Adolf Heusinger
Adolf Bruno Heinrich Ernst Heusinger (* 4. August 1897 in Holzminden; + 30. November 1982 in Koln) war ein deutscher General und von 1957 bis 1961 der erste Generalinspekteur der Bundeswehr. Heusinger diente in vier deutschen Armeen: Von 1915 bis 1918 im Heer des Deutschen Kaiserreichs, von 1920 bis 1935 in der Reichswehr, von 1935 bis 1945 in der Wehrmacht, in der er von 1937 bis 1944 die Operationsabteilung des Generalstabes im Oberkommando des Heeres fuhrte. Von 1955 bis 1964 war Heusinger schliesslich Soldat der neugegrundeten Bundeswehr, an deren Aufbau er massgeblichen Anteil hatte. Zuletzt war er Vorsitzender des NATO-Militarausschusses.
Leben bis 1945
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sein Vater war der 1862 in Gandersheim geborene Gymnasiallehrer Ludwig Heusinger (+ 1924), der in Helmstedt Gymnasialdirektor wurde. Seine Mutter Charlotte (+ 1913) entstammte der Adelsfamilie von Alten aus Helmstedt. Sein jungerer Bruder Bruno Heusinger wurde spater Prasident des Bundesgerichtshofes.
Beforderungen
- 18. Oktober 1915 Unteroffizier
- 31. Marz 1916 Fahnrich
- 4. Juli 1916 Leutnant
- 31. Juli 1925 Oberleutnant
- 1. Oktober 1932 Hauptmann
- 1. Marz 1936 Major
- 1. April 1939 Oberstleutnant
- 1. August 1940 Oberst
- 1. Dezember 1941 Generalmajor
- 1. Januar 1943 Generalleutnant
- 12. November 1955 Generalleutnant
- 1. Juni 1957 General
Adolf Heusinger besuchte von 1907 bis 1910 das Gymnasium in Holzminden und von Januar 1911 bis 1915 das Humanistische Gymnasium Julianum in Helmstedt. Am 13. April 1913 starb seine Mutter. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges absolvierte er im November 1914 eine vormilitarische Ausbildung. 1915 verliess er die Schule mit einem Notabitur und trat am 17. Juni 1915 als Freiwilliger (Fahnenjunker) in das 7. Thuringische Infanterie-Regiment Nr. 96 in Gera ein. Von August bis November 1915 absolvierte er einen Ausbildungskurs in Doberitz. Von Dezember 1915 bis Juni 1916 war er im Felde eingesetzt. Es folgte eine Verwundung und die Genesung im Kriegslazarett Dun, Reservelazarett Hildburghausen und Reservelazarett Helmstedt. Im August 1916 kam er zuruck zur Truppe. Von September bis November 1916 absolvierte er den 12. kriegswissenschaftlichen Lehrgang in Erfurt. Im November wurde er Kompanieoffizier. Es folgte ein Gasschutzkurs in Gent (1916) und ein MG-Kurs in Solesmes (1917). Im Marz 1917 wurde er stellvertretender Bataillonsadjutant und im April 1917 Nachrichtenoffizier. Am 4. Juli 1917 wurde er zum Leutnant befordert. Im Herbst 1917 geriet er schwer verwundet in Flandern in britische Kriegsgefangenschaft. Bis Dezember 1919 war Heusinger in einem Lager in Yorkshire.
Nach seiner Entlassung begann er zunachst ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an der Universitat Gottingen, wurde dann aber nach einigen Zwischenstationen im Mai 1920 neu vereidigt und trat im Oktober 1920 als Leutnant in das 15. Infanterie-Regiment der Reichswehr in Kassel ein. Am 31. Juli 1925 erhielt er die Beforderung zum Oberleutnant. Im Februar 1927 absolvierte er die Wehrkreisprufung als Jahrgangsbester. Danach wurde er zum 5. Artillerie-Regiment kommandiert. Von 1927 bis 1929 nahm er an der Fuhrergehilfenausbildung bei der 5. Division in Stuttgart teil. Danach wurde er in den Stab der 3. Division und einem Lehrgang fur Fuhrergehilfen im Reichswehrministerium in Berlin versetzt. Im Oktober 1929 war er zur Kommandantur in Berlin kommandiert. Von 1930 bis 1934 diente er als Generalstabsoffizier in der Operationsabteilung des Truppenamtes im Reichswehrministerium.
Am 23. September 1931 heiratete Heusinger in Kassel die Kunsthistorikerin und Tochter eines Arztes, Gerda Luise Kruger (* 17. August 1907), mit der er zwei Tochter (Ruth * 21. Juli 1932 und Ada * 1. Juni 1939) hatte.
