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Brigadegeneral

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Brigadegeneral ist ein militarischer Dienstgrad der deutschen Bundeswehr. Im osterreichischen Bundesheer, der Schweizer Armee und in weiteren Streitkraften wird der vergleichbare Dienstgrad als Brigadier bezeichnet.

Der Brigadegeneral (und auch die entsprechende, ahnlich- oder gleichlautende englische, franzosische und polnische Bezeichnung) ist ein General, der eine Brigade kommandiert. Da die Dienstgradabzeichen eines Brigadegenerals in vielen Streitkraften, darunter die Bundeswehr und die Streitkrafte der Vereinigten Staaten, einen Stern zeigen, wird der Brigadegeneral umgangssprachlich haufig auch als ,,Einsternegeneral"[A 1] bezeichnet.

Variante ,,Brigadier"

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Hauptartikel: Brigadier

Eine der Bezeichnung Brigadegeneral ahnliche Bezeichnung ist der Brigadier. Gemessen am NATO-Rangcode ist der Brigadier im Bundesheer und der Schweizer Armee aquivalent zum deutschen Brigadegeneral. In einigen anderen Streitkraften ist der Brigadier dagegen ein Dienstgrad, der unterhalb des gleich- oder ahnlichlautenden Dienstgrads deutschsprachiger Streitkrafte angesiedelt ist.

In der franzosischen Armee ist ein ,,Brigadier" hingegen ein Unteroffiziersdienstgrad.

Brigadegeneral

Dienstgradabzeichen[1][A 2]
Dienstgradgruppe Generale[2]
NATO-Rangcode OF-6[3]
Dienstgrad Heer/Luftwaffe Brigadegeneral
Dienstgrad Marine Flottillenadmiral[4]
Abkurzung (in Listen) BrigGen (BG)[5]
Besoldungsgruppe B 6 nach BBesO[6]

Der Dienstgrad Brigadegeneral wird durch den Bundesprasidenten mit der Anordnung des Bundesprasidenten uber die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten[4] auf Grundlage des Soldatengesetzes[7] festgesetzt.

Befehlsbefugnis und Dienststellungen

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In der Bundeswehr ist der Brigadegeneral ein Offiziersdienstgrad,[4] der gemass der Zentralen Dienstvorschrift (ZDv) A-1420/24 ,,Dienstgrade und Dienstgradgruppen" zur Dienstgradgruppe der Generale zahlt. Aufgrund der Zugehorigkeit zur Dienstgradgruppe der Generale konnen Soldaten im Dienstgrad Brigadegeneral auf Grundlage des SS 4 (,,Vorgesetztenverhaltnis auf Grund des Dienstgrades") der Vorgesetztenverordnung innerhalb der dort gesetzten Grenzen Soldaten der Dienstgradgruppen Mannschaften, Unteroffizieren ohne und mit Portepee, Leutnanten, Hauptleuten und Stabsoffizieren Befehle erteilen.[8][9][8][10] Kommandeure einer Ausbildungseinrichtung, Brigadekommandeure, Kommandeure Divisionstruppen usw. sind als Einheitsfuhrer Disziplinarvorgesetzter der ihnen truppendienstlich unterstellten Soldaten gemass Wehrdisziplinarordnung.[11]

Die Brigadegenerale dienen wie die meisten Generale vorwiegend auf Stabsposten, seltener in der ,,kampfenden" Truppe als militarische Fuhrer. Typisch sind Verwendungen in leitenden Funktionen als Dezernatsleiter, Abteilungsleiter oder Referatsleiter in Kommandobehorden, Amtern oder im Ministerium. Dort sind sie fachlich abschliessend verantwortlich beispielsweise fur Personal- und Materialplanung, Strategieentwicklung oder Einsatzplanung.

Einige Brigadegenerale sind Kommandeure von Lehreinrichtungen (im Heer beispielsweise an einer Truppenschule oder Zentren). Brigadegenerale, meist gleichzeitig Kommandeure einer Lehreinrichtung, sind haufig fur die Ausbildung und Weiterentwicklung ihrer Truppengattung verantwortlich und bekleiden dazu die Dienststellung - nicht den Dienstgrad - General der Artillerie, General der Panzertruppen, General der Infanterie usw. Als Militarattache an besonders wichtigen deutschen Botschaften werden Brigadegenerale auch im diplomatischen Dienst eingesetzt - so regelmassig in den Vereinigten Staaten und Russland.

