Kompaktkassette
- l`rby@
- Belaruskaia
- B'lgarski
- Bamanankan
- Catala
- Cestina
- Cymraeg
- Dansk
- Ellenika
- English
- Esperanto
- Espanol
- Eesti
- Euskara
- frsy
- Suomi
- Francais
- Galego
- Hausa
- `bryt
- hindii
- Hrvatski
- Kreyol ayisyen
- Magyar
- Bahasa Indonesia
- Italiano
- Ri Ben Yu
- Jawa
- k`art`uli
- hangugeo
- Kurdi
- Lietuviu
- Latviesu
- mlyaallN
- Mongol
- Bahasa Melayu
- Nederlands
- Norsk nynorsk
- Norsk bokmal
- Polski
- Portugues
- Romana
- Russkii
- Sicilianu
- Simple English
- Slovencina
- Slovenscina
- Srpski / srpski
- Svenska
- Kiswahili
- tmilll
- aithy
- Tagalog
- Turkce
- Ukrayins'ka
- Tieng Viet
- yyidySH
- Zhong Wen
- Yue Yu
| Speichermedium Kompaktkassette
| |
| Logo der CC | |
| Allgemeines | |
|---|---|
| Typ | Magnetband |
| Kapazitat | bis 90 min pro Seite |
| Grosse | 10,16 cm x 6,35 cm x 1,27 cm (BxHxT) |
| Gebrauch | Tontrager |
| Ursprung | |
| Entwickler | Philips |
| Vorstellung | 1963 |
| Markteinfuhrung | 1963 |
| Vorganger | Tonband |
| Nachfolger | DCC, MD, DAT, CD-R |
Die Kompaktkassette (Compact Cassette, CC), Musikkassette (Musicassette, MC), Audiokassette oder Magnetkassette (deutsch meist nur Kassette, englisch auch kurz cassette oder tape) ist ein Tontrager zur elektromagnetischen, analogen Aufzeichnung und Wiedergabe von Tonsignalen. Sie enthalt ein Tonband, das zur einfacheren Handhabung und zum Schutz in einem Kunststoffgehause eingeschlossen ist.
Allgemeines
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Abspielen und Aufnehmen von Kassetten erfolgt mit einem Kassettenrekorder. In der Zeit von den fruhen 1970er bis in die spaten 1990er Jahre war die Kompaktkassette eines der meistgenutzten Audio-Medien neben der Schallplatte und spater der Compact Disc.[1] Die ursprunglich eher massige Tonqualitat wurde im Laufe der Jahre durch Verbesserungen des Bandmaterials und technische Neuerungen wie die Dolby-Rauschunterdruckungssysteme auf ein deutlich hoheres Niveau gebracht.
Kassette und zugehoriger Rekorder wurden als System zur mobilen Musiknutzung von einem Entwicklerteam um den Ingenieur und Erfinder Lou Ottens beim niederlandischen Unternehmen Philips konstruiert. Die Entwicklungsarbeiten begannen 1960, im August 1963 wurden Kassette und Gerat als Pocket Recorder vorgestellt. Die Kassette konkurrierte zunachst mit anderen Tonbandkassetten-Typen verschiedener Mitbewerber und setzte sich durch, der kompakte und robuste Tontrager erfreute sich jahrzehntelang grosser Beliebtheit.[2][3] Heute hat die Kompaktkassette wegen des Siegeszuges der digitalen Audiotechnik, besonders des MP3-Formats, praktisch nur noch historische Bedeutung.
Seit 2018 feiert die Kassette ein kleines Comeback. So gab es den Soundtrack des Science-Fiction-Films Black Panther, Madame X von Madonna und auch das Album Late Night Feelings von Mark Ronson wieder als Kassette.[4] Die Verkaufe nehmen seither wieder zu. Auch leere Medien sind als Typ 1 (Ferro) wieder im Handel erhaltlich.[5]
Aufbau und Funktionsweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kassettengehause
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- links oben: Wickel des aufgewickelten Magnetbands
- rechts oben: der noch leere Bobby
- dazwischen: Fenster der hinteren Gehauseschale
- unten:
- In die seitlichen Locher greifen Halteelemente des Laufwerks sowie die Capstan-Welle.
- In die unteren Locher greifen Loschkopf, kombinierter Aufnahme/Wiedergabekopf sowie die Andruckrolle fur die Capstan-Welle.
Fur weitere Details: siehe Artikel Capstan
Die Kompaktkassette wiegt etwa 40 Gramm. Es gibt aber auch Sonderversionen mit dem doppelten Gewicht.
Die ,,Compact Cassette" besteht aus einem flachen quaderformigen Gehause, in dem unter anderem das Magnetband aus beschichtetem Kunststoff, mechanische Teile und kleine Filzbausche untergebracht sind. Das Gehause besteht bei den meisten Typen aus Kunststoff, sehr selten auch aus GFK, Aluminium, Messing oder Keramik. Zum Abtasten des Magnetbandes wird es an der mittleren Offnung der Kassette an den Tonkopf des Abspielgerates gefuhrt. Bei Mono-Aufnahmen enthalten die Bander zwei 1,5 mm breite Tonspuren, eine fur jede Richtung. Mit Stereo-Aufnahmen bespielte Bander enthalten vier 0,6 mm breite Tonspuren, zwei fur jede Laufrichtung. Die Tonkopfe der Abspiel- und Aufnahmegerate sind jeweils so ausgerichtet, dass sie nur die jeweils unteren zwei Spuren (Stereo) bzw. die jeweils untere Spur (Mono) des Bandes abtasten. Legt man eine Mono-Kassette in ein Stereo-Gerat ein, so tasten beide Tonabnehmer dasselbe Signal ab. Umgekehrt erfassen Mono-Tonkopfe die Summe der Signale beider Stereo-Spuren. Nach dem Umdrehen der Kassette wird wiederum die untere Halfte des Bandes abgetastet.
Das Format einer (stehenden) Kassette ist 10,16 cm Lange x 6,35 cm Hohe x 1,27 cm Tiefe (an der dicksten Stelle) (4'' x 2 1/2'' x 1/2'').
Mechanik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Gegensatz zu Spulentonbandgeraten ist ein Teil der Mechanik in die Kassette gewandert. So befinden sich Andruckfedern, Umlenkrollen und die gesamten Bandfuhrung im Kassettengehause. Die sich weiter nicht in der Kassette befindlichen Kopfe und Antriebe werden und mussen durch Haltepunkte exakt gehalten werden.
Mechanik von (Auto-)Reverse-Kassettendecks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Normalerweise muss die Kassette nach Abspielen einer Seite (was genauer gesagt eine Bandhalfte ist, nur eine Seite des Bandes ist magnetisierbar) gewendet werden.
Bei (Auto-)Reverse-Kassettendecks ist dies nicht notwendig, dort konnen ohne Umdrehen der Kassette beide Seiten einer Kassette abgespielt und teilweise auch aufgezeichnet werden. Geschieht auch der Seitenwechsel am Ende der Kassette automatisch (was meist der Fall ist), spricht von man Auto-Reverse. Wird das Ende des Bandes nicht durch Wickelblockade, sondern durch Erkennen des Vorspannbandes ausgelost, spricht man von Quick-Auto-Reverse. Viele Decks erlauben neben dem einmaligen Wechsel zum Abspielen beider Seiten auch die kontinuierliche Wiedergabe und Aufnahme zur Dauerberieselung oder zum kontinuierlichen Aufzeichnen der letzten 1 bis 2 Stunden.
Die Reverse-Funktion kann dabei auf unterschiedliche Weisen implementiert werden:
- Selten findet man, dass die gesamte Kassette gewendet wurde, wie z. B. beim Nakamichi RX 505 oder Akai GXC-65D Invert-O-Matic (Unidirectional Auto Reverse). Das Deck ist, bis auf den Wendemechanismus, sonst klassisch aufgebaut.
- Weitaus haufiger findet man einen um 180deg drehbaren Aufnahme-Wiedergabe-Kombikopf, sowie zwei Kapstan-Antriebe (von denen jeweils nur einer aktiv ist) sowie zwei Loschkopfen (bei Decks mit Aufnahmefunktion). Dabei wandern die Loschkopfe in die beiden zusatzlichen kleineren Locher neben dem zentralen Loch fur den Tonkopf, die zweite Kapstan-Andruckrolle nimmt den Platz, der normalerweise fur den Loschkopf genutzt wird, ein.
- Den Mechanismus fur den drehbaren Aufnahme-Wiedergabe-Kombikopf kann man sich bei Verwendung eines Vier-Spur-Kopfes sparen.
Magnetband
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Band ist 3,81 mm ( 3/20'') breit und bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 47,625 mm/s (1 7/8''/s). Beim Kompaktkassetten-Laufwerk wird das uber eine engtoleriert geschliffene und polierte Stahlwelle, die sogenannte Tonwelle (englisch Capstan), erreicht, die in den Kassettenschacht ragt und mit einer ausgewuchteten, riemengetriebenen Schwungmasse versehen ist. Das Tonband wird mittels einer Gummi-Andruckrolle an die Tonwelle gedruckt, durch Kraftschluss transportiert und somit an den Tonkopfen vorbeigezogen. Die Umfangsgeschwindigkeit der Tonwelle ist, abzuglich Schlupf, die Bandgeschwindigkeit. Die Drehzahl der ublicherweise mit Rutschkupplungen versehenen Auf- und Abwickeldorne passt sich an diese Geschwindigkeit an. Wie bei der Schallplatte und den meisten Spulentonbandern aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik gibt es eine A- und eine B-Seite (Vorder- und Ruckseite).