Am 1. Oktober 1932 wurde Heusinger zum Hauptmann befordert. Von 1934 bis 1935 war er Kompaniechef im II. Bataillon des Infanterie-Regiments 18 in Paderborn und von 1935 bis 1937 Erster Generalstabsoffizier (Ia) der 1. Infanterie-Division in Allenstein. Dort wurde er am 16. Marz 1936 zum Major befordert und diente in der 11. Infanterie-Division. Fur die Zeit vom 17. Juni bis zum 10. Juli 1937 genehmigte ihm das Heerespersonalamt einen Auslandsurlaub in Schwarzort im von Litauen annektierten Memelland. Von August 1937 bis 1944 versah er seinen Dienst in der Operationsabteilung des Generalstabes im Oberkommando des Heeres in Berlin. Er war massgeblich beteiligt an den Planen fur eine militarische Aggression zur Zerschlagung der Tschechoslowakei 1938/39.[1]
Heusinger wurde am 20. Marz 1939 zum Oberstleutnant und am 1. August 1940 zum Oberst befordert. In seinem Aufgabenbereich war er unmittelbar in die Vorbereitung und Durchfuhrung des deutschen Uberfalls auf Polen am 1. September 1939 - Fall Weiss - einbezogen. Ab dem 15. Oktober 1940 war er Chef der Operationsabteilung des Generalstabes im Oberkommando des Heeres (OKH), die mit der strategischen und operativen Fuhrung der Heeresverbande befasst war. In dieser Position war er in die Vorbereitung und den Beginn des Uberfalls auf die Sowjetunion im Juni 1941, das Unternehmen Barbarossa einbezogen. Bereits im Marz 1941 war das OKH in der Person Halders, Heusingers und Eduard Wagners von Adolf Hitler daruber informiert worden, dass der Krieg in Russland als ,,Vernichtungskampf" gefuhrt werden sollte.[2] Ausserdem war Heusinger auch massgeblich an der Vorbereitung des fur den Sommer 1942 geplanten Fall Blau beteiligt, der Sommeroffensive der Wehrmacht im Jahr 1942 wahrend des Deutsch-Sowjetischen Krieges. Zuvor hatten sich Heusinger und der Chef des Generalstabs, Franz Halder, bei Adolf Hitler im Konflikt uber die Richtung dieses ,,Zweiten Feldzuges in Russland" nicht durchsetzen konnen. Beide hatten einem Stoss in Richtung Moskau anstatt Stalingrad/Kaukasus den Vorzug gegeben.
Seit August 1942 koordinierte Heusinger die ,,Partisanenbekampfung" in den besetzten Gebieten und liess in seiner Organisationsabteilung ,,Richtlinien fur die Bandenbekampfung" ausarbeiten. Als Zeuge in den Nurnberger Prozessen sagte er aus, dass die Behandlung der Zivilbevolkerung und die Methoden der Bandenbekampfung im Operationsgebiet der obersten politischen und militarischen Fuhrung eine willkommene Gelegenheit zur Umsetzung ihrer Ziele, namlich der ,,systematische[n] Reduzierung des Slawen- und Judentums", geboten habe.[3] Wahrend Heusingers Biograph Georg Meyer diesem attestiert, die Zivilbevolkerung trotz allem geradezu verstandnisvoll behandelt zu haben, um den Partisanen ihre Operationsbasis zu entziehen,[4] sieht Johannes Hurter diese Wertung durch Heusingers Vorschlag, einen Streifen von 50 km auf beiden Seiten der Nachschublinien rucksichtslos evakuieren zu lassen, widerlegt.[5]
Am 23. Dezember 1941 wurde Heusinger mit Wirkung ab 1. Dezember 1941 zum Generalmajor und am 21. Januar 1943 zum Generalleutnant befordert. Nach der Erkrankung von Generaloberst Kurt Zeitzler wurde Heusinger im Juli 1944 mit dessen Vertretung beauftragt und amtierte somit fur etwa zwei Wochen als Generalstabschef des Heeres.
Heusinger wusste von den Planen der Verschworer des Attentates gegen Hitler. Er war aber an der konkreten Planung und Ausfuhrung nicht beteiligt. Trotz der Einsicht, dass der Krieg verloren sei, war der Generalleutnant der Meinung, seine Soldatenpflicht erfullen zu mussen. Von dem unmittelbar bevorstehenden Anschlag ahnte er offenbar nichts. Am 20. Juli 1944 stand er unmittelbar neben Hitler, als die Bombe explodierte, die Claus Schenk Graf von Stauffenberg in seiner Aktentasche zuruckgelassen hatte. Heusinger erlitt Kopf-, Arm- und Beinverletzungen. Danach wurde er in die Fuhrerreserve versetzt. Am 23. Juli 1944 wurde er im Lazarett in Rastenburg von der Gestapo verhaftet, im Oktober 1944 allerdings wieder aus der Haft entlassen, da ihm nichts nachgewiesen werden konnte. In seiner Haftzeit verfasste er auch eine von Hitler wohlwollend aufgenommene ,,Denkschrift", in der er nicht den 20. Juli 1944, sondern die allgemeine militarische Entwicklung thematisierte.[6]
Am 6. September 1944 erhielt der neue Generalstabschef des Heeres, Heinz Guderian, von Hitler die Erlaubnis, gemeinsam mit der SA einen Landsturm zur Verteidigung des Ostens aufzustellen. Martin Bormann griff diese Initiative auf und uberzeugte Hitler am 14. September davon, stattdessen die NSDAP mit der Organisation der neuen Verbande zu betrauen. Am 25. September 1944 erging dazu der Fuhrererlass zur Bildung des Volkssturmes.[7] Da Guderian spater schrieb, er habe bei seinem Vorschlag einen Plan der Organisationsabteilung Heusingers aufgegriffen, wurde Heusinger auch als geistiger Urheber des Volkssturms angesehen. Heusinger bestritt Guderians Version 1956, zwei Jahre nach dessen Tod. Sein Plan eines ,,Landsturmes" habe allein der Evakuierung Ostpreussens dienen sollen, wahrend bewaffnete Zivilisten nach seiner Ansicht keinen Platz in der modernen Kriegfuhrung hatten.[8]
Kurz vor Kriegsende, am 25. Marz 1945, wurde Heusinger zum ersten Chef des neugeschaffenen Karten- und Vermessungswesens der Wehrmacht ernannt, trat seinen Dienst jedoch nicht mehr an.[9]
Nach dem Zweiten Weltkrieg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bis Mitte April 1945 lebte Heusinger als Zivilist getarnt in Walkenried im Harz.[1] Nach Kriegsende kam er in