In den Korps dienen sie als Chef des Stabes oder Stellvertretender Chef des Stabes fur Operationen. Auf diesem Dienstposten unterstutzen sie unmittelbar den Befehlshaber des Korps bei der Fuhrung der Truppe. Einige Brigadegenerale werden in der Truppe auch als militarische Fuhrer von Grossverbanden eingesetzt. Typisch sind Verwendungen als Brigadekommandeur, stellvertretender Divisionskommandeur und Kommandeur Divisionstruppen.

Im Geoinformationsdienst der Bundeswehr ist grundsatzlich nur der Leiter des Geoinformationsdienstes und des Zentrums fur Geoinformationswesen der Bundeswehr Brigadegeneral; und damit in der Laufbahn des Geoinformationsdienstes der Bundeswehr der Spitzendienstgrad.

Ernennung, Besoldung und Altersgrenze

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Gesetzliche Grundlagen fur die Ernennung zum Brigadegeneral setzt die Soldatenlaufbahnverordnung (SLV) und erganzend die Zentrale Dienstvorschrift (ZDv) 20/7. Im Detail sind die Laufbahnen dort aber nur bis zum Dienstgrad Oberst reglementiert. Die Ernennung zum Brigadegeneral ist dagegen im Wesentlichen eine vom Dienstherrn aufgrund der Eignung und Leistung des Soldaten zu treffende Entscheidung, die kaum weiteren Voraussetzungen unterliegt. Zum Brigadegeneral werden in der Praxis ublicherweise nur Berufsoffiziere ernannt.[A 3] Nach der Soldatenlaufbahnverordnung gilt sinngemass, dass die Dienstgrade in der in der Anordnung des Bundesprasidenten beschriebenen Reihenfolge regelmassig durchlaufen werden sollten und eine Mindestdienstzeit im vorangehenden Dienstgrad von mindestens einem Jahr die Regel sein sollte;[A 4] in der Praxis waren Brigadegenerale zuvor mehrere Jahre Oberste. Vor Beforderung in die Dienstgradgruppe der Generale ist keine besondere Prufung abzulegen; in der Praxis haben die meisten Brigadegenerale jedoch den Lehrgang Generalstabs-/Admiralstabsdienst an der Fuhrungsakademie der Bundeswehr absolviert.[12][13][14][A 5]

Brigadegenerale werden nach der Bundesbesoldungsordnung (BBesO) mit B 6 besoldet.[6] Gemass Personalhaushalt des Einzelplanes 14 des Bundeshaushaltsplans 2014 sind 128 Planstellen fur die Soldaten der Besoldungsgruppe B 6 vorgesehen; davon entfallen 14 auf das Bundesministerium der Verteidigung und 114 auf die Streitkrafte (nachgeordneter militarischer Bereich).[15] Fur 2019 waren nach dem Bundeshaushaltsplan fur die Streitkrafte 113 (2018: 110) Planstellen vorgesehen.[16] Zusatzlich waren dem Bundesministerium ebenso wie 2018 21 Stellen zugesprochen.[17] 14 B6-Stellen (2018: 13) waren u. a. der Bundeswehrverwaltung, Universitat der Bundeswehr und Militarseelsorge zugeordnet.[18]

Als besondere Altersgrenze fur Brigadegenerale wurde die Vollendung des 62. Lebensjahres festgesetzt.[19][A 6]

Dienstgradabzeichen

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Heer
Luftwaffe
Uniformtragerbereich[A 7][1]

Das Dienstgradabzeichen fur Brigadegenerale zeigt goldenes Eichenlaub und einen goldenen Stern als Schulterabzeichen.[1][4] Die Unterlagen der Schulterklappen (bei Heeresuniformtragern entsprechend auch die Flachlitzen)[A 8] sind hochrot.[1]

