitglieder | |
Schlagzeug |
David Lillkvist |
Haiku Funeral ist eine 2008 gegrundete Dark-Ambient-Band.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Offiziell wurden Haiku Funeral in der Nacht Halloween 2008 in einem Aufnahmestudio in Marseille gegrundet.[1] Das Projekt wurde durch den Bulgaren Dimitar Dimitrov und den Amerikaner William Kopecky initiiert. Beide Musiker waren zuvor in unterschiedlichen Musikprojekten aktiv. Dimitrov vornehmlich in Black-Metal-Bands wie Corpus Diavolis und Unhealthy Dreams, Kopecky hingegen in Gruppen des Progressive Rock wie Far Corner und Kopecky.[2] Kopecky erlautert den angegebenen Grundungstermin als erste Aufnahmesession des Duos. Das Projekt entstand ihm zufolge, nachdem er nach Marseille umgezogen war und sich auf eine Anzeige hin einer Band, mit welcher Dimitrov aktiv war, als Bassist anbot. Nach ersten gemeinsamen Proben beschlossen beide, anstelle der Band ein gemeinsames Projekt zu gestalten.[3]
Die ersten Aufnahmen wurden im August 2009 unter dem Titel Assassination in the Hashish Cathedral uber Hikikomori Records als CD-R veroffentlicht. Darauf folgend erschienen zwei weitere Veroffentlichungen als CD-R. Die EP Hell 2010 uber Witte Dood Records und das Album If God Is a Drug im gleichen Jahr erneut uber Hikikomori Records.[4] Im Oktober 2012 veroffentlichte Aesthetic Death Records das erstmals professionell produzierte Album Nightmare Painting.[5] Nightmare Painting wurde in den Besprechungen unterschiedlicher Metal-Webzines uberwiegend schlecht bewertet,[6][7] vereinzelt wurde das Album hoch gelobt.[8] Grossere Magazine besprachen die Veroffentlichung nicht. Das auf Nightmare Painting folgende Hallucinations erschien im Mai 2016 erneut uber Aesthetic Death. Zu den Aufnahmen wurde Haiku Funeral um den Schlagzeuger David Lillkvist erganzt. Hallucinations wurde ebenso wie das Vorgangeralbum vornehmlich schlecht beurteilt,[9][10][11] positiv wurde das Album nur vereinzelt besprochen.[12][13]
Mit Decadent Luminosity erschien Ende Oktober 2018 ein weiteres Studioalbum via Aesthetic Death. Dimitrov ubernahm die Aufnahmeleitung und Produktion des zwischen 2012 und 2018 entstandenen Albums selbst. Greg Chandler von Esoteric masterte die Aufnahmen die nebst Dimitrov und Kopecky eine Fulle Gastmusiker und -sanger beinhalteten.[14] Entgegen den vorausgegangenen Veroffentlichungen wurde Decadent Luminosity vermehrt positiv besprochen.[15][16][17]
Im Jahr 2021 folgte mit Drown Their Moons in Blood ein weiteres Album uber Aesthetic Death Records. Auch dies wurde als ,,sehr aussergewohnliches Werk" gelobt. Das Ergebnis sei ,,eine dustere musikalische Reise [...], die den ein oder anderen definitiv begeistern wird."[18]
Stil
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Musik von Haiku Funeral wird als Post-Industrial, insbesondere Dark Ambient, mit Einflussen aus Death Doom und Black Metal umschrieben. Kopecky beschreibt die Musik als Fusion von dunklem psychedelischem Doom mit experimentellem Black Metal. Die Musik variiere zwischen ,,tiefem Ambient" und ,,groovig progressivem Industrial". Der auf Haiku Funeral haufig angewandte Terminus Doom betitelte weniger eine Zuordnung zu dem Musikgenre, als mehr eine dem Begriff und Genre entsprechend ,,apokalyptische Atmosphare". Die von Haiku Funeral gespielte Musik sei ,,kein wirklich etablierter Stil, sondern eher ein Soundtrack fur die surreale und alptraumhafte Poesie" der Gruppe.[3]
