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Alles

aus Wikipedia, der freien Enzyklopadie
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Alles (Begriffsklarung) aufgefuhrt.

Der Begriff alles gehort zu der Wortgruppe der Indefinitpronomina und beschreibt somit eine vorhandene, aber nicht definierbare Anzahl von Dingen. Er findet sich in der Alltagssprache als Gegenbegriff zu nichts. Er hat den denkbar grossten Umfang und zugleich die geringste inhaltliche Bestimmung im Vergleich zu anderen Begriffen.

Die allgemeinsten Eigenschaften von Allem sind u. a. Existenz, Veranderung, Teilbarkeit und Bedarf von Raum und Zeit.

In der Alltagssprache wird alles heute in der Regel im Sinne einer grosstmoglichen Anzahl verwendet. Das Alles kann so verstanden werden, dass samtliche Exemplare, die von etwas vorhanden sind, bezeichnet werden und findet sich als Wortbestandteil in einigen Komposita (Alleskleber, Allesfresser, Alleskonner). Das Nomen All stammt von ,,alles" ab, da dieses sich bis ins Unendliche erstrecken und damit samtliches Existierende beinhalten soll.

Alles geht auf all zuruck, welches wiederum auf der indogermanischen Wurzel al- (wachsen) beruht.[1] Fruher existierte alles auch als adverbialer Akkusativ, in der Bedeutung von immer, oft jedoch zu einsilbigem alls gekurzt. Dieses alls oder als diente bis in das 21. Jahrhundert hinein auch zur Bildung von Schelten und Fluchen.

Philosophie, Wissenschaft und Religion

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In der Philosophie, Logik und Mathematik gibt es die Allaussage, die etwas uber alle Exemplare einer Klasse von Dingen aussagt.

In den empirischen Wissenschaften wird angestrebt, aufgrund von Erfahrung, d. h. aufgrund endlich vieler Beobachtungen, durch Induktion zu Aussagen zu kommen, die sich nicht nur auf die beobachteten, sondern auf alle Falle eines bestimmten Gebietes beziehen. Die Verallgemeinerung von endlich vielen Beobachtungen zu allgemeingultigen Aussagen fuhrt zu vermuteten Gesetzen, die sich durch weitere Beobachtungen jedoch als falsch oder nur begrenzt gultig erweisen konnen (Falsifizierung). Von naturwissenschaftlichen Aussagen wird Falsifizierbarkeit verlangt; die Aussagen mussen ihre Falsifikation prinzipiell erlauben (s. Wissenschaftstheorie).

Die Alleinheit (gelesen: All-Einheit) - oder auch Einheit des Alles - bezeichnet einen zentralen Begriff in pantheistischen Religionen, wonach die Einheit der Welt in Gott bestehe und Gott nicht als ausserhalb oder uber der Welt stehend, sondern als in der Welt sich realisierend gedacht wird.

Alles uber Alles

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Besondere Schwierigkeiten bereitet der Ausdruck Alles uber Alles in der Bedeutung, dass jede mogliche Kombination aller vorhandenen Dinge beschrieben werden soll. Aus logischen Grunden kann eine Enzyklopadie, die Alles uber Alles enthalt, nicht existieren, da darin beispielsweise auch alle vergangenen, gegenwartigen und zukunftigen Ereignisse thematisiert werden mussten, etwa dass man diesen Text hier gerade liest.

Alles und Nichts

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Inschrift ALLES UND NICHTS (2019)

Alles und Nichts wahlte Heinrich von Meysenbug (1742-1810) als Inschrift eines Gedenksteins, der gegen Ende des 18. Jahrhunderts als Teil eines von ihm errichteten Landschaftsparks auf dem Gipfel des Klauskopf stand und sich heute im Schlosspark Riede befindet.

Wiktionary: alles - Bedeutungserklarungen, Wortherkunft, Synonyme, Ubersetzungen

Einzelnachweise

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  1. | Das Herkunftsworterbuch (= Der Duden in zwolf Banden. Band 7). Nachdruck der 2. Auflage. Dudenverlag, Mannheim 1997 (S. 28). Siehe auch Friedrich Kluge: Etymologisches Worterbuch der deutschen Sprache. 7. Auflage. Trubner, Strassburg 1910 (S. 11).