In fruheren deutschen Streitkraften war der Dienstgrad Brigadegeneral nie gebrauchlich, denn er folgt einer anderen Terminologie als die ubrigen Generaldienstgrade. Das ,,deutsche" System in den Landstreitkraften war anders als das ,,franzosische" nicht an Truppenteile gebunden: Niedrigster Dienstgrad der war vielmehr meist der Generalmajor, als Nachfolgebezeichnung des Generalwachtmeisters, dem der Generalleutnant als Stellvertreter (Leutnant = lat. locus tenens = Stellvertreter) eines Generals folgte. Uber diesem rangierte der General (anfanglich eines Heerestruppenteils als ,,der Infanterie", ,,der Kavallerie" oder ,,der Artillerie", dann auch ,,der Luftwaffe") und uber diesem der Generaloberst. Das franzosische System folgt dem Truppenteil: General de Brigade, General de Division, General de corps d'armee und General d'armee. Der Dienstgrad Brigadegeneral wurde 1955/1956 in der Bundeswehr eingefuhrt. Ziel war eine Vereinheitlichung der Generaldienstgrade innerhalb der NATO. Analog wurden die fur fruhere Streitkrafte und die Anfangsjahre der Bundeswehr typischen Kampfgruppen in Brigaden umgegliedert. Heeresuniformtrager im Rang eines Brigadegenerals sind uberhaupt die einzigen Heeresuniformtrager, bei denen man den typischerweise unterstellten Truppenteil unmittelbar an der Dienstgradbezeichnung ablesen kann. Der Brigadegeneral war von 1951 bis 1976 auch eine Amtsbezeichnung des Bundesgrenzschutzes.

Aquivalente, nach- und ubergeordnete Dienstgrade

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Den Dienstgrad Brigadegeneral fuhren nur Heeres- und Luftwaffenuniformtrager. Marineuniformtrager (ausser Sanitatsoffiziere) derselben Rangstufe fuhren den Dienstgrad Flottillenadmiral. Die ranggleichen Sanitatsoffizierdienstgrade sind die nach Approbationsrichtung und Uniformtragerbereich unterschiedlich lautenden Dienstgrade Generalarzt, Generalapotheker bzw. Admiralarzt (erste zwei Dienstgradbezeichnungen fur Heeres- und Luftwaffenuniformtrager; letzte Dienstgradbezeichnung fur Marineuniformtrager).[4] In den Streitkraften der NATO ist der Brigadegeneral zu allen Dienstgraden mit dem NATO-Rangcode OF-6 aquivalent.[3]

Im Sinne der ZDv 14/5 und der Anordnung des Bundesprasidenten ist der Brigadegeneral uber dem rangniedrigeren Oberst bzw. Kapitan zur See und unter dem ranghoheren Generalmajor bzw. Konteradmiral eingeordnet (erste Dienstgradbezeichnung jeweils fur Heeres- und Luftwaffenuniformtrager; zweite Dienstgradbezeichnung fur Marineuniformtrager).[2][4][14] Die zum Oberst ranggleichen Sanitatsoffizierdienstgrade sind die nach Approbationsrichtung und Uniformtragerbereich unterschiedlich lautenden Dienstgrade Oberstarzt, Oberstapotheker und Oberstveterinar bzw. Flottenarzt und Flottenapotheker (ersten drei Dienstgradbezeichnungen fur Heeres- und Luftwaffenuniformtrager; letzten beiden Dienstgradbezeichnungen fur Marineuniformtrager).[4] Die zum Generalmajor ranggleichen Sanitatsoffizierdienstgrade sind die nach Approbation und Uniformtragerbereich unterschiedlich lautenden Dienstgrade Generalstabsarzt bzw. Admiralstabsarzt (erste Dienstgradbezeichnung fur Heeres- und Luftwaffenuniformtrager; letzte Dienstgradbezeichnung fur Marineuniformtrager).[4]

Offizierdienstgrad
Niedrigerer Dienstgrad[20] Hoherer Dienstgrad[20]
Oberst
Kapitan zur See
Oberstarzt
Oberstapotheker
Oberstveterinar
Flottenarzt
Flottenapotheker
Brigadegeneral
Flottillenadmiral
Generalarzt
Generalapotheker
Admiralarzt
Generalmajor
Konteradmiral
Generalstabsarzt
Admiralstabsarzt

Dienstgradgruppe: Mannschaften - Unteroffiziere o.P. - Unteroffiziere m.P. - Leutnante - Hauptleute - Stabsoffiziere - Generale

Brasilianische Armee

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  • General de brigada

Der Brigadegeneral (General de brigada) ist das Aquivalent zum Generalmajor (OF-7) in der Brasilianischen Armee. Dies ist in einigen lateinamerikanischen Landern wie Chile, Ecuador usw. ahnlich.

