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Numidien

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Numidia ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum gleichnamigen Asteroiden siehe (1368) Numidia; zum gleichnamigen britischen Schiff/Wrack siehe Brother Islands (Tauchgebiet)#Numidia.
Karte von Numidien zum Zeitpunkt seiner grossten Ausbreitung (um 150 v. Chr.)

Numidien (Zentralatlas-Tamazight Tageldit n Numdiya; antike Bezeichnungen des Volkes griech. Nomades Nomades, lat. Numidae) ist eine historische Landschaft in Nordafrika, die weite Teile der heutigen Staaten Algerien und Tunesien umfasst.

Numidien wurde in der Antike von Berbervolkern bewohnt, die als Numider bezeichnet wurden. Die Numider waren als hervorragende leichte Kavallerie bekannt, die sehr schnell und beweglich war, vor allem weil die Reiter ausser einem Schild keine Rustung trugen und die Pferde ohne Sattel und Zaumzeug ritten.

Durch den Aufstieg von Karthago wurden die Numider von den Kustengebieten abgedrangt. Im Zweiten Punischen Krieg waren numidische Soldner wichtige Verbundete in Hannibals Heer, bis Numidien schliesslich zu Rom uberwechselte. Bedeutende Schlachten, in denen die numidischen Reiter in diesem Krieg kampften, schlossen die Schlacht von Cannae und die Schlacht von Zama ein. Erst am Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. kam es unter Gaia, dem Vater Massinissas, zur Bildung eines Konigreichs der Massylier in Numidien, welches das Gebiet zwischen dem Hinterland von Karthago und Cirta beherrschte. Im Westen entstand um diese Zeit ein zweites numidisches Konigreich, das bis zum Konigreich Mauretanien reichte. Die Grenze zur romischen Provinz Africa im Osten bildete eine von Scipio dem Jungeren festgesetzte Demarkationslinie, die Fossa regia. Nach dem Tod von Massinissas Sohn Micipsa 118 v. Chr. wurde das Reich von den Romern unter den Sohnen Adherbal und Hiempsal sowie Jugurtha geteilt. Dies fuhrte zu heftigen Machtkampfen und zu Kriegen mit der Romischen Republik (Jugurthinischer Krieg). Wahrend des 1. Jahrhunderts v. Chr. stand Numidien unter romischer Vorherrschaft.

Die romischen Provinzen unter Trajan (117 n. Chr.)
Karte der romischen Provinzen Numidia und Africa in Theodor Mommsens Romische Provinzen, 1885

Der letzte numidische Konig Juba I. (60-46 v. Chr.) griff auf der Seite von Pompeius in den Romischen Burgerkrieg ein, wurde aber von Gaius Iulius Caesar 46 v. Chr. in der Schlacht bei Thapsus besiegt und beging Selbstmord. Numidia wurde als Provinz in das Romische Reich eingegliedert. Die Numider wurden zu Hilfstruppen Roms und sind auch auf der Trajanssaule abgebildet.

435 geriet die numidische Kuste unter die Herrschaft der Vandalen, wahrend sich in den Bergregionen mehrere romisch-berberische Kleinstaaten bildeten (unter anderem das Reich des Masties im Aures). Nach der Ruckeroberung durch Byzanz 534-541 wurde die Provinz Numidia wiedererrichtet. Gegen Ende des 7. Jahrhunderts fiel das Gebiet an die muslimischen Araber.

Herrscher von Numidien

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Name Regierungszeit
Identische Regierungszeiten weisen gemeinschaftliche Herrschaft aus.
Massinissa 202-149 v. Chr.
Micipsa 148-118 v. Chr.
Gulussa 148-vor 118 v. Chr.
Mastanabal 148-145 v. Chr.
Adherbal 118-112 v. Chr.
Hiempsal I. 118-117 v. Chr.
Jugurtha 118-104 v. Chr.
Gauda 104-88 v. Chr.
Hiempsal II. 88-60 v. Chr.
Juba I. 60-46 v. Chr.
Romischer Senat 46-30 v. Chr.
Juba II. 25 v. Chr.-23 n. Chr.
Ptolemaios 23-40 n. Chr.

Ubersichtsdarstellungen

Gesamtdarstellungen und Untersuchungen

Commons: Numidien - Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

35.57.3Koordinaten: 35deg 30' N, 7deg 18' O

Normdaten (Geografikum): GND: 4042811-4 (GND Explorer, lobid, OGND, AKS)