Die ersten kommerziellen (bespielten) Kassetten wurden 1965 verkauft, der Stereoton wurde 1967 eingefuhrt. Die Spielzeit richtet sich nach dem Inhalt der langeren Seite. Bei Leerkassetten ergibt sich die Bezeichnung der Kassetten aus der Spielzeit beider Seiten in Minuten; die am meisten verbreiteten Formate sind C60 (nominal 30 min Spielzeit pro Seite), C90 (45 min/Seite) und C120 (60 min/Seite). Daneben gibt es auch Leerkassetten mit 46, 50, 54, 74, 100 und 110 Minuten Spielzeit. Sehr selten sind uberlange Kassetten mit 150 Minuten, kurzzeitig waren auch Kassetten mit 180 Minuten erhaltlich - je langer die Spieldauer, desto dunner das Band und damit empfindlicher auf Zugbelastung, Selbstentmagnetisierung und Kopiereffekt. So ist das Band einer C60-Kassette ublicherweise 15 bis 17 um dick. Bei C90 sind es 10 bis 12 um und bei C120 nur noch 9 um. In der Regel ist die tatsachliche Laufzeit 1 bis 3 Prozent langer als angegeben.
Aufnahmeschutz
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kompaktkassetten lassen sich gegen versehentliches Uberspielen (Loschen) der Aufzeichnung sichern. Eine offene Aussparung an der linken Seite der Oberkante (der den Bandoffnungen gegenuberliegende Seite) zeigt an, dass die betreffende Seite der Kassette geschutzt ist. Das Schutzen geschieht durch das Ausbrechen der jeweiligen Kunststofflippe. Kassettenrekorder verfugen uber einen mechanischen Sensor, um diese Aussparung zu uberprufen. Eine derart geschutzte Kassette lasst sich nur abspielen - nicht jedoch ohne Weiteres fur neue Aufnahmen nutzen. Zum erneuten Bespielen muss die Aussparung uberklebt werden oder der Aufnahmeabtaster manuell deaktiviert werden; bei manchen Rekordern lasst sich die Aufnahmetaste durch manuelles Betatigen des Sensors freigeben, noch ehe die Kassettenlade geschlossen wird. An unbespielt verkauften Kassetten ist die Aussparung durch eine herausbrechbare Zunge zunachst verdeckt. Einige - zumeist teure - Kassetten verfugen uber ein verschiebbares Plattchen, sodass beliebig oft und ohne viel Aufwand zwischen ,,geschutzt" und ,,aufnahmefahig" gewechselt werden kann.
Optionale Mechanik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Um das Band zuverlassiger aufzuwickeln, erhielt Anfang der 1970er Jahre die BASF-Sparte Magnetband (ab 1998 EMTEC Magnetics) ein Patent auf den mit dem Kurzel SM beworbenen Special Mechanism bzw. Security Mechanism, der vorubergehend von Agfa unter Lizenz ubernommen wurde. Dieses Merkmal umfasst je eine Schiene, um das Band auf die Spule zu fuhren und zu verhindern, dass ein unsauberer Wickel entsteht.
Die anderen Anbieter reagierten, indem weitere und naher an den Spulen angebrachte Umlenkstifte in der unteren Kunststoffgehausehalfte eingesetzt wurden. Einige gunstig gefertigte und vorbespielte Kompaktkassetten wurden ohne Umlenkrollen gefertigt; das Band wird direkt uber die Kammer fur den Capstanantrieb gezogen. Fur den Andruck des Bandes an den Tonkopf sorgt dort ein dunnerer Filz auf einem eingeklebten Schaumstoffblock statt des ublichen Filzes auf einer Blattfeder.
Fotogalerie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]-
Aufbau einer Kompaktkassette
-
Philips Compact Cassette (ca. 1966)
-
Einzelteile einer Kompaktkassette
-
Bandwickelrollen mit Bandbefestigung
-
Abtastung der Loschlasche
-
Verschiedene Bandkissen
-
Portables Cassettengerat mit UKW-Empfanger
-
Kassettenrecorder Philips EL 3302 (1968)
-
Kassettengerat Nakamichi RX 505
-
Selbstbespielte Kassette mit Kassettenhulle
-
Reparaturset und Ersatzteile fur Kompaktkassetten
-
Klebepresse (manueller Schneidetisch fur den Amateurbereich)
-
Klebestelle zwischen Vorspann- und Magnetband
-
Visualisierung der Magnetisierung eines aufgezeichneten 1 kHz-Testtones[6]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vorlaufer
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bereits vor der Einfuhrung des Kassettenrecorders wurde 1935 von der AEG ein Tonbandgerat (,,Magnetophon") vorgestellt, das auf derselben Technik beruhte, jedoch mit offenem Bandwickel arbeitete. Die Gerate waren vergleichsweise teuer und kompliziert zu bedienen, weshalb sie vor allem beim Horfunk und in Tonstudios eingesetzt wurden. Fur Privatanwender waren Tonbandgerate zunachst wenig attraktiv und kamen erst ab den 1950er Jahren in Mode. Bei Preisen zwischen 700 und 1500 DM (was bezogen auf das Jahr 1955 heute inflationsbereinigt ca. 2200 bis 4700 EUR entspricht)[7] waren sie aber immer noch zu teuer fur den Massenmarkt und wegen der verwendeten Elektronenrohren auch sehr voluminos gebaut. In den 1960er Jahren jedoch fielen die Preise, so dass Spulentonbandgerate bald in vielen besser ausgestatteten Haushalten zu finden waren.
Entwicklung ab Ende 1950er Jahre
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bereits Ende der 1950er Jahre gab es erste Versuche, kompakte Tonbandkassetten auf dem Markt zu etablieren. Die erste ernstzunehmende Tonbandkassette stellte 1958/59 die Radio Corporation of America (RCA) vor: eine Zweiloch-Kassette mit einem 6,3 mm breiten Band und einer Bandgeschwindigkeit von 3 3/4 Zoll je Sekunde = 9,525 cm pro Sekunde, gerundet: 9,5 cm/s. Die RCA-Kassette war ungefahr dreimal so gross wie die Kompaktkassette und konnte sich im Heimtonbereich nicht durchsetzen.[8] Auch in Europa arbeiteten einige Firmen an kompakten Tonbandkassetten. Die hannoversche Firma Protona GmbH, die Miniatur-Drahttongerate herstellte und spater von Telefunken ubernommen wurde, prasentierte 1959 das Magnetbandgerat Minifon-attache. Die Minifon-Kassette war kaum grosser als die Kompaktkassette. Sie war zuerst als Diktiersystem angedacht, eine technische Verbesserung brachte 1961 sogar schon HiFi-Ton. Die Entwicklung stellte AEG/Telefunken in den 1960er Jahren jedoch ein, da entgegen getroffenen Absprachen unter deutschen Herstellern ein Anbieter ausscherte und bereits mit der Kompaktkassette liebaugelte. Der niederlandische Philips-Konzern entwickelte seit 1961 in seiner Wiener Tonbandgerate-Fabrik, der WIRAG, bereits an einer HiFi-tauglichen Einloch-Kassette. Das Wiener Werk war seit Jahren erfahren mit der Entwicklung und Produktion von Diktiersystemen mit einer Einlochkassette. Auf dieser Grundlage sollte die neue Kassette als hochwertiges Tonbandsystem fur den Heimgebrauch entstehen. An der Entwicklung waren neben Philips sowohl die Grundig AG wie auch die mit Philips verbundenen Plattenfirmen, die Philips Phonographische Industrie und die Deutsche Grammophon Gesellschaft beteiligt. Diese Einloch-Kassette benutzte schon ein nur 3,81 mm breites Band bei einer halbierten Bandgeschwindigkeit von 1 7/8 Zoll = 4,7625 cm pro Sekunde, gerundet: 4,75 cm/s. Alle zu jener Zeit neu erfundenen Kassettensysteme - ausgenommen die Protona-Kassette - hatten vor allem das Ziel, den gewohnten HiFi-Klang des Spulentonbandes beizubehalten, Design und Handhabung gerieten dabei ins Hintertreffen. Zuerst unbemerkt arbeitete seit 1960 im neu erbauten belgischen Philips-Werk in Hasselt ein kleines Team, das von Lou Ottens geleitet wurde, an einem handlichen Bandmedium, das intern als Zweiloch-Kassette bezeichnet wurde. Ottens wollte einen handlichen und robusten Tontrager fur Musik, der ein Massenpublikum begeistert, und schlug so einen unkonventionellen Weg ein. Ottens gab den Auftrag, ein Holzstuck anzufertigen, das in seine Jackentasche passen sollte. Das war sozusagen die Geburt der Kompaktkassette. Das Projekt bekam folglich den Namen ,,pocket recorder". Der Holzklotz gab die Masse fur das spatere Aufnahme- und Abspielgerat vor. Das Austausch-Medium - die Kassette - musste sich ebenfalls den Vorgaben anpassen. Die Entwicklung der Kompaktkassette war Teamarbeit. Lou Ottens betrachtet sich zuruckblickend als Teamplayer: ,,Ich habe bei der Entwicklung neuer Produkte immer mit anderen Leuten zusammengearbeitet."[2] Fur die Konstruktion der Urkassette sowie des Laufwerks zeichnete Jan Schoenmakers verantwortlich. Er hatte auch die Idee, die im Laufwerk befindliche Kassette durch das Einschieben von Ton- und Loschkopf zu verriegeln. So konnten die Kassetten wahrend der Wiedergabe nicht aus dem Laufwerk genommen werden. Genau auf dieses Detail beschrankte sich das spatere Kompaktkassetten-Patent, das unter der Nummer 1191978 am 31. Januar 1964 beim Deutschen Patent- und Markenamt in Munchen angemeldet wurde.[3] Peter van der Sluis entwickelte den dazugehorigen Rekorder. Der Magnetkopf-Spezialist Herman Cornelius Lalesse hatte die Idee, die 1,5 mm breite Monospur einer Abspielseite in zwei Spuren fur Stereo aufzuteilen.
