Dark Mode

Zum Inhalt springen

Birgit Piechulla

aus Wikipedia, der freien Enzyklopadie

Birgit Piechulla (* 2. Marz 1956 in Neumunster) ist eine deutsche Biologin und Biochemikerin sowie Hochschullehrerin an der Universitat Rostock.

Nach dem Abitur in Kiel (1975) begann Piechulla noch im gleichen Jahr ein Biologiestudium, zunachst an der Universitat Oldenburg, dann an der Universitat Gottingen. Die Promotion erfolgte 1983 ebenfalls in Gottingen mit einer Arbeit uber den Elongationsfaktor EF-Tu aus Backhefe (Saccharomyces cerevisiae).[1] Die Habilitation im Fach Biochemie erfolgte im Jahre 1992 mit einer Arbeit uber die Regulierung der Expression von Chlorophyll-Bindungsproteinen in Tomaten (Lycopersicon esculentum).[2]

Sie war von 1992 bis 1996 Hochschuldozentin (C2) am Institut fur Biochemie der Pflanze der Universitat Gottingen und seit 1996 Professorin fur Biochemie (C4) am Fachbereich Biologie der Universitat Rostock bis zu ihrer Emeritierung im Jahre 2022.

Piechulla ist mit dem Mikrobiologen Hubert Bahl verheiratet. Sie haben zwei Sohne und eine Tochter.

Die Forschungsgebiete ihrer Arbeitsgruppe innerhalb der Biochemie sind unter anderem die Regulation der Emission fluchtiger Sekundarmetaboliten von Bakterien und Pflanzen[3], die Wirkung der biologischen circadianen Uhr auf die Genexpression bei Pflanzen, die Isolierung und Testung von Phytoestrogenen sowie die Analyse der Multigenfamilie der Lichtsammelkomplexproteine.

Daruber hinaus wirkte sie zusammen mit Hans-Walter Heldt an mehreren Ausgaben des Standardlehrwerks Pflanzenbiochemie mit und publizierte uber die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

  • 2022: Ehrenmitglied der DBG[4]

Veroffentlichungen (Auswahl)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Hans-Walter Heldt, Birgit Piechulla: Pflanzenbiochemie. 5. Auflage. Spektrum, Akademische Verlagsgesellschaft, Heidelberg 2015, ISBN 978-3-662-44397-2, S. 597 (unter Mitarbeiter von Fiona Heldt).
  • B. Piechulla: Professorin und Mutter - wie geht das? 28 Berichte vom alltaglichen Spagat zwischen Familie und akademischer Karriere. Spektrum, Akademischer Verlag, Heidelberg, 2011, ISBN 978-3-8274-2431-0.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. | Birgit Piechulla: Der mitochondriale Elongationsfaktor EF-Tu aus Saccharomyces cerevisiae. In: Uni Gottingen (Hrsg.): Dissertation. Gottingen 1983 (dnb.de [abgerufen am 28. Februar 2024]).
  2. | Birgit Piechulla-Bahl: Untersuchungen zur Regulation der Expression der Chlorophyll-a/b-Bindungsproteingene von Lycopersicon esculentum. In: Habilitationsschrift. Gottingen 1991 (google.de [abgerufen am 28. Februar 2024]).
  3. | Choong-Min Ryu, Birgit Piechulla und Laure Weisskopf: Bacterial Volatile Compounds as Mediators of Airborne Interactions. Springer, Singapore, ISBN 978-981-15-7293-7.
  4. | Ehrenmitglieder der DBG. In: Deutsche Botanische Gesellschaft. Abgerufen am 3. Marz 2024.
Personendaten
NAME Piechulla, Birgit
KURZBESCHREIBUNG deutsche Biologin, Biochemikerin und Hochschullehrerin
GEBURTSDATUM 2. Marz 1956
GEBURTSORT Neumunster