Das Label Aesthetic Death beschreibt die Musik als ,,kalten Ambient Industrial der auf experimentellen Dark Wave trifft, grosszugig mit Death Doom gewurzt ist und von der Paarung aus pulsierend virtuosem Bassspiel und heiser knurrenden bis wild verruckten Stimmen angetrieben wird."[5] In Rezensionen wird zumeist auf eine Vermengung von Industrial, Ambient und Electronica verwiesen.[12][6] Die Band spiele ,,dustere und verstorende Musik, die mit morbider Poesie kombiniert wird." Dabei variiere ,,die Erzahlstimme" in den Veroffentlichungen. Auf Nightmare Painting sei die Stimme ,,weitgehend unverzerrt, oftmals gar flusternd" auf Hallucinations hingegen ,,stets verzerrt."[12]
Diskografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2009: Assassination in the Hashish Cathedral (Album, Hikikomori Records)
- 2010: Hell (EP, Witte Dood Records)
- 2010: If God Is a Drug (Album, Hikikomori Records)
- 2012: Nightmare Painting (Album, Aesthetic Death Records)
- 2016: Hallucinations (Album, Aesthetic Death Records)
- 2018: Decadent Luminosity (Album, Aesthetic Death Records)
- 2021: Drown Their Moons in Blood (Album, Aesthetic Death Records)
- 2024: Serpentine Sorcery (Kollaboration mit Horthodox, Aesthetic Death Records)
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- | Haiku Funeral: Haiku Funeral. Bandcamp, abgerufen am 25. September 2017.
- | Artists. Hikikomori, abgerufen am 25. September 2017.
- | a b Haiku Funeral: Quick Introduction Interview. doom-metal.com, archiviert vom Original (nicht mehr online verfugbar) am 10. Marz 2018; abgerufen am 25. September 2017.
- | Haiku Funeral. progarchives, abgerufen am 25. September 2017.
- | a b Haiku Funeral. Aesthetic Death, abgerufen am 25. September 2017.
- | a b Damnation: Haiku Funeral: Nightmare Painting. Powermetal, abgerufen am 25. September 2017.
- | Mladen: Haiku Funeral: Nightmare Painting. Maelstrom Zine, ehemals im Original (nicht mehr online verfugbar); abgerufen am 25. September 2017.@1@2Vorlage:Toter Link/www.maelstromzine.com (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
- | Pete Pardo: Haiku Funeral: Nightmare Painting. Sea Of Tranquility, abgerufen am 25. September 2017.
- | Stephan Rajchl: Haiku Funeral: Hallucinations. Metal1, abgerufen am 25. September 2017.
- | Bjorn Backes: Haiku Funeral: Hallucinations. Powermetal, abgerufen am 25. September 2017.
- | Conor O Dochartaigh: Haiku Funeral: Hallucinations. Metal Ireland, archiviert vom Original (nicht mehr online verfugbar) am 9. Juli 2017; abgerufen am 25. September 2017. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht gepruft. Bitte prufe Original- und Archivlink gemass Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.metalireland.com
- | a b c Kai: Haiku Funeral: Hallucinations. Fons-Immortalis, archiviert vom Original (nicht mehr online verfugbar) am 13. Dezember 2016; abgerufen am 25. September 2017. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht gepruft. Bitte prufe Original- und Archivlink gemass Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/fons-immortalis.com
- | Pete Pardo: Haiku Funeral: Hallucination. Sea Of Tranquility, abgerufen am 25. September 2017.
- | Haiku Funeral: Decadent Luminosity. bandcamp, abgerufen am 14. Januar 2019.
- | OccultBlackMetal: Haiku Funeral: Decadent Luminosity. darkdoomgrinddeath, abgerufen am 14. Januar 2019.
- | Koen: Haiku Funeral: Decadent Luminosity. merchants of air, abgerufen am 14. Januar 2019.
- | Ulf Backstrom: Haiku Funeral: Decadent Luminosity. permafrost today, abgerufen am 14. Januar 2019.
- | Kevin: Haiku Funeral: Drown Their Moons in Blood. Soundmagnet.eu, abgerufen am 5. Dezember 2021.