Franzosische Streitkrafte

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  • General de brigade

In den franzosischen Streitkraften ist das Aquivalent zum deutschen Brigadegeneral der General de brigade. Dieser niedrigste Generalsrang steht uber dem Colonel und unter dem General de division.

Verteidigungskrafte Osttimors

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  • Brigadeiro

In den Verteidigungskraften Osttimors (F-FDTL) hatte der militarische Oberbefehlshaber Taur Matan Ruak von der Grundung bis 2009 den Rang eines Brigadeiro. 2009 wurde er Major-general. Nach seinem Abschied 2011 wurde sein Nachfolger Lere Anan Timur zum Major-general befordert, wahrend der neue Stellvertreter Filomeno Paixao den Rang des Brigadeiros erhielt. 2018 wurden vier weitere Offiziere zu Brigadegeneralen befordert.

Polnische Streitkrafte

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In den polnischen Streitkraften ist der Brigadegeneral, polnisch General brygady (gen.bryg.) der niederrangigste Dienstgrad der Generale, zu dem ein Offizier in Friedenszeiten ernannt werden kann.

  • General brygady Mutzenband
  • General brygady
    (Heer)
  • General brygady (Luftwaffe)
Dienstgrad
niedriger:
Oberst
(pl: Pulkownik)


Brigadegeneral
(pl: General brygady)
hoher:
Divisionsgeneral
(pl: General dywizji)

Streitkrafte der Vereinigten Staaten

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Brigadier General

In der United States Army, der US Air Force und dem US Marine Corps ist der Brigadier General der mit dem deutschen vergleichbare und ahnlichlautende Dienstgrad. In der Hierarchie steht dieser uber dem Colonel und unter dem Major General. Die US-Soldstufe ist O-7. Der NATO-Rangcode ist OF-6. Ein Brigadier General fuhrt operativ eine Brigade mit sechs bis sieben Bataillonen und damit 3000-4000 Soldaten. Der Brigadier General wird auch als Stellvertreter eines ranghoheren Generals (zum Beispiel als stellvertretender Divisionskommandeur) eingesetzt. Seine Aufgabe sind dabei die Missionsvorbereitung und die Truppenaufteilung. Der Brigadier General ist der niedrigste der funf Generalsrange der Vereinigten Staaten.

Russische Streitkrafte

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In den russischen Streitkraften gab es nie eine gleich- oder ahnlichlautende Dienstgradbezeichnung. Vergleichbar mit dem deutschen Brigadegeneral ist gemass NATO-Rangcode vielmehr der General-Major (kyrillische Schrift: General-maior). Dieser dem deutschen Generalmajor etymologisch, phonetisch und historisch (vor 1955) ahnelnde Dienstgrad ist der niedrigste Rang der russischen Generalitat.

Turkische Streitkrafte

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In den turkischen Streitkraften, in den Teilstreitkraften Heer und Luftwaffe, wurde der gleiche Dienstgrad fruher als Mirliva und heute als Tuggeneral bezeichnet, abgeleitet von dem Begriff ,,tugay" fur eine turkische Brigade.

