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Freescale Semiconductor

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Freescale Semiconductor

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Rechtsform Aktiengesellschaft
Grundung 2004
Auflosung 7. Dezember 2015
Auflosungsgrund Ubernahme durch NXP
Sitz Austin, Texas
Vereinigte Staaten
Leitung Gregg Lowe (CEO)
Mitarbeiterzahl ~17.000[1]
Umsatz 4,19 Mrd. USD (2013)[2]
Firmenschild von Freescale Semiconductor 2001

Freescale Semiconductor war ein US-amerikanischer Halbleiterhersteller, der 2004 durch der Ausgliederung des Halbleiterbereiches von Motorola entstanden war. 2015 wurde Freescale von NXP ubernommen

Die Halbleiterherstellung begann bei Motorola schon 1953, in deren Verlauf neben diskrete Bauelemente wie Dioden und Transistoren, Logikfamilien wie MECL 10,000, Microprozessoren der ersten Generation wie Motorola 6800 und wegweisende Hauptprozessoren wie die 68000er-Familie, die 88000er-Familie, der PowerPC und ARM-basierte Prozessoren produziert wurden. Weitere Produkte waren zugehorige Dienstprogramme und Entwicklungssysteme (mit CHRP-Rechnern wie der ODW auf Pegasos-Basis) und zahlreiche sonstige Integrierte Schaltkreise fur den Markt eingebetteter Systeme und Digitaler Signalprozessoren. Bekannte Mikrocontrollerreihen waren die I.MX in der ARM-Architektur, ausserdem PowerQUICC und QorIQ in der PowerPC-Architektur.

Der Geschaftsbereich Semiconductor Components Group (SCG) mit deren meist diskreten Bauelementen und Standardprodukten wurde 1999 von Motorola als ON Semiconductor abgespalten.

Am 6. Oktober 2003 gab Motorola den Spin-off des Halbleiterbereichs mit den komplexeren Schaltungen wie Prozessoren bekannt. Im April 2004 nahm Freescale als hundertprozentige Tochter den Geschaftsbetrieb auf. Am 16. Juni 2004 ging das Unternehmen an die Borse. In diesem Bereich waren zum Schluss ca. 17.000 Arbeitnehmer in uber 20 Landern bei Freescale beschaftigt. In Deutschland war Freescale als Freescale Halbleiter Deutschland GmbH tatig.

Im Dezember 2006 wurde Freescale mit Zustimmung der Aktionare von einem Investorenkonsortium unter Fuhrung der Blackstone Group mit Beteiligung der Carlyle Group, Permira und der Texas Pacific Group fur 17,6 Milliarden Dollar ubernommen, es war das bis dahin hochste Leveraged Buyout eines Technologieunternehmens.[3]

Am 11. Februar 2011 ging Freescale wieder an die Borse. Im Geschaftsjahr 2013 erzielte Freescale einen Umsatz von 4,19 Milliarden US-Dollar bei einem Verlust von 208 Millionen US-Dollar.[2]

Am 2. Marz 2015 gab Freescale den Kauf des Unternehmens durch NXP bekannt.[4] Am 7. Dezember 2015 ging das Unternehmen in NXP auf.[5]

An Bord des am 8. Marz 2014 verschollenen Flugs 370 der Malaysia Airlines befanden sich 20 Mitarbeiter des Unternehmens.[6]

Einzelnachweise

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  1. | Freescale at a Glance. Freescale, 2013, abgerufen am 10. Marz 2014.
  2. | a b Freescale Semiconductor Announces Fourth Quarter and Full-Year 2013 Results. Freescale, 28. Januar 2014, abgerufen am 10. Marz 2014.
  3. | Andrew Ross Sorkin, Laurie J. Flynn: Blackstone Alliance to Buy Chip Maker for $17.6 Billion. In: New York Times. 16. September 2006
  4. | NXP and Freescale Announce $40 Billion Merger. freescale, 2. Marz 2015, archiviert vom Original (nicht mehr online verfugbar) am 5. Marz 2015; abgerufen am 3. Marz 2015 (englisch).
  5. | NXP schliesst Fusion mit Freescale ab. Sol.de, 7. Dezember 2015, archiviert vom Original am 10. Dezember 2015; abgerufen am 8. Dezember 2015.
  6. | Loss of employees on Malaysia flight a blow, U.S. chipmaker says. Reuters, 9. Marz 2014, abgerufen am 15. Marz 2014.