Blackadder
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| Fernsehserie | |
| Titel | Blackadder |
|---|---|
| Produktionsland | Vereinigtes Konigreich |
| Originalsprache | Englisch |
| Genre | Comedy |
| Lange | 30 Minuten |
| Episoden | 24 in 4 Staffeln + 3 Special |
| Produktionsunternehmen | 7 Network BBC BBC Worldwide |
| Idee | Rowan Atkinson Richard Curtis |
| Produktion | John Lloyd |
| Erstausstrahlung | 15. Juni 1983 - 2. Nov. 1989 auf BBC One |
| Deutschsprachige Erstausstrahlung | 30. Dez. 1993 - 17. Okt. 1994 auf 3sat |
| - Besetzung - | |
Die Fernsehserie Blackadder der BBC wurde 1983 sowie 1986 bis 1989 mit Rowan Atkinson in der Hauptrolle gedreht. Rowan Atkinson schrieb mit Richard Curtis die Pilotfolge und die erste Staffel, danach ubernahm Ben Elton fur Atkinson die Co-Autorschaft fur die weiteren Folgen und Specials.
2004 wurde Blackadder in Grossbritannien zur zweitbesten britischen Sitcom gewahlt.[1] Die Filmzeitschrift Empire wahlte Blackadder 2008 auf Platz 20 der besten Fernsehsendungen aller Zeiten.
Handlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die vier Staffeln der Serie spielen in vier verschiedenen Epochen der englischen Geschichte zwischen 1485 und 1917. Rowan Atkinson spielt in jeder Epoche den aktuellen Reprasentanten der Familie Blackadder (die deutsche Entsprechung, eine einfarbig schwarze Variante der Kreuzotter, heisst Hollenotter), der sich in den ersten drei Staffeln sehr nahe am Zentrum der Macht befindet, wobei ein kontinuierlicher Abstieg vom Konigssohn (1. Staffel) uber den Adligen (2. Staffel) und den Kammerdiener des Thronfolgers (3. Staffel) bis zu einem einfachen Captain der Britischen Armee (4. Staffel) zu beobachten ist. Edmund, wie Blackadders Vorname in jeder Epoche lautet, zeichnet sich in allen Staffeln der Serie durch grosse Gerissenheit und einen ausgepragten Egoismus aus. Blackadder selbst untersteht stets einem geistig beschrankten, eingebildet-hochnasigen und unfahigen Vorgesetzten, den er von ganzem Herzen verachtet und von dem er unglucklicherweise sehr abhangig ist. Wahrend die 1. Staffel noch sehr von Slapstick-Elementen gepragt ist, andern sich Charakter und Humor der Serie mit dem Dazustossen von Ben Elton zum Autorenteam grundlegend: Blackadder bedient sich ab der 2. Staffel samtlicher Feinheiten der englischen Sprache, um all seine Mitmenschen auf hochst kreative Weise zu beleidigen. Zur Seite steht Blackadder der zutiefst einfaltige, vollig unfahige, aber endlos gutmutige Baldrick (gespielt von Tony Robinson), der auf der untersten Stufe der sozialen Hierarchie steht und stets als Blitzableiter fur den Zynismus und (Selbst-)Hass seines Herrn dienen muss. (Blackadder: ,,You're fired." - Baldrick: ,,But mylord, I've been in your family since 1532!" - Blackadder: ,,So has syphilis!")
Jede Folge prasentiert dem Zuschauer eine in sich abgeschlossene Geschichte, die einem ahnlichen dramaturgischen Aufbau folgt. Zunachst wird Edmund Blackadder durch eine willkurliche Entscheidung des Vorgesetzten oder durch seine eigene Arroganz in eine verzwickte, oft ausweglos scheinende Lage gesturzt. Einer der running gags der Serie ist daraufhin der vermeintlich rettende ,,raffinierte Plan", den Diener Baldrick zu haben glaubt (,,Don't worry, Mylord, because I have a cunning plan!"). Dieser Plan ist manchmal tatsachlich brillant, woraufhin ihn sich Edmund Blackadder zu eigen macht. Meistens aber ist er vollig hanebuchen und scheitert auf der ganzen Linie, woraufhin Baldrick bestraft wird und nur der Zufall alle Beteiligten am Ende aus der Zwickmuhle rettet - es enden Staffel 1, 2 und 4 jedoch mit Blackadders Tod. Bei Staffel 2 wird er nach dem Abspann von Prinz Ludwig getotet. Am Ende von Staffel 3 hingegen wird er durch einen glucklichen Zufall sogar Thronfolger.