  1. | Grammatikalisch korrekt ware ,,Einsterngeneral". ,,Einsternegeneral" ist eine analog zu den hoherrangigen ,,Zweisternegeneral", ,,Dreisternegeneral", ,,Viersternegeneral" gebildete Bezeichnung.
  2. | Links: Dienstgradabzeichen auf der Schulterklappe der Jacke des Dienstanzuges fur Heeresuniformtrager. Rechts: Dienstgradabzeichen auf der Schulterklappe der Jacke des Dienstanzuges fur Luftwaffenuniformtrager.
  3. | Zum Brigadegeneral konnen im Grunde Soldaten auf Zeit, Berufssoldaten und Reservisten ernannt werden, wobei in der Praxis (zumal im Frieden) fast nur Berufsoffiziere zum Brigadegeneral befordert werden. Gegenbeispiele sind Friedrich August Freiherr von der Heydte und Adolf Wicht, die zum Brigadegeneral d. R. befordert wurden. Nach Aussagen von Gunter Kiessling sind ausserdem hochrangige Beamte des Bundesnachrichtendienstes, ehemalige Obersten i. G., zum Brigadegeneral d. R. befordert worden (vgl. Gunter Kiessling: Versaumter Widerspruch. Hase & Koehler, Mainz 1993, ISBN 3-7758-1294-6, S. 350. ) Generale a. D. sind im Ubrigen auch Reservisten. Sie werden aber ublicherweise nicht weiter befordert und leisten auch keine Wehrubungen. In der Praxis ist die Beforderung eines Reservisten zum Brigadegeneral (und deren Weiterbeforderung) zudem ausgeschlossen, weil keine entsprechende Planstellen ausgeplant wurden und daher keine im Sinne der Soldatenlaufbahnverordnung in Verbindung mit der ZDv 20/7 sinngemass (nicht formal) geforderte Beorderung erfolgen kann. Im Sinne der Soldatenlaufbahnverordnung ist ferner die Zugehorigkeit zur Laufbahngruppe der Offiziere naheliegend, obwohl auch dies nur implizit erschlossen werden kann, denn alle Generale werden im Sinne der Anordnung des Bundesprasidenten weiter zu den Offizieren gezahlt. Im Geltungsbereich der Soldatenlaufbahnverordnung sind Beforderungen der Offiziere nur innerhalb einer Laufbahn der Laufbahngruppe der Offiziere moglich. Auch wenn die Laufbahnen der Laufbahngruppe uber den Oberst hinausgehend in der Soldatenlaufbahnverordnung nicht naher beschrieben sind, erfolgt die Beforderung in einen Dienstgrad der Dienstgradgruppe der Generale sinngemass in Fortsetzung einer der Laufbahnen der Offiziere. Praktisch ausgeschlossen ist die Beforderung von Offizieren einer der Laufbahnen des militarfachlichen Dienstes oder des Militarmusikdienstes. Ihre Beforderung ist in der Praxis ausgeschlossen, da keine entsprechenden Planstellen ausgewiesen werden. Die Laufbahn im militarfachlichen Dienst endet in der Praxis und in der Beschreibung der Soldatenlaufbahnverordnung beim Stabshauptmann. Fur Militarmusikoffiziere ist aufgrund der begrenzten Planstellen hochstens der Dienstgrad Oberst zu erreichen.
  4. | Mindestdienstzeiten seit Ernennung zu einem vorangehenden Dienstgrad sind formal also keine Voraussetzungen. Theoretisch konnte der Dienstgrad Brigadegeneral auch von Obersten ,,ubersprungen" werden oder bereits kurz nach Ernennung zum Oberst erreicht werden; theoretisch moglich ist auch eine Einstellung mit dem Dienstgrad Brigadegeneral. Ein seltenes Beispiel fur einen dieser ,,Sonderfalle", das uneingeschrankt auf Heeres- und Luftwaffenuniformtrager und den Dienstgrad Brigadegeneral ubertragbar ware, ist Ulrich Weisser, der 1992 zunachst zum Flottillenadmiral ernannt wurde und noch im selben Jahr zum Vizeadmiral ernannt wurde. Weisser ubersprang den Dienstgrad Konteradmiral, vgl. Hans Ehlert: Ein Leben fur die Bundeswehr. Minensucher, Superhirn, graue Eminenz. In: faz.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Werner D'Inka, Berthold Kohler, Gunther Nonnenmacher, Holger Steltzner, 6. Mai 2011, abgerufen am 15. August 2014 (Erstausgabe in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 27. April 2011. Nr. 97 / Seite 8).
  5. | ZDv 20/7 auf Grundlage SS 44 der Soldatenlaufbahnverordnung (Verordnung uber die Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten (Soldatenlaufbahnverordnung - SLV). 19. Marz 2002, SS 44 (gesetze-im-internet.de [abgerufen am 25. Marz 2014] Neugefasst durch Bek. v. 19. August 2011 I 1813. Zuletzt geandert durch Art. 2 Abs. 5 G v. 8. April 2013 I 730). )
  6. | Die Altersgrenzen wurden mit dem Dienstrechtsneuordnungsgesetz 2009 neu bestimmt, vgl. insbes. Anderungen betreffend SS 45 SG und Ubergangsbestimmungen gem. SS 96 SG. Vgl. Gesetz zur Neuordnung und Modernisierung des Bundesdienstrechts (Dienstrechtsneuordnungsgesetz - DNeuG). In: Bundesanzeiger Verlag (Hrsg.): BGBl. Teil 1, G 5702. Band 2009, Nr. 7. Bonn 11. Februar 2009, S. 160-275. BGBl. 2009 I Nr. 7
  7. | Aus Platzgrunden verkurzte Bilduntertitel. Gemeint sind jeweils Heeresuniformtrager und Luftwaffenuniformtrager. Die neben der Aufschiebeschlaufe fur Heeresuniformtrager abgebildete hochrote Flachlitze ist bei Heeresuniformtragern stets das Kennzeichen fur die Zugehorigkeit zur Dienstgradgruppe der Generale. Neben den hier auf den Schulterklappen aufgeschoben abgebildeten Aufschiebeschlaufen fur die Feldbluse im funffarbigen Flecktarnmuster gibt es noch etliche weitere Dienstgradabzeichentypen, die im Artikel -,,Dienstgradabzeichen der Bundeswehr" ausfuhrlicher dargestellt werden.
  8. | Beachte zur vorschriftswidrigen Trageweise der Waffenfarbe die Anmerkungen im - Kapitel zur Waffenfarbe der Generale im Artikel ,,Waffenfarbe"
Wiktionary: Brigadegeneral - Bedeutungserklarungen, Wortherkunft, Synonyme, Ubersetzungen