Nachdem die Entwicklungsarbeiten in Hasselt schon sehr weit vorangeschritten waren, musste sich die Geschaftsleitung von Philips zwischen der Einloch- und der Zweilochkassette entscheiden. Die Entscheidung fiel auf die Zweiloch-Kassette von Lou Ottens und Team, obwohl schon erste Gerate fur die Einloch-Kassette produziert worden waren. Max Grundig, dessen Firma ja an der osterreichischen Kassette beteiligt war, wurde von Philips erst sehr spat uber das Aus der Einloch-Kassette informiert. Jedoch bekam er das Angebot, wie auch Telefunken, sich am Pocket Recorder zu beteiligen. Grundig war wenig erfreut daruber und liess kurzerhand das Konkurrenzsystem DC-International entwickeln.[9] Grundlage dafur bildeten Konstruktionszeichnungen der Kompaktkassette, die Grundig nach den Verhandlungen mit Philips mitgenommen hatte.
Am 28. August 1963 stellte Philips auf der 23. Grossen Deutschen Funk-Ausstellung in Berlin die Kompaktkassette und den zugehorigen, mit Transistoren bestuckten Kassettenrekorder Philips EL 3300 vor. Er kostete 299 DM (entspricht heute inflationsbereinigt knapp 800 EUR)[7] und konnte nur mit Batterien (funf Babyzellen) betrieben werden.
Die Grundig AG brachte dann 1965 das alternative System DC-International, heraus: das Kassettengerat C 100 mit Kassetten, die etwas grosser waren als die Kompaktkassette und den Charme eines Taschenbuches hatten. Das System konnte sich aber nicht durchsetzen und wurde schon 1967 wieder vom Markt genommen.
Sears baute eine der Kompaktkassette nachempfundene Kassette namens Sears Tape Cartridge mit dazu passendem Rekorder, die in kleinen Details von der Kompaktkassette abweicht, so dass sie nicht kompatibel zu ihr war.[10]
1965 stellte William P. Lear die 8-Spur-Kassette vor, die sich vor allem in den USA und Grossbritannien zunachst im Car-Stereo-Bereich durchsetzte, ab den 1980er Jahren jedoch von der Kompaktkassette vom Markt gedrangt wurde.
Auch von Sony gab es einige Jahre spater einen Versuch, mit Elcaset ein Kassettensystem auf den Markt zu bringen, das gegenuber der Kompaktkassette bessere Klangqualitat hatte. Doch auch diesem System war kein langer Erfolg beschieden.
Siegeszug
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]War die Resonanz auf die Kompaktkassette in den spaten 1960er Jahren noch verhalten, anderte sich das im nachfolgenden Jahrzehnt. Zu verdanken ist das den japanischen Elektronikkonzernen. Nach der ersten offentlichen Prasentation auf der Funkausstellung bauten zahlreiche japanische Hersteller den Pocket Recorder in unterschiedlichen Varianten und Formaten nach. Philips versuchte diesen unkontrollierten Wildwuchs einzudammen. Lou Ottens und sein Team verhandelte in Japan mit dem damaligen Sony-Chef Norio Ohga uber Lizenzvereinbarungen. Der Sony-Chef wusste offenbar von dem Streit zwischen Philips und Grundig und gab vor, dass Max Grundig die Lizenzen fur DC-International kostenlos einraumen wurde. Im Nachhinein glaubte Lou Ottens, dass Norio Ohga geblufft hat.[2] Philips gab nach und vergab die Lizenzen kostenlos, bestand aber auf einer internationalen Standardisierung. Innerhalb kurzester Zeit brachten weltweit unterschiedlichste Hersteller Kassettenrekorder heraus.
Insbesondere Jugendliche waren von der Moglichkeit begeistert, auf billige und einfache Art ihre Lieblingshits aus dem Radio aufnehmen zu konnen, worauf die Musikindustrie existenzbedrohende Umsatzruckgange befurchtete und mit Kampagnen wie Home Taping Is Killing Music reagierte. Schon bald gab es Kombigerate mit Radio (Radiorekorder), spater auch in Stereo. Mit dem technischen Fortschritt der Magnetbander ging ein entsprechender Fortschritt der Klangqualitat der Kompaktkassette einher. Neben den Fortschritten bei Eisenoxidbandern sorgte auch die Einfuhrung von Chromdioxid- und spater Reineisen-Beschichtungen fur einen wahrnehmbaren Qualitatssprung.
Sehr wichtig fur den Siegeszug der Kompaktkassette war auch die Einfuhrung der Dolby-B-Rauschunterdruckung (1968), mit deren Hilfe das lastige Bandrauschen deutlich reduziert werden konnte. 1968 brachte Philips das erste Autoradio mit einer Abspielfunktion fur Kassetten und 1979 die japanische Firma Sony den ersten Walkman, einen tragbaren Kassettenspieler, auf den Markt.
Ende der 1970er Jahre wurde im Heimcomputer-Bereich die Kompaktkassette als preiswerter und leicht zu beschaffender Massenspeicher popular, bevor im Laufe der 1980er Jahre aufgrund des Preisverfalls diese Anwendung von der Diskette verdrangt wurde; siehe auch den Absatz Kompaktkassetten zur digitalen Datenspeicherung.
Fur Hintergrundmusik wurden vereinzelt normale Kassetten bespielt, die aber die beiden Stereo-Spuren nur monophon einzeln nutzten und das Band mit verminderter Geschwindigkeit transportierten, um 240 Minuten Spielzeit zu erreichen.[11]
Digitale Nachfolger
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Als Nachfolger der Kompaktkassette wurden das Digital Audio Tape (DAT), von Sony die MiniDisc (MD) und von Philips Anfang der 1990er Jahre die mit der CC abwartskompatible digitale Kompaktkassette DCC vorgestellt. Diese neuen digitalen Medien ermoglichen die digitale Kopie von Musik oder Daten, wobei MiniDisc und DCC verlustbehaftete Audiodatenkompression einsetzten. Bei der MiniDisc entfallt das Warten beim Vor- und Zuruckspulen, und einzelne Titel lassen sich direkt anwahlen. Wahrend sich DAT und MD langsam halbwegs erfolgreich entwickelten, war die DCC fur Philips ein volliger Misserfolg und wurde nach wenigen Jahren eingestellt. Mit der grossen Verbreitung der selbst beschreib- und aufnehmbaren Compact Disc (Compact Disc Recordable, CD-R) ab den spaten 1990er Jahren kam jedoch sowohl die Kassette als auch alle ihre digitalen Nachfolger (MD und DAT) vollstandig ins Hintertreffen und deren Weiterentwicklung wurde weitgehend eingestellt.
Niedergang in den 2000ern
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Kassette ist inzwischen weitgehend von digitaler Technik abgelost.[12]
In Deutschland findet die Kompaktkassette mitunter noch als Horspielkassette bzw. Horbuch fur Kinder Verwendung, und im Handel sind noch Kinderkassettenrecorder zu finden. Auch im Rap-Bereich ist sie durch die von z. B. DJs individuell zusammengestellten Mixtapes verbreitet. Ebenso wird die Kassette im (extremen) Metal, Punk oder Hardcore fur Demo- und Promo-Zwecke verwendet. Im Post-Industrial und Noise wird sie auch fur regulare Veroffentlichungen (mit Auflagengrossen im zwei- bis dreistelligen Bereich) und zweckentfremdet als Musikinstrument genutzt.
Wegen der hohen Flexibilitat des Mediums ist sie bei Rundfunkaufnahmen ohne hohe Qualitatserwartung nach wie vor in Gebrauch. Auch gibt es in Deutschland noch eine geringe Anzahl an Vereinen, wie den Ring der Tonbandfreunde (RdT) oder das Bayerische Kaleidofon, die monatlich selbst gestaltete Tonaufnahmen auf Kassette publizieren.
Durch ihre Robustheit sind Kassettenmedien auch im Auto noch recht beliebt. Bei Erschutterungen gibt es keine Aussetzer und ein Wechsel des Mediums geht einfach und ohne Hinsehen vor sich. Bis in die 2010er Jahre hinein wurden von den Autoherstellern oder Nachrustern noch entsprechende Gerate angeboten. Komfortablere Gerate erlaubten auch das Uberspringen einzelner Titel, wenn die akustische Pause lang genug ist (ca. vier Sekunden). Dadurch wird der unten genannte Nachteil (Spulvorgang) teilweise kompensiert. Diese Technik zum Uberspringen einzelner Titel wurde bereits in den 1980er Jahren durch Sharp bei Set-Top-Geraten als Automatic Program Search System implementiert.