Im Verlauf der Serie ist deutlich eine Entwicklung des Charakters des Sir Edmund Blackadder zu beobachten. Der Edmund des 15. Jahrhunderts agiert noch als einfaltiger, grimassierender Trottel in sehr slapstickhaften Situationen. Seine Nachkommen, die Edmunds des 16. bis 20. Jahrhunderts, prasentieren sich dagegen als hochintelligente, zynische und berechnende Misanthropen, woraus die besten Szenen und Dialoge der Serie entstehen. Dies ist sowohl Veranderungen im Autorenteam der Serie als auch der schauspielerischen Leistung von Rowan Atkinson zu verdanken. Mit jeder Staffel nehmen Blackadders Intelligenz und Vorsicht zu, wahrend Baldrick dafur immer mehr verdummt. Kurz bevor Edmund und seine Kompanie am Ende der letzten Staffel in einen aussichtslosen Sturmangriff geschickt werden, kommentiert er die Sinnlosigkeit des Krieges auf typische Weise: ,,We've been sitting here since Christmas 1914, during which time millions of men have died, and we've moved no further than an asthmatic ant with heavy shopping." (,,Wir hocken hier seit Weihnachten 1914, und in dieser Zeit sind Millionen von Mannern gestorben, wahrend wir nicht weiter voran gekommen sind als eine asthmakranke Ameise mit schweren Einkaufstuten.")
Der Witz der Serie entsteht zu grossen Teilen aus dem Gegensatz von Unterspielen und Overacting: Wahrend alle Figuren ausser Blackadder grossspurig und ubertrieben spielen, ist die Figur Blackadders ab der 2. Staffel stets sehr zuruckhaltend. So wirkt bereits das Hochziehen einer Augenbraue oder eine Geste als pointierter Kommentar Blackadders zum lacherlichen Verhalten der anderen Figuren.
Der kaum ubersetzbare Wortwitz setzt sehr gute Englischkenntnisse voraus, die Handlung enthalt zudem zahllose historische und politische Anspielungen; beides hat dafur gesorgt, dass Blackadder ausserhalb des englischen Sprachraums nur wenig erfolgreich war.
Hintergrund
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Serie ist eine pointierte Satire auf die britische Geschichte. Sie bedient sich vieler Zitate aus beruhmter britischer Literatur, von Shakespeare bis hin zum Propaganda-Vokabular der Zeit des Ersten Weltkrieges. Diese Zitate werden sowohl originalgetreu als auch satirisch verfremdet in die Handlung einbezogen. Zum Verstandnis der Serie ist historisches Wissen grundsatzlich zwar nicht erforderlich, allerdings bleiben dem Zuschauer ohne dieses viele Scherze und Pointen verborgen.
Gerade diese Vielschichtigkeit der Handlung und die historischen Bezuge - neben der schauspielerischen Leistung der Hauptdarsteller - bescherten der Serie grosse Beliebtheit. 2004 stimmten die Briten uber die hundert besten britischen ,,Sitcoms" ab. Blackadder landete auf Platz 2 hinter Only Fools and Horses.[2]
In Deutschland lief die Serie u. a. auf ARTE und 3sat in Originalfassung und auf RTL II in synchronisierter Fassung. Inzwischen ist die Serie auch auf DVD erhaltlich.
Es ist auch ein (englischsprachiges) Buch mit den Dialogen und einigen Extras wie beispielsweise Baldricks Stammbaum erschienen: Blackadder - The Whole Damn Dynasty.[3] Der Erlos des Buches fliesst der wohltatigen Stiftung Comic Relief zu.