Einzelnachweise

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  1. | a b c d Hartmut Bagger, Fuhrungsstab der Streitkrafte I 3, Bundesministerium der Verteidigung (Hrsg.): ZDv 37/10. Anzugordnung fur die Soldaten der Bundeswehr. Juli 1996. Neudruck von Oktober 2008. Bonn 16. Juli 2008, 4 Kennzeichnungen, S. 539 (Digitalisat (Memento vom 19. September 2014 im Internet Archive) [PDF; 3,5 MB] Neudruck Oktober 2008 ersetzt Erstausgabe von Juli 1996).
  2. | a b Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.): ZDv 14/5. Soldatengesetz. DSK AV110100174, Anderungsstand 17. Juli 2008. Bonn 21. August 1978, Dienstgradbezeichnungen in der Bundeswehr, S. B 185 (nicht zu verwechseln mit dem Gesetz uber die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz)).
  3. | a b Agreed English texts. STANAG 2116. NATO standardization agreement (STANAG). NATO codes for grades of military personnel. 5. Auflage. 1992 (Online NATO Rank Codes - 1992 [abgerufen am 25. Marz 2014] englisch, private Website).
  4. | a b c d e f g h Der Bundesprasident (Hrsg.): Anordnung des Bundesprasidenten uber die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten. BPrasUnifAnO. 14. Juli 1978 (PDF - Anordnung des Bundesprasidenten uber die Dienstgradbezeichnungen und die Uniform der Soldaten vom 14. Juli 1978 (BGBl. I S. 1067), die zuletzt durch Artikel 1 der Anordnung vom 31. Mai 1996 (BGBl. I S. 746) geandert worden ist).
  5. | Bundesminister der Verteidigung; Fuhrungsstab der Streitkrafte IV 1 (Hrsg.): Abkurzungen fur den Gebrauch in der Bundeswehr - Deutsche Abkurzungen - ZDv 64/10. Bonn 19. Januar 1979 (PDF - Stand 17. September 1999).
  6. | a b Anlage I (zu SS 20 Absatz 2 Satz 1) Bundesbesoldungsordnungen A und B. (gesetze-im-internet.de [abgerufen am 25. Marz 2014] Bundesbesoldungsordnungen (BBesO) gelten nur fur Berufs- sowie Soldaten auf Zeit und sind Anlage zum Bundesbesoldungsgesetz (BBesG)).
  7. | Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.): Gesetz uber die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz - SG). Bonn 19. Marz 1956, SS 4 Abs. 3 (2) - (gesetze-im-internet.de [PDF; abgerufen am 25. Marz 2014] Neugefasst durch Bek. v. 30. Mai 2005 I 1482. Zuletzt geandert durch Art. 1 G v. 8. April 2013 I 730).
  8. | a b Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.): ZDv 14/5. Soldatengesetz. DSK AV110100174, Anderungsstand 17. Juli 2008. Bonn 21. August 1978, Die Vorgesetztenverordnung, S. A 12 1 (Nicht zu verwechseln mit dem Verordnung uber die Regelung des militarischen Vorgesetztenverhaltnisses (Vorgesetztenverordnung - VorgV)).
  9. | Bundesminister fur Verteidigung (Hrsg.): Verordnung uber die Regelung des militarischen Vorgesetztenverhaltnisses (Vorgesetztenverordnung - VorgV). 4. Juni 1956, SS 4 (gesetze-im-internet.de [abgerufen am 25. Marz 2014] Zuletzt geandert durch Art. 1 Nr. 2 V v. 7. Oktober 1981 I 1129).