Nachteile der Kassette sind, dass es wie beim Tonbandgerat zu ,,Bandsalat" kommen kann (beispielsweise durch Alterung der Gummirollen und -riemen oder mechanisch fehlerhafte Abspielgerate). Der Klang verliert mit der Zeit durch Tonkopf-Magnetisierung und -Verschleiss an Qualitat (insbesondere die Hohen). Aussetzer - ,,Drop-outs" genannt - nehmen durch Bandstaub und Abrieb mit der Zeit zu. Anders als bei der CD ist ein Vor- bzw. Zuruckspulen zeitraubend. Das einfache Uberspielen mit neuen Inhalten und die im Vergleich zu digitalen Medien geringen Hardwareanforderungen beliessen die Kassette in vielen Fallen lange im alltaglichen Gebrauch.
Die Herstellung von Leerkassetten und Cassettenbandern ist in Europa seit den fruhen 2000er Jahren rucklaufig. In Deutschland wurde mit der Insolvenz der EMTEC-Magnetics-Gruppe 2003 die Produktion von Kassettenbandern und Leerkassetten eingestellt (EMTEC hatte die Leerkassetten-Produktion 1997 von BASF ubernommen). Nach der Auflosung des Munchner EMTEC-Werks ubernahm die Magnetbandfabrik im niederlandischen Oosterhout, die zuletzt als RMG International (RMGi) firmierte, die Herstellung der Munchner Rezepturen von professionellen Tonbandern und Kassetten-Duplizierbandern auf der Basis von Eisenoxid. Die Produktion in Oosterhout ist seit Fruhjahr 2012 eingestellt, die Fabrik abgerissen.[13] Die Produktionsanlagen wurden zu Pyral, einem Spezialisten fur Magnettonfilm und fruher zur BASF/EMTEC Magnetics-Gruppe gehorend, in das franzosische Avranches transportiert.[14] Dort werden weiterhin Tonbander produziert.
Ein verbliebener Hersteller von Leerkassetten ist Panggung in Indonesien.[15] Der koreanische Hersteller Saehan produziert Magnetbander mit kobaltdotiertem Eisenoxid fur VHS-Video wie auch fur Kompaktkassette.[16][17][18] Die Kassetten-Bander sind jedoch nur fur Konfektionierer bestimmt und in Europa als herkommliche Leerkassetten nicht erhaltlich. In den USA wird das Typ-II-Band von unterschiedlichen Medienanbietern angeboten. Chromdioxid-Bander werden nicht mehr hergestellt. Nach der Insolvenz der EMTEC Magnetics riss die BASF ihre Produktionsanlage fur Chromdioxid in Ludwigshafen ab.[19]
Die Anzahl der Konfektionierer sinkt ebenso. Konfektionierer sind Firmen, die Kassettenbander bespielen und in Industriekassetten spulen, diese bedrucken und verpacken. Der letzte grosse deutsche Hersteller von bespielten Kassetten, die Pallas Group in Diepholz, gab die Produktion 2010 auf.[20]
Am 16. September 2011 kundigte das Horspiel-Label EUROPA an, ab 2012 keine MCs mehr zu produzieren, lediglich fur die Serie mit den meisten MC-Sammlern (Die drei ???) wurde die Produktion noch weiterlaufen. Als Grund nannte EUROPA, dass die MC-Kaufe immer weiter zuruckgingen und die Vorrate des rechtzeitig gesicherten Bandmaterials nicht mehr lange reichen wurden; daher wolle man sich auf die MC-Sammler konzentrieren. Betroffen von der MC-Einstellung sind hauptsachlich Kinderserien wie Bob der Baumeister, Thomas, die kleine Lokomotive, Ritter Rost, Hui Buh, Die Teufelskicker, Hanni und Nanni sowie die recht bekannten Horspielserien Funf Freunde und TKKG.[21] Als einziger Kassetten-Konfektionierer in Deutschland verblieb Optimal Media im mecklenburgischen Robel/Muritz. Dort wurden neuere Horspiel-Kassetten der Die drei ??? produziert,[22] bis auch dort im April 2015 die Kassettenfertigung eingestellt wurde.[23]
Comeback seit 2014
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit Mitte der 2010er Jahre gewinnen MCs im Independent-Bereich, vor allem bei Bands eines Retro-Revivals, wieder an Popularitat. Viele mittelgrosse Kunstler wie z. B. die Allah-Las oder Morgan Delt veroffentlichen ihre Alben zusatzlich zum digitalen und zum Vinyl-Markt auch noch auf Kompaktkassette. Indie-Labels wie z. B. Burger Records haben eine eigene Sparte zur Veroffentlichung von Kassetten.[24] Der Online-Musikdienst Bandcamp verzeichnete 2016 einen Anstieg der Kassettenverkaufe um fast 50 Prozent.[25] 2016 erfreut sich die Kompaktkassette in der Indie-Szene in Malaysia wieder zunehmender Beliebtheit.[26]
Zudem veroffentlichen Plattenfirmen in den letzten Jahren wieder vereinzelt Alben auf Musikkassette.[27][28][veraltet] Diese werden oft als limitierte Edition veroffentlicht; dazu wird oft ein Downloadcode mitgeliefert, mit dem die Musik digital heruntergeladen werden kann. Eine Vorreiterstellung nahm im Jahr 2014 der Soundtrack zum Film Guardians of the Galaxy ein, in dem eine Kassette tatsachlich eine Rolle spielt. Weitere Veroffentlichungen aus dem Mainstream-Bereich auf Kassette aus den letzten Jahren umfassen beispielsweise Purpose von Justin Bieber, diverse EPs von The Weeknd, World Be Gone von Erasure sowie Lust For Life und Norman Fucking Rockwell! von Lana Del Rey. 2018 gab es beim Verkauf von Musikkassetten in England eine Steigerung von 125 % im Vergleich zu 2017. Es wurden uber 50.000 bespielte Kassetten verkauft, das ist der hochste Wert seit 2004. Alleine Kylie Minogue verkaufte mehr als 6000 Musikkassetten ihres Albums Golden von 2018.[29][30]
Einer der mittlerweile bekanntesten Hersteller von Kassetten in Deutschland, T.A.P.E. Muzik, stellt einen Anstieg der Verkaufszahlen fest.[31]
Auch steigt durch das Comeback die Nachfrage und die Angebotsvielfalt an leeren Kassetten wieder, so haben sich mit der RTM Fox und dem Hersteller ATR Magnetics neue Hersteller in der Szene beliebt machen konnen. Wahrend bei ersterem genannten Modell neues Band verwendet wird, so gibt es bei den noch erhaltlichen Kassetten des Bandtyps II Vermutungen uber die Verwendung von Restbestanden einstiger bekannter Bandproduzenten (z. B. TDK).[32]
Mit dem Comeback ging 2023 auch die Veroffentlichung eines neuen tragbaren Kassettenspielers einher, welcher vom Funktions- und Anwendunsprinzip der einstigen Walkman-Serie von Sony ahnelt, allerdings nun mit fest verbautem Lithium-Ionen-Akku, USB-C-Ladebuchse sowie Bluetooth 5.1 zur Anbindung drahtloser Kopfhorer ausgestattet ist.[33]
Insgesamt handele es sich aber sowohl bei aktuellen Spielern bzw. Rekordern wie auch dem Bandmaterial um einfachste Qualitat - fur wirklich hochwertige Aufnahmen fehlten sowohl entsprechend aufwendig konstruierte Rekorder wie auch das adaquate Bandmaterial; auch sind die fur die Rauschunterdruckung notwendigen integrierten Schaltkreise nicht mehr erhaltlich.[34] Heise online schrieb aus Anlass des 60. Jahrestages der Markteinfuhrung: ,,Es gibt nur zwei Grunde, sich auf dem Gebrauchtmarkt nach funktionierenden Kassettenrekordern umzuschauen [...] 1. Begeisterung fur die Technik. 2. ein grosser Bestand an Kassetten, die man noch digitalisieren mochte. Als Unterhalter fur unterwegs haben Speicherkarten, Smartphones oder MP3-Spieler die Kassette langst abgelost, fur Eigenaufnahmen sind moderne digitale Audiorekorder um Welten besser als die Top-Technik von einst."[34]
Produktion vorbespielter Kassetten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Band vorbespielter Kassetten wird normalerweise bespielt, bevor es in die Kassetten gespult wird. Das Kassettenband wird auf freitragenden Wickeln (Pancakes) mit einer Lange von beispielsweise je 2500 m geliefert; diese haben einen Durchmesser von bis zu 36 cm und umfassen das Band fur etwa 28 Kassetten (variiert je nach Spieldauer, da spater nur so viel Band in die Kassette gespult wird, wie fur die konkrete Veroffentlichung benotigt wird). Sie werden auf Kopiermaschinen von Endlos-Masterbandern oder (ab 1994) auch durch digital gespeicherte Audiodaten mit bis zu 128-facher Geschwindigkeit gleichzeitig auf beiden Seiten bespielt. Bei der analogen Vervielfaltigung liegen bis zu funf Kopiergenerationen zwischen dem Masterband des Tonstudios und der produzierten Kassette,[35] wodurch digitale Verfahren prinzipbedingt potenziell eine bessere Tonqualitat bieten. Als Trenninformation zwischen den fur die einzelnen Kassetten bestimmten Bandstucken wird von der Kopiermaschine ein kurzes Signal von wenigen Sekunden Dauer und einer Frequenz von wenigen Hertz (im Infraschallbereich, also links von der Horflache) aufgezeichnet.
