Numidien
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Numidien (Zentralatlas-Tamazight Tageldit n Numdiya; antike Bezeichnungen des Volkes griech. Nomades Nomades, lat. Numidae) ist eine historische Landschaft in Nordafrika, die weite Teile der heutigen Staaten Algerien und Tunesien umfasst.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Numidien wurde in der Antike von Berbervolkern bewohnt, die als Numider bezeichnet wurden. Die Numider waren als hervorragende leichte Kavallerie bekannt, die sehr schnell und beweglich war, vor allem weil die Reiter ausser einem Schild keine Rustung trugen und die Pferde ohne Sattel und Zaumzeug ritten.
Durch den Aufstieg von Karthago wurden die Numider von den Kustengebieten abgedrangt. Im Zweiten Punischen Krieg waren numidische Soldner wichtige Verbundete in Hannibals Heer, bis Numidien schliesslich zu Rom uberwechselte. Bedeutende Schlachten, in denen die numidischen Reiter in diesem Krieg kampften, schlossen die Schlacht von Cannae und die Schlacht von Zama ein. Erst am Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. kam es unter Gaia, dem Vater Massinissas, zur Bildung eines Konigreichs der Massylier in Numidien, welches das Gebiet zwischen dem Hinterland von Karthago und Cirta beherrschte. Im Westen entstand um diese Zeit ein zweites numidisches Konigreich, das bis zum Konigreich Mauretanien reichte. Die Grenze zur romischen Provinz Africa im Osten bildete eine von Scipio dem Jungeren festgesetzte Demarkationslinie, die Fossa regia. Nach dem Tod von Massinissas Sohn Micipsa 118 v. Chr. wurde das Reich von den Romern unter den Sohnen Adherbal und Hiempsal sowie Jugurtha geteilt. Dies fuhrte zu heftigen Machtkampfen und zu Kriegen mit der Romischen Republik (Jugurthinischer Krieg). Wahrend des 1. Jahrhunderts v. Chr. stand Numidien unter romischer Vorherrschaft.
Der letzte numidische Konig Juba I. (60-46 v. Chr.) griff auf der Seite von Pompeius in den Romischen Burgerkrieg ein, wurde aber von Gaius Iulius Caesar 46 v. Chr. in der Schlacht bei Thapsus besiegt und beging Selbstmord. Numidia wurde als Provinz in das Romische Reich eingegliedert. Die Numider wurden zu Hilfstruppen Roms und sind auch auf der Trajanssaule abgebildet.
435 geriet die numidische Kuste unter die Herrschaft der Vandalen, wahrend sich in den Bergregionen mehrere romisch-berberische Kleinstaaten bildeten (unter anderem das Reich des Masties im Aures). Nach der Ruckeroberung durch Byzanz 534-541 wurde die Provinz Numidia wiedererrichtet. Gegen Ende des 7. Jahrhunderts fiel das Gebiet an die muslimischen Araber.
Herrscher von Numidien
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Name | Regierungszeit |
|---|---|
| Identische Regierungszeiten weisen gemeinschaftliche Herrschaft aus. | |
| Massinissa | 202-149 v. Chr. |
| Micipsa | 148-118 v. Chr. |
| Gulussa | 148-vor 118 v. Chr. |
| Mastanabal | 148-145 v. Chr. |
| Adherbal | 118-112 v. Chr. |
| Hiempsal I. | 118-117 v. Chr. |
| Jugurtha | 118-104 v. Chr. |
| Gauda | 104-88 v. Chr. |
| Hiempsal II. | 88-60 v. Chr. |
| Juba I. | 60-46 v. Chr. |
| Romischer Senat | 46-30 v. Chr. |
| Juba II. | 25 v. Chr.-23 n. Chr. |
| Ptolemaios | 23-40 n. Chr. |
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ubersichtsdarstellungen
- Yves Moderan: Numidia. In: Reallexikon fur Antike und Christentum. Band 25, Hiersemann, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7772-1318-7, Sp. 1197-1233.
- Werner Huss: Numidae, Numidia. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 8, Metzler, Stuttgart 2000, ISBN 3-476-01478-9, Sp. 1056-1058.
- Friedrich Windberg: Numidia. In: Paulys Realencyclopadie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band XVII,2, Stuttgart 1937, Sp. 1343-1397 (Digitalisat; vgl. auch die Nachtrage).
Gesamtdarstellungen und Untersuchungen
- Stefan Ardeleanu: Numidia Romana? Die Auswirkungen der romischen Prasenz in Numidien (2. Jh. v. Chr.-1. Jh. n. Chr.) (= Archaologische Forschungen. Band 38). Reichert, Wiesbaden 2021, ISBN 978-3-95490-509-6, DOI:10.34780/52b5-c925 (Open Access).
- Andre Berthier: La Numidie -- Rome et le Maghreb. Picard, Paris 1981, ISBN 2-7084-0063-0.
- Heinz Gunter Horn (Hrsg.): Die Numider. Reiter und Konige nordlich der Sahara. Katalog zur Ausstellung in Bonn 1979-1980. Rheinland-Verlag, Koln u. a. 1979, ISBN 3-7927-0498-6.
- Serge Lancel: Saint Augustin, la Numidie et la societe de son temps. Editions de Boccard, Paris 2005, ISBN 2-910023-66-4.
- Yann Le Bohec: Les unites auxiliaires de l'armee romaine en Afrique Proconsulaire et Numidie sous le Haut Empire. CNRS, Paris 1989, ISBN 2-222-04239-9.
- Elfriede Storm: Massinissa. Numidien im Aufbruch. Steiner, Stuttgart 2001, ISBN 3-515-07829-0.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]35.57.3Koordinaten: 35deg 30' N, 7deg 18' O