  10. | Bundesminister fur Verteidigung (Hrsg.): Verordnung uber die Regelung des militarischen Vorgesetztenverhaltnisses (Vorgesetztenverordnung - VorgV). 4. Juni 1956 (gesetze-im-internet.de [abgerufen am 25. Marz 2014] Zuletzt geandert durch Art. 1 Nr. 2 V v. 7. Oktober 1981 I 1129).
  11. | Wehrdisziplinarordnung (WDO). In: Gesetze im Internet. Bundesministerium der Justiz und fur Verbraucherschutz, 16. August 2001, abgerufen am 5. November 2014 (vom 16. August 2001 (BGBl. I S. 2093), die zuletzt durch Artikel 7 des Gesetzes vom 28. August 2013 (BGBl. I S. 3386) geandert worden ist).
  12. | Verordnung uber die Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten (Soldatenlaufbahnverordnung - SLV). 19. Marz 2002 (gesetze-im-internet.de [abgerufen am 25. Marz 2014] Neugefasst durch Bek. v. 19. August 2011 I 1813. Zuletzt geandert durch Art. 2 Abs. 5 G v. 8. April 2013 I 730).
  13. | Beachte auch: Anlage (zu SS 3). Zuordnung der Laufbahnen der Soldatinnen und Soldaten zu den Laufbahngruppen der Mannschaften, der Unteroffiziere und der Offiziere
  14. | a b Der Bundesminister der Verteidigung; Abteilung Personal-, Sozial- und Zentralangelegenheiten (Hrsg.): ZDv 20/7. Bestimmungen fur die Beforderung und fur die Einstellung, Ubernahme und Zulassung von Soldatinnen und Soldaten. Bonn 27. Marz 2002, Art. 635 (PDF (Memento vom 26. Oktober 2014 im Internet Archive) [abgerufen am 26. Marz 2014] DSK AP210100187, Neudruck Januar 2008).
  15. | Bundeshaushaltsplan 2014 - Einzelplan 14. (PDF) Bundesministerium der Verteidigung, S. 143, 147, archiviert vom Original (nicht mehr online verfugbar) am 21. Oktober 2014; abgerufen am 17. November 2014.
  16. | Bundeshaushaltsplan 2019. Einzelplan 14, Bundesministerium der Verteidigung, S. 140.
  17. | Bundeshaushaltsplan 2019. Einzelplan 14, Bundesministerium der Verteidigung, S. 146.
  18. | Bundeshaushaltsplan 2019. Einzelplan 14, Bundesministerium der Verteidigung, S. 150.
  19. | Bundesministerium der Justiz und fur Verbraucherschutz, juris GmbH (Hrsg.): Gesetz uber die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz - SG). Bonn 19. Marz 1956, SS 45 Abs. 2 (3) - (gesetze-im-internet.de [PDF; abgerufen am 10. November 2014] Neugefasst durch Bek. v. 30. Mai 2005 I 1482. Zuletzt geandert durch Art. 1 G v. 8. April 2013 I 730).
  20. | a b Die aquivalenten, ranghoheren und rangniedrigeren Dienstgrade sind im Sinne der ZDv 14/5 B 185 angegeben, vgl. Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.): ZDv 14/5. Soldatengesetz. DSK AV110100174, Anderungsstand 17. Juli 2008. Bonn 21. August 1978, Dienstgradbezeichnungen in der Bundeswehr, S. B 185 (Nicht zu verwechseln mit dem Gesetz uber die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz). Die in der Infobox dargestellte Reihenfolge der Dienstgrade entspricht nicht notwendigerweise einer der in der Soldatenlaufbahnverordnung vorgesehenen regelmassig durchlaufenen Dienstgradabfolgen und auch nicht notwendigerweise der in der Vorgesetztenverordnung beschriebenen Dienstgradhierarchie im Sinne eines Vorgesetztenverhaltnisses).
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