Die bespielten Bandwickel werden zusammen mit den leeren Kassetten (C-0-Kassetten, sie enthalten lediglich Vorspannband) von Einspulautomaten verarbeitet. Diese fadeln das Vorspannband aus der Kassette, schneiden und verkleben es mit dem bespielten Band und spulen es in die Kassette, wobei sie sich an dem eben erwahnten niederfrequenten Trennsignal orientieren (welches bei der beim Einspulen herrschenden hohen Bandgeschwindigkeit im horbaren Frequenzbereich liegt). Die Bandenden werden zum Ein- und Ausfadeln sowie dem Verkleben mit Druckluft gefuhrt und mit Vakuum gehalten.
Im weiteren Verlauf werden die Kassetten bedruckt oder etikettiert, gefolgt vom Einboxen (Einlegen der Kassetten in die Kassettenboxen, also die Klapphullen), ggf. folgen noch Schritte der Verpackung, z. B. Einschweissen in Klarsichtfolie und Verpacken in Kartons.
Spezielle Kassetten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Adapter-Kassette: Besitzt kein Band, aber einen Ubertragungs-Tonkopf und ein Kabel, das an modernere Wiedergabegerate (z. B. MP3-Player, ursprunglich Anfang der 1990er Jahre fur die Verwendung tragbarer CD-Player auf den Markt gebracht) angeschlossen werden kann. Damit ist es moglich, die Musik des Wiedergabegerates magnetisch direkt an einen Kassettenspieler zu ubergeben. Das ist sinnvoll, wenn man die Musik des Wiedergabegerats laut horen mochte, aber die vorhandenen Lautsprecher nur uber einen Kassettenspieler genutzt werden konnen (z. B. bei einem Autoradio).
- Endloskassette: Teilweise fur die Ansage von Anrufbeantwortern oder Beschallungen benutzt. Die Spieldauer variiert von wenigen Sekunden bis zu mehreren Minuten. Bei dem Verfahren nach Bernard Cousino wird auf der locker gewickelten Aufwickelrolle das Band wie bei 8-Spur-Kassetten von innen herausgezogen. Diese Kassetten hatten teils einen Antrieb fur die Wickeldorne, um die Abschaltung einiger Laufwerke zu verhindern, die bei stehenden Dornen Bandende oder Bandsalat erkennen. Dem Kassettengehause fehlen Locher fur den Capstan der zweiten Seite und fur die oberen Zentrierstifte, um den zu Schaden fuhrenden Betrieb in Autoreverse-Laufwerken oder der zweiten Seite zu verhindern.[36][37]
- Mini- und Mikrokassetten als Miniaturversionen der Audiokassette wurden 1967 bzw. 1969 entwickelt. Die Bandgeschwindigkeit wurde halbiert (2,38 cm/s) bzw. geviertelt (1,19 cm/s). Die Gerate sind als Diktiergerate konzipiert, d. h. einfache bzw. einfachste Gerate. Verbunden mit der geringen Bandgeschwindigkeit ergeben sich Klangeigenschaften, die nur einfachste Qualitatsanforderungen erfullen. Hauptanwendungszweck waren Anrufbeantworter und Diktiergerate - Anwendungen, die durch Fortschritte der Mikroelektronik und Digitaltechnik heute ohne magnetischen Tontrager auskommen. Daneben war sie als Datasette in Laptops, wie dem Epson HX-20, in Gebrauch.
- MP3-Player in Audiokassettenform, der die von einer SD-Karte eingelesenen Titel dekodiert und induktiv auf den Tonkopf des Kassetten-Abspielgerates ubertragen kann.
- Reinigungskassette: Besitzt wahlweise ein mit Vliesstoffoberflache versehenes Band, einen mechanisch bewegten Hebel mit getranktem Vlies (Allsop-3) oder ein ganz normal aussehendes Band, das Magnetpartikel-Ablagerungen anziehen sollte. Sie wird zur Reinigung von Tonkopf und anderen bandfuhrenden Teilen einige Sekunden bis Minuten abgespielt.
- Entmagnetisier-Kassette: entmagnetisiert den Tonkopf (z. B. TDK Head Demagnetizer HD-01)
Kompaktkassetten zur digitalen Datenspeicherung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ab den spaten 1970er Jahren wurde die Kassette, da billig und massenproduziert, auch zur Speicherung von Computerdaten bei Heimcomputern, vereinzelt im Maschinenbau und in der DDR auch bei professionellen Rechnern benutzt (siehe Datasette). Mit dem Siegeszug der schnelleren und bequemeren Disketten und Festplatten auch im Heimbereich ging die Ara dieser Anwendung jedoch ab den spaten 1980er Jahren allmahlich zu Ende. Zur Datenspeicherung gab es Kassetten mit einem speziellen Bandmaterial. Diese tragen auf der Unterseite eine mechanische Kodierung, damit Datenlaufwerke ihre Parameter auf das spezielle Band einstellen konnen. Derartige Kassetten passen zwar mechanisch in jeden normalen Kassettenrekorder, haben jedoch fur Audiozwecke keine ausreichende Klangqualitat. Zudem waren die Laufzeiten meist wesentlich kurzer (C10 bis C20); Ladezeiten uber zehn Minuten fur ein einzelnes Programm waren eher selten, besonders, wenn so genannte Schnelllader verwendet wurden. Durch die kurzen Bander wurden die Umspulzeiten verkurzt.
Kompaktkassetten zur digitalen Datenspeicherung wurden in den 1980er Jahren auch von Blaupunkt zur Einspielung von Senderdaten in Autoradios mit PCI-System verwendet.
Weiterentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weiterentwickelte Bandtypen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die IEC standardisierte vier Bandtypen. Diese Typen definieren das Aufsprechverhalten (Nennbias, Aufnahmefrequenzgang) wie den Nennfluss. Der Bandtyp sagt nur sehr bedingt etwas uber die Chemie der Magnetpartikel des Bandes aus.
- Eisenoxid (Typ I / IEC I)
- Das Urband des Kassettensystems bildete das Eisenoxid-Band PES 18 der BASF, bestehend aus g-Fe2O3-Partikeln. Alle Bandhersteller, die Bander fur Kompaktkassetten herstellten, bezogen sich zunachst auf dieses Band. Die schlechte Hohenaussteuerbarkeit veranlasste viele Hersteller, nach Alternativen zu suchen und die Weiterentwicklung alternativer magnetischer Partikel zu forcieren.
- Referenzleerbander: R 723 DG (BASF), 1979; Y 348 M (BASF), 1995
- LH / Low Noise High Output (Typ I / IEC I)
- Weiterentwicklungen fuhrten zu Bandern, die bei Kompatiblitat zum ursprunglichen PES 18-Band sich durch niedrigeres Rauschen und durch verbesserte Aussteuerbarkeit auszeichneten. Die Verbesserungen fanden bis in die 1990er statt und fuhrten zu Bandern, die in den Tiefen (bis etwa 2 kHz) besser aussteuerbar als Typ-II-Bander waren.
- Chromdioxid / CrO2 (Typ II / IEC II)
- Chromdioxid ist eine Erfindung des US-amerikanischen Chemieunternehmens DuPont, das unter dem Namen Crolyn patentiert und vermarktet wurde. DuPont verfolgte eine restriktive Lizenzpolitik. Bandhersteller mussten die Partikel direkt bei DuPont beziehen - Ausnahme war BASF: BASF konnte sich im Mai 1971 eine Exklusiv-Lizenz zur Herstellung von Chromdioxid sichern. Erste Chromdioxid-Bander gab es bereits 1970 von Memorex und von Agfa. Agfa verwendete ein von der Konzernmutter Bayer AG entwickeltes Chromdioxid, das vom patentierten Verfahren von DuPont abwich. 1971 stellte die BASF das erste komplette Chromdioxid-Sortiment an Kompaktkassetten auf der Internationalen Funkausstellung vor. Das reine Chromdioxid-Band verlor gegen Ende der Kassetten-Zeit an Bedeutung; in der Typ-II-Klasse dominierten ab 1990 die High-Bias-Bander. Die BASF bzw. der Nachfolger EMTEC Magnetics hielt bis zu ihrer Insolvenz (2003) an Chromdioxid fest.
- Referenzleerbander: DIN-Referenzleerband C 401 R (BASF), 1971; S 4592 A (BASF), 1981
- Chromdioxid-Substitute / kobaltdotiertes Eisenoxid / High-Bias-Band (Typ II / IEC II)
- Die kobaltdotierten Eisenoxid-Bander, oder auch High-Bias-Bander genannt, gehoren zur gleichen Typ-II-Klasse. Diese Bander haben andere physikalische Eigenschaften als echte Chromdioxid-Bander, trotz IEC-Normung sind beide Bandtypen nicht vollkommen kompatibel zueinander. Die Entwicklung dieser alternativen Bandtypen wurde durch die restriktive Lizenzpolitik von DuPont befeuert. Auch aus Protest zum Konkurrenten Sony, der sich eine Lizenz fur Chromdioxid gesichert hatte, entwickelten die japanischen Bandhersteller eigene Alternativen mit kobaltdotiertem Eisenoxid.[38][39] Auch 3M forcierte diese Entwicklung. Obwohl das Chromdioxid-Band 1981 standardisiert wurde, holte die Wirklichkeit den Standard ein. Aufgrund der extremen Konkurrenzsituation in Japan wurde nicht das Original von BASF zur Gerateeinmessung verwendet, sondern vorrangig die High-Bias-Bander von TDK oder Maxell. Folglich wurde das IEC-II-Referenzleerband der Wirklichkeit angepasst und das ursprungliche Chromdioxid-Referenzleerband durch ein Band ersetzt, das mit den kobaltdotierten Eisenoxidbandern (vorrangig TDK SA) vergleichbar ist.
- Referenzleerband: U 564 W (BASF), 1987
- Ferrochrom / FeCr (Typ III / IEC III)
- Die Bandsorte besteht aus einer oberen Schicht Chromdioxid und einer unteren Schicht aus Eisenoxid. Grosse Schwache ist die extreme Mittensenke im Frequenzgang. Dieser Bandtyp verschwand Mitte der 1980er Jahre vom Markt.
- Referenzleerband: CS 301 (Sony), 1981
- Reineisenband / Metallband (Typ IV / IEC IV)
- Die Entwicklung von Metallband fur das Kompaktkassetten-System begann Ende der 1960er Jahre. Bereits 1972 stellte 3M ein Metallband vor, das schon das neu eingefuhrte Chromdioxid-Band in den Schatten stellte. 1979 kamen dann alle namhaften Bandhersteller mit eigenen Metallband-Kassetten auf den Markt. Trotz der uberlegenen Tonqualitat blieb die Nachfrage auf niedrigem Niveau, so dass sich europaische Hersteller in den 1980er Jahren aus der Metallband-Forschung zuruckzogen. Erst mit dem Erfolg der Compact Disc wurde die Metallband-Kassette fur die Benutzung mit Musik aus digitalen Quellen wieder interessant. Insbesondere in Japan fuhrten die dortigen Bandhersteller zahlreiche Typ-IV-Modelle mit hochwertigen und zum Teil skurrilen Gehausen ein. Typ-IV-Kassetten verschwanden um 1998 vom westeuropaischen Markt.
- Referenzleerband: E 912 BH (TDK), 1981[40]
Typ I, Typ II und Typ IV
Aufnahmesperre bei allen Kassetten inaktiv
Damit die Bandsorten fur die Aufnahme- und Abspielgerate automatisch unterscheidbar sind, befinden sich symmetrische Einkerbungen auf der oberen Stirnseite der Kompaktkassette:
- Eisenoxid (I): keine Einkerbung
- CrO2 (II): zwei Einkerbungen aussen
- FeCr (III): zwei Einkerbungen innen
- Metal (IV): vier Einkerbungen, jeweils zwei sowohl innen wie aussen
Kassetten des Typs FeCr (III) mit Einkerbungen fur die automatische Erkennung sind sehr selten, ebenso Gerate, die die Einkerbungen von Typ-III-Kassetten richtig auswerten konnen (z. B. Dual C 814 und Dual C 824). Bei der Wiedergabe ist die Entzerrungseinstellung von Typ III identisch mit der von Typ II und IV. In den meisten Geraten mit automatischer Bandsortenwahl werden Typ III-Bander als Typ I erkannt, was eine Mittenanhebung (2 dB bei 1,5 kHz) und Hohenanhebung (4 dB bei 4 kHz, 4,5 dB ab 9 kHz) zur Folge hatte.
Die Unterschiede der Bandsorten liegen in deren Magnetisierbarkeit begrundet: Wahrend Eisenoxid-Beschichtungen bereits bei relativ geringer magnetischer Feldstarke (Amplitude bzw. Lautstarke) voll magnetisiert sind, konnen Metall-Beschichtungen auch starkere magnetische Feldstarken noch unterscheiden, wodurch es moglich ist, Aufnahmen hoher (lauter) auszusteuern, was den Dynamikumfang und den Rauschabstand erhoht: Beim Abspielen hoher ausgesteuerter Aufnahmen kann man den Lautstarkeregler bei unveranderter Abspiellautstarke im Vergleich zu niedrig ausgesteuerten Aufnahmen leiser stellen; wahrend also die Lautstarke des Nutzsignals (z. B. Musik) gleich geblieben ist, werden Band- und Geraterauschen heruntergeregelt und somit reduziert.
Die Unterschiede der Bandsorten und auch Bandqualitaten liegt auch im geometrischen Bereich. Kurze, richtig ausgerichtete Magnetnadeln in der Bandschicht konnen bei kurzeren Wellenlangen (hohe Frequenzen bei niedriger Bandgeschwindigkeit) am Wiedergabespalt einen deutlich hoheren Pegel abgeben. Die Hohenaussteuerbarkeit und damit die Hohendynamik des Bandes nimmt entscheidend zu. Daher gab es auch aufwendige Zweischichtbander, die dunnere Schicht an der Oberflache war fur den Hochtonbereich optimiert.
Die Starken der Eisenoxidbeschichtung liegen in einer besseren Tiefenaussteuerbarkeit, wahrend das Chromdioxidband eine wesentlich bessere Hohenaussteuerbarkeit hat. Deshalb wird fur Eisenoxidband gewohnlich eine Aufnahmevorverzerrung bzw. Wiedergabeentzerrung mit einer Zeitkonstanten von 120 us benutzt, wahrend fur anderen Bandsorten 70 us benutzt wird. Die von 120 us auf 70 us geanderte Entzerrung verringert das Rauschen oberhalb von 1 bis 2 kHz, allerdings gegen Eintausch eines Teiles der besseren Hohenaussteuerbarkeit. Bei falscher Bandsorteneinstellung stimmt der Frequenzgang der Aufnahme bei der Wiedergabe nicht, wodurch das Audiomaterial entweder etwas gedampft (Fe2O3-Band mit 70-us-(Chrom-)Einstellung) bzw. zu hell (z. B. CrO2 mit 120-us-(Ferro-)Einstellung) klingt. Um die Vorteile von Eisenoxid und Chromdioxid zu kombinieren, wurde das Zweischichtband (Ferrochrom-Band) entwickelt, bei dem sich auf einer Eisenoxid- eine Chromdioxid-Schicht befindet.
Vorbespielte Kassetten mit Chromdioxidband wurden fast ausschliesslich mit einer Aufnahmevorverzerrung von 120 us bespielt, d. h., der Kassettenrekorder sollte beim Abspielen auf Ferro-Band eingestellt sein (Beschriftung der Kassette beachten). Bei diesem Vorgehen wird die gegenuber Eisenoxid-Band verbesserte Hohenaussteuerbarkeit des Chromdioxid-Bandes nicht dazu genutzt, um das Rauschen mittels 70-us-Entzerrung zu verringern, sondern um das Klangmaterial im Prasenz- und Hochtonbereich besser wiedergeben zu konnen. Diese Technik kommt den veranderten Hor- bzw. eher Produktionsgewohnheiten entgegen, wonach Musik heute oft hohenbetont ist, die Aussteuerung extrem hoch gefahren wird bei gleichzeitig weniger Dynamik von modernen Produktionen. Das ergibt hier den besseren Kompromiss fur das Rauschen (siehe Loudness War).
Wegen der ferromagnetischen Eigenschaften der Tonbander (Hysterese) ist bei der Aufnahme die sogenannte Vormagnetisierung (englisch Bias) vonnoten. Die Starke der Vormagnetisierung muss auf das benutzte Bandmaterial optimiert werden. Reineisenbander benotigen eine deutlich starkere Vormagnetisierung als Chromdioxidbander, diese wiederum eine starkere als Eisenoxidbander. Eine zu hoch eingestellte Vormagnetisierung vermindert die Qualitat im Hochtonbereich, eine zu gering eingestellte die Qualitat im unteren und mittleren Bereich. (Siehe auch Dolby HX Pro.)
Einmessung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Hoherwertige Kassettendecks messen sich auf die tatsachlichen Bandeigenschaften durch Testaufnahmen (teilweise automatisch) ein, d. h., sie stellen die exakte Starke der Vormagnetisierung bzw. Aufnahmevorverzerrung ein. Bei sehr minderwertigen Kassettengeraten wird oft aus Sparsamkeit statt eines elektrischen Loschkopfes nur ein wegklappbarer Dauermagnet eingesetzt; gleichzeitig wird statt einer Hochfrequenz-(Wechselstrom-)Vormagnetisierung nur eine Vormagnetisierung mit Hilfe eines Gleichstromes realisiert. Auf diese Weise wird die Oszillatorschaltung eingespart. Die Aufnahmen solcher Gerate klingen von Grund auf verrauscht (siehe auch Tonband, Vormagnetisierung).
Rauschunterdruckung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das bekannteste Rauschunterdruckungsverfahren ist das Dolby-B-System. Auch das Nachfolgeverfahren Dolby C erlangte weite Verbreitung, wahrend das nochmals verbesserte Dolby S erst zum Ende der Kassetten-Ara erschien und deshalb keine grosse Bedeutung mehr erlangte. Eine geringe Bedeutung hatten High Com von Telefunken sowie dbx der Firma dbx, DNL von Philips und adres von Toshiba.[41]
dbx und HighCom erfassten den gesamten Frequenzbereich statt wie bei Dolby B nur den Hohenbereich. dbx und adres waren fur ihr deutlich wahrnehmbares ,,Atmen" bekannt, bei dem das An- und Abschwellen des Rauschpegels vor und hinter leiseren Passagen zu horen war. dbx und adres waren als eigenstandige Zusatzgerate erhaltlich, die mit beliebigen Recordern eingesetzt werden konnten. Die Rauschunterdruckung war hier wie bei HighCom gut, arbeitete jedoch oft nicht ausreichend schnell. Mit dbx dynamikkomprimierte Bander mussten daher behutsam ausgesteuert werden, um nicht zu verzerren. Die Kompression war nur fur die besseren Bandsorten Chromdioxid und Reineisen (Metal) effizient, Bander aus Eisenoxid hatten materialbedingt eine zu schwache Hohenwiedergabe. Eine rein wiedergabeseitige Rauschunterdruckung war DNL, wahrend alle anderen Verfahren Aufnahme und Wiedergabe behandelten.
Azimut-Probleme
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Eine grosse Schwache des Kompaktkassetten-Systems ist, dass sowohl im Laufwerk als auch im Kassettengehause Elemente der Bandfuhrung vorhanden sind. Mechanische Ungenauigkeiten von Kassettengehause und Laufwerk und deren eventuell ungunstige Kombination ergeben einen dumpfen Klang. Um den Hochtonbereich voll wiedergeben zu konnen, mussen die Magnetaufzeichnungen bei der Wiedergabe genau so abgetastet werden, wie bei der Aufnahme bespielt. In beiden Fallen soll der Tonkopfspalt exakt senkrecht zur Bandlaufrichtung bzw. Bandkante stehen. Diese senkrechte Ausrichtung wird wie in der Himmelsgeometrie Azimut (englisch Azimuth) genannt. Um einen exakten Bandlauf zu gewahrleisten, mussen alle Elemente, uber die das Band lauft, mit hochster Sorgfalt konstruiert, hergestellt und justiert werden. Zusatzlich zu den Azimut-Problemen beim Spulentonband gibt es hier den Einfluss des Kassettengehauses. Verstarkt wird der Effekt durch die geringe Bandgeschwindigkeit der Kompaktkassette (einhergehend mit kurzer Wellenlange auf dem Band), vermindert hingegen durch die schmalen Magnetspuren. Ein Gehause,[42] das nicht mit hochster Prazision hergestellt wurde, kann selbst mit dem besten Band und Gerat keine hochwertige Qualitat liefern.
Eine dumpfe Wiedergabe ist meist die Auswirkung eines im Azimut falsch justierten Aufnahme- oder Wiedergabekopfes oder eben eines schlechten Kassettengehauses. Wird ein Band auf demselben Gerat abgespielt, auf dem es aufgenommen wurde, heben sich die Fehler weitgehend auf, das Azimut-Problem ist dann zu vernachlassigen. Bei unterschiedlichen Laufwerken, wie z. B. bei der Wiedergabe im Auto, wird es kritisch. So kann auch das Aufnahmegerat des Musikkassetten-Herstellers die Ursache sein bzw. (haufiger) das dort genutzte Kassettengehause. Die Dolby-B-Rauschverminderung verstarkt ein vorhandenes Azimut-Problem, so dass bei dumpfen Dolby-B-Aufnahmen sehr oft ein Azimutfehler die Ursache ist. Da der Bandlauf immer etwas schwankt, variiert auch der Azimut. Eine schwankende Hochtonwiedergabe wirkt besonders auffallig und storend.
Das Abspielen von ,,alten" eigenen Kompaktkassetten oder Musikkassetten ist oft kritisch, da sich Aufnahme- und Wiedergabegerate unterscheiden. Hochwertige gepflegte Wiedergabelaufwerke stehen oft nicht mehr zur Verfugung. Gerade bei einer digitalen Uberspielung stort das nachhaltig. Oft hilft ein vorsichtiges geringfugiges Nachjustieren des Tonkopfes mit einem entmagnetisierten Schraubendreher, und zwar individuell fur jede Kassettenseite. Eine Mono-Einstellung wahrend der Justage hilft deutlich.
Einlegen, Sichtkontrolle, Auswerfen, Bedienung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kassetten konnen je nach Gerattyp von oben oder von vorne in die Wiedergabegerate (oder Recorder) eingelegt werden. DJs verwendeten eher Kassettendecks, in deren ein bis zwei offene Gruben an deren Oberseite die Kassette flach von Hand eingedruckt und damit eingerastet werden kann, und zwar mit der offenen Seite zum Korper des Bedieners, da so sowohl die Beschriftung fur den Inhalt (meist nur dieser einen Kassettenseite) aufrecht gelesen werden als auch das lose Anliegen des Bandes an der Kassettenoffnung sichtkontrolliert werden kann. Solche Gerate konnten kleine, nur die Gruben abdeckende, demontierbare Deckel aufweisen oder einen grossen Klappdeckel an zwei Scharnieren, der die gesamte Gerateoberseite - wie bei Plattenspielern haufig - gegen Staub und Getrankespritzer abdeckt und idealerweise auch in teilgeoffneter Schwenkposition stehen bleibt.
Simple kleine transportable Gerate bis zum letzten Schritt der Miniaturisierung, dem Walkman, erforderten das gleiche direkte handische Einlegen hinter/unter einer geoffneten kleinen Klappe.
Ursprunglich und in Standgeraten formten die Klappdeckel jedoch Fuhrungsrillen aus, in die Kassette - je nach Typ mit der geschlossenen oder offenen Breitseite voran eingeschoben wird. Durch Zuklappen dieser ,,Lade" wird die Kassette dann in Position gebracht. Der Mechanismus dieser Laden reichte von Scharnier mit Feder und horbarer Einrastung uber hydraulische Dampfung bis zur sanften fast lautlosen Aktion eines Servomotors.
Deckel oder Laden sind uber dem Bereich des Kassettensichtfensters transparent und im Gerat darunter liegt eine Spiegelfolie, so dass der Stand des Bandwickels kontrolliert werden kann. Die beidseitig daneben liegenden dreizahnigen Bandwickeldorne bleiben ebenfalls sichtbar und es kann - an den Zahnen oder Facetten - beobachtet werden, ob sie stillstehen oder sich (je nach Bandstand unterschiedlich) langsam drehen oder beim Umspulen verwischend schnell.
Die vollstandig eingelegte Kassette durchdringt an Offnungen diese Wickeldorne, zwei Passstifte und die Bandantriebswelle (Capstan). Erst durch Drucken der mechanisch wirkenden, einrastenden Taste zum Abspielen wird der Tonkopf ans Band und die Gummianpressrolle an die Capstan-Welle gedruckt und am Ende des Bedienwegs der Antrieb und damit die Wiedergabe gestartet.
Um eine Tonaufnahme zu machen, ist zusatzlich zur Start-Taste (mit Pfeil nach rechts, der Bandlaufrichtung) gleichzeitig auch die Aufnahmetaste (meist rot markiert) zu drucken. Fehlt die Loschsicherungslasche an der entsprechenden Ecke der geschlossenen Kassetten-Langsseite, tastet der Fuhler dort ins Leere und blockiert den Aufnahmeknopf.
Zum Einbau in Autoarmaturenbretter wurden Gerate entwickelt, in die die Kassette bei einem Schlitz gegen die Federkraft eines Auswurfmechanismus eingeschoben werden kann. Entweder mit der bandoffenen Breitseite der Kassette voran oder aber einer Schmalseite, dann zeigt die Form des Schlitzes an, wohin die etwas hohere bandoffene Seite orientiert werden muss.
In allen Fallen ist die gewunschte Spielseite (vorwarts) A oder B (manchmal 1 oder 2) mit dem Beschriftungsetikett nach oben zu orientieren, die meisten Laden erlauben auch das Lesen dieser Beschriftung. Bei Topladern ist die bandoffene Kassetten-Langsseite fast immer nach vorne orientiert, bei Frontladern in der Lade nach unten.
Gerate mit ,,Reverse"-Funktion erlauben auch das Abspielen durch Umkehrung der Bandlaufrichtung, so dass eine Kassette ohne handisches Wenden vollstandig, also auf beiden Seiten abgespielt werden kann, sowie das Endlosspiel. Je nach Leerraum am Ende des Magnetbandes plus (zweimal) Lange des Vorspanns entstehen jedoch gewisse Pausen.
Bis auf allereinfachstes Kinderspielzeug-Gerat, bei dem dann eine Kupplung rutscht und eventuell quietscht, hatten die Gerate ab Mitte der siebziger Jahre eine automatische Abschaltung beim Stoppen der Wickel durch das Erreichen des Bandendes. Im einfacheren Fall wird dabei nur der Motor abgeschaltet. Besser ist die horbare Servomotor-Losung, bei der auch die Magnetkopfe und die zu schonende Gummi-Andruckrolle weggeruckt werden.
Durch Druck auf eine Auswurftaste oder Offnen der Lade von Hand wird die Kassette ausgerastet oder auch ein Stuck herausgehoben. Bei Autogeraten mit Schlitz wird die Kassette ein Stuck herausgeschoben, nach dem manuellen Herausnehmen verschliesst eine Klappe den Schlitz dann von innen gegen Staub.
Einfache Gerate kommen fur Bandtransport mit kontrollierter konstanter Geschwindigkeit und dabei variabel schnell laufender Bandaufwicklung und schnellem Umspulen mit einem einzigen Motor aus. Sogar das Ausrucken von Tonkopf & Co am Bandende kann vom selben Motor angetrieben sein. Praziserer Gleichlauf des Bandes wird durch einen eigenen Motor nur fur den Bandtransport erreicht.
Trivia
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gegebenenfalls kann mit Hilfe eines handelsublichen Bleistifts das Kassettenband manuell gespult werden, beispielsweise um Bandsalat zu beheben oder um das Band punktgenau auszurichten. Der sechskantige Schaft des Stifts greift dabei in die Zahnung der Bobbys.[43]
Rundfunkberichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Sebastian M. Kramer: 50 Jahre Kompaktkassette. (PDF; 64 kB) SWR2 ,,Wissen", 9. Dezember 2013.
- Christoph Simon: Happy Birthday: Unsere Musikkassette wird 60. In WDR-Fernsehen vom 26. August 2023
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Paul Arnold: Weg von der Platte - hin zur Kassette? In: Ernst Gunther, Heinz P. Hofmann, Walter Rosler (Hrsg.): Kassette. Ein Almanach fur Buhne, Podium und Manege (= Kassette). Nr. 5. Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, Berlin 1981, S. 82-85.
- Gerhard Heinrichs: Tonband- und Cassetten-Recorder-Service. Franzis, Munchen 1988, ISBN 3-7723-5703-2.
- Pia Fruth: Record.Play.Stop. - Die Ara der Kompaktkassette. Eine medienkulturelle Betrachtung. Transcript, Bielefeld 2018, ISBN 978-3-8376-4220-9.
- Marc Masters: High bias. The distorted history of the cassette tape. The University of North Carolina Press, Chapel Hill 2023, ISBN 978-1-4696-7598-5.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Vergleich fast aller Magnetband-Kassetten
- Kleine Historie zur Geschichte der Magnetbandtechnik
- Die TESTcassette des DHFI zeigt den moglichen Stand der CompactCassetten-Technik (1980, Arndt Klingelnberg).
- Fotos von Hunderten von Kompaktkassetten, Mitarbeit erwunscht
- Anleitung zum Digitalisieren von Audio-Kassetten
- Weiterfuhrender Artikel uber die Nutzung der Kompaktkassette als Datentrager fur Computerspiele
- Michail Hengstenberg: Musik-Kassette. einestages, 13. Januar 2010.
- Karl-Gerhard Haas: 60 Jahre Kompaktkassette: Musik am laufenden Band. In: Heise online. 26. August 2023, abgerufen am 7. September 2023.
Uber die Herstellung vorbespielter Kassetten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Taylor Williams: Tapematic Audio Cassette Winding machine., Youtube, 5. April 2013.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- | Eric D. Daniel, C. Dennis Mee, Mark H. Clark: Magnetic Recording: The First 100 Years. The Institute of Electrical and Electronics Engineers, 1999, ISBN 0-7803-4709-9
- | a b c Wierd Duk: Bandsalat, der die Welt veranderte. Erfindung der Musikkassette. In: Zeit Online. 28. August 2013, abgerufen am 11. September 2016.
- | a b Sebastian M. Kramer: Ohrfutter aus der Jackentasche - 50 Jahre Kompaktkassette. (Memento vom 16. Mai 2014 im Internet Archive) SWR2 Wissen. Dossier zur Sendung vom 9. Dezember 2013
- | Jan Kedves: Wie das Leben so spult. In: sueddeutsche.de. 25. September 2019, abgerufen am 12. Dezember 2023.
- | Kassetten sind so beliebt wie schon lange nicht mehr. gearnews.de
- | 1 kHz Testton auf einer Stereo-Audiokassette; Bild aufgenommen mit einem Faraday-Magnetometer
- | a b Diese Zahl wurde mit der Vorlage:Inflation ermittelt, ist auf volle 100 EUR gerundet und bezieht sich auf den zuruckliegenden Monat Januar
- | Friedrich Engel, Gerhard Kuper, Frank Bell: SECHSTES BAND: Musik von Kassetten. In: Zeitgeschichten. Magnetbandtechnik als Kulturtrager. Ausgabe 2010, S. 428ff.
- | 50 Jahre Kompaktkassette. (Memento des Originals vom 26. Januar 2021 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht gepruft. Bitte prufe Original- und Archivlink gemass Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.swr.de (PDF) SWR2 ,,Wissen", 9. Dezember 2013, Manuskript der Sendung, S. 6; abgerufen am 16. September 2020.
- | Techmoan: It's not a cassette - so what is it? YouTube, 23. August 2019.
- | Techmoan: Cassette BGM Systems - how to squeeze 4 hrs of music onto one tape - AEI Propac, auf youtube.com
- | Ausgespielt: Audiokassetten kaum noch benutzt. digitalfernsehen.de, 10. August 2007.
- | Wil de laatste PDM'er het licht uitdoen? 11. Januar 2014, archiviert vom Original (nicht mehr online verfugbar); abgerufen am 5. Juni 2024.
- | The Masters of Tape - Recordable Media Group. RMG International, 5. April 2010, archiviert vom Original (nicht mehr online verfugbar); abgerufen am 5. Juni 2024.
- | Audio Cassette Tapes, Blank Cassette Tapes. Abgerufen am 5. Juni 2024.
- | saehanmedia.com, Video (7. Oktober 2010, Archivlink), abgerufen am 16. September 2020.
- | saehanmedia.com, Audio (7. Oktober 2010, Archivlink), abgerufen am 16. September 2020
- | Aktuelle Webseite von Saehan Media Co.,Ltd. 1997-2020, abgerufen am 17. September 2020
- | pressrelations.de (Memento vom 11. Januar 2014 im Internet Archive)
- | Thorsten Firlus-Emmrich: Produktionsstop - Das Ende der Kompaktkassette. In: Wirtschaftswoche. 1. Juli 2010, abgerufen am 10. Februar 2014.
- | natuerlichvoneuropa.de (Memento vom 1. Februar 2012 im Internet Archive; PDF)
- | Die Musikkassette uberlebt im Kinderzimmer. In: Focus Online. 10. September 2012, abgerufen am 10. Februar 2014.
- | Rewind? In: Jetzt. 18. September 2015, abgerufen am 30. September 2015.
- | Michael Hunt: Why the Cassette Tape Is Still Not Dead, auf rollingstone.com
- | Jetzt legen auch noch die Verkaufe von Musik-Kassetten wieder zu. (winfuture.de [abgerufen am 4. Juni 2017]).
- | Comeback der Kompaktkassette in Sudostasien. (Memento vom 3. Marz 2021 im Internet Archive) tagesspiegel.de
- | MC Bandsalat: Warum Musik Kassetten ein Comeback erleben. Abgerufen am 25. August 2023.
- | Die Ruckkehr der Kassette. In: jungle.world. Abgerufen am 25. August 2023.
- | Musikkassetten sind wieder sehr gefragt. In: 80s80s.de. Abgerufen am 10. Januar 2019.
- | Die Tonband-Kassette kehrt zuruck - aber es gibt ein Problem. Welt Online, 17. Oktober 2019; abgerufen am 13. September 2020.
- | Kassetten sind wieder angesagt - aber es gibt ein Problem. In: Welt Online. 17. Oktober 2019, abgerufen am 30. November 2023.
- | Aktuelle Bander - Silvio Tischer. In: menschmaschine.info. Abgerufen am 7. Januar 2024 (deutsch).
- | Hannes Brecher: Rewind Cassette Player kombiniert Retro-Design mit Metallgehause, Bluetooth und USB-C. In: notebookcheck.com. 22. Oktober 2023, abgerufen am 7. Januar 2024.
- | a b Karl-Gerhard Haas: 60 Jahre Kompaktkassette: Musik am laufenden Band. In: Heise online. 26. August 2023, abgerufen am 21. Juli 2024.
- | Techmoan: Pre-recorded Cassettes' Last Stand. YouTube, 24. Januar 2017.
- | Techmoan: Cassettes: Lenticular Classics & Endless Loops. YouTube, 13. September 2016 (Bild)
- | KAWAMURA2014: endoresukasetsutonoGou Zao (Aufbau der Endloskassette) youtube, 12.06.2015
- | Patent DE 3235425 C2 Magnetisches Aufzeichnungsmedium und Verfahren zu seiner Herstellung, eingetragen am 24. September 1982
- | Gert Redlich: Nach viertel Zoll kam dann noch achtel Zoll ... online im magnetbandmuseum.info, abgerufen am 22. Dezember 2013
- | Ausfuhrungen stutzen sich auf: Friedrich Engel, Gerhard Kuper, Frank Bell: SECHSTES BAND: Musik von Kassetten. Die Magnetbandspeicher-Nachfolger des Eisenoxids. In: Zeitgeschichten: Magnetbandtechnik als Kulturtrager. Ausgabe 2010, S. 456 ff.; Tabelle 31: IEC-Referenzleerbander fur Heimton- und professionelle Anwendungen, S. 540
- | elektor (Februar 1981). (PDF; 13 MB) Nummer 70. In: worldradiohistory.com. S. 9, abgerufen am 8. Marz 2021 (englisch).
- | Azimuth Precision of Compact-Cassette Shells (Azimut-Prazision von CompactCassetten-Gehausen). AES Hamburg 1989 No.2808. Arndt Klingelnberg.
- | ant: Verflixter Bandsalat, du warst so schon. Sozialverband VdK, 25. Februar 2013, abgerufen am 12. Oktober 2022.