Es wurden vier Staffeln mit insgesamt 24 Folgen und drei Specials gedreht.
Besetzung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Blackadder, gespielt von Rowan Atkinson
- Baldrick, gespielt von Tony Robinson
- weitere Personen
- 1. Staffel: The Black Adder
- Henry Tudor (nur 1. Folge), gespielt von Peter Benson
- Richard III. (nur 1. Folge), gespielt von Peter Cook
- Richard IV. gespielt von Brian Blessed
- Percy, Duke of Northumberland, gespielt von Tim McInnerny
- Die Konigin, gespielt von Elspet Gray
- Harry, Prince of Wales, gespielt von Robert East
- Cordelia (Folge 1), gespielt von Gretchen Franklin
- Hexenaustreiber und Vertilger (Folge 5), gespielt von Frank Finlay
- Der Falke (Folge 6), gespielt von Patrick Allen
- 2. Staffel: Blackadder II
- Elisabeth I., gespielt von Miranda Richardson
- Nursie, Amme von Elisabeth, gespielt von Patsy Byrne
- Lord Percy, gespielt von Tim McInnerny
- Lord Melchett, in der Position des Lord Chamberlain of the Household, gespielt von Stephen Fry
- Lord Flashheart (Folge 1), gespielt von Rik Mayall
- Sir Walter Raleigh (Folge 3), gespielt von Simon Jones
- Sea Captain Redbeard Rum (Folge 3), gespielt von Tom Baker
- Bischof von Bath and Wells (Folge 4), gespielt von Ronald Lacey
- Lady Whiteadder (Folge 5), gespielt von Miriam Margolyes
- Prinz Ludwig, der Unzerstorbare (Folge 6), sowie eine Nebenrolle (Folge 5), gespielt von Hugh Laurie
- 3. Staffel: Blackadder The Third
- Kronprinz und Prinzregent George (nachmaliger George IV.), gespielt von Hugh Laurie
- Mrs. Miggins, eine Kaffeehausbetreiberin, gespielt von Helen Atkinson-Wood
- William Pitt der Jungere (Folge 1), gespielt von Simon Osbourne
- Samuel Johnson (Folge 2), gespielt von Robbie Coltrane
- Lord Topper und Lord Smedley (Folge 3), gespielt von Tim McInnerny und Nigel Planer
- Schauspielerpaar Keanrick und Mossop (Folge 4), gespielt von Hugh Paddick und Kenneth Connor
- Amy Hardwood und ihr Vater (Folge 5), gespielt von Miranda Richardson und Warren Clarke
- Konig George III. und der Duke of Wellington (Folge 6), gespielt von Gertan Klauber und Stephen Fry
- 4. Staffel: Blackadder Goes Forth
- General Sir Anthony Cecil Hogmanay Melchett, gespielt von Stephen Fry
- Lieutenant The Honorable George Colthurst St. Barleigh, gespielt von Hugh Laurie
- Captain Kevin Darling, gespielt von Tim McInnerny
- Lord Flashheart, gespielt von Rik Mayall
- Baron von Richthofen, gespielt von Adrian Edmondson
- Schwester Mary, gespielt von Miranda Richardson
- Field Marshal Haig, gespielt von Geoffrey Palmer
- 1. Staffel: The Black Adder
Specials
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ausserhalb der Serien-Chronologie wurden drei Serien-Specials gedreht:
Blackadder - The Cavalier Years (1988)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sir Edmund Blackadder zeichnet sich im Jahre 1648 als einzig loyale Person zu Konig Karl I. (gespielt von Stephen Fry als Karikatur des damaligen britischen Thronfolgers Prince Charles) aus und versteckt ihn vor Oliver Cromwell und seinen Schergen. Durch Baldricks Schuld wird Charles dennoch gefasst, und durch die bevorstehende Enthauptung des Konigs sieht der Adlige Blackadder sein eigenes Leben in Gefahr. Er folgt dennoch am Ende dem Ruf des Geldes und stellt sich selbst als bezahlter Henker des Konigs zur Verfugung.
Dieses Special wurde erstmals am 5. Februar 1988 ausgestrahlt.
Blackadder's Christmas Carol (1988)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Dies ist eine Persiflage auf Charles Dickens klassische Weihnachtsgeschichte A Christmas Carol. Die Hauptrolle nimmt ,,Ebenezer Blackadder" ein. Dieser ist ein herzensguter Mensch, der von seiner Umwelt standig ausgebeutet wird, bis ihm der Geist der Weihnacht zeigt, wie bosartig seine Vorfahren im Vergleich zu ihm waren. Ebenezer zieht seine eigenen Schlusse daraus und wandelt sich in einen typischen Vertreter der Familie Blackadder, das heisst: gefuhlskalt, habgierig und zynisch.
Dieses Special wurde erstmals am 23. Dezember 1988 ausgestrahlt.
Blackadder Back and Forth (1999)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Back and Forth spielt am Silvesterabend 1999. Edmund Blackadder gibt fur einige alte Freunde eine Feier, in deren Mittelpunkt eine Zeitmaschine steht. Blackadder wettet, dass er mit ihrer Hilfe Dinge aus der Vergangenheit holen kann. Naturlich hat er nicht vor, durch die Zeit zu reisen, sondern die Sachen aus einem durch eine Falltur getarnten Keller voller Ramsch zu holen. Allerdings hat Blackadder die Rechnung ohne Baldrick gemacht, welcher die funktionierende Zeitmaschine mittels eines Buches von Leonardo Da Vinci gebaut hat. Wider Willen treten beide nun eine Reise in die Vergangenheit an, bei der sie auf Personlichkeiten wie Robin Hood oder William Shakespeare treffen und in den Lauf der Geschichte eingreifen.
Am Ende sieht der Zuschauer die Millenniumsfeier mit Konig Edmund III., Konigin Maryan (of Sherwood) und Premierminister auf Lebenszeit S. Baldrick.
Weitere
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es gab noch diverse andere Specials (zum Teil Theaterauftritte), die nicht auf DVD oder anderen Medien erschienen sind: Woman's Hour Invasion, Royal Gardener, The Army Years, The King's Birthday, The Shakespeare Sketch und die Pilot-Episode (die nie in England gesendet wurde).
Musik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vertont wurden die vier Staffeln der Serie von dem englischen Komponisten Howard Goodall. Jede der vier Blackadder-Staffeln (sowie die jeweiligen Specials, die im Fernsehen ausgestrahlt wurden oder auf DVD erschienen sind) erhielten eine eigene Titelkomposition, welche sich jedoch immer an das Grundthema aus der 1. Staffel halt. Goodall gleicht seine Musik der jeweiligen Epoche an, in der die Staffel spielt. So entwickelt sich die Musik von heroischen Fanfaren (1. Staffel) uber Streicher und Floten (2. Staffel), einer Cembalountermalung (3. Staffel) bis zu einem Blackadder-Version von The British Grenadiers (4. Staffel). Das an Charles Dickens Weihnachtsgeschichte angelehnte Special ,,Blackadder's Christmas Carol" variiert das Thema als weihnachtlichen Choral, ahnlich angelegt wie die Titelmusik aus Rowan Atkinsons Serie Mr. Bean, zu der Howard Goodall ebenfalls die Musik komponierte.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- J. F. Roberts: The True History of the Black Adder. The Unadulterated Tale of the Creation of a Comedy Legend. Preface Publishing 2012, ISBN 978-1-84809-346-1.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- | BBC - Britain's Best Sitcom - Vote (Memento vom 30. April 2013 im Internet Archive)
- | BBC - Press Office - Britain's Best Sitcom winner. Abgerufen am 18. Juni 2025.
- | ISBN 0-14-028035-9.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Blackadder 1983 bei IMDb
- Blackadder 1986 bei IMDb
- Blackadder bei Fernsehserien.de
- BBC-Comedy Blackadder
- Fan-Website (englisch)
- Filmausschnitte im Internet
- Black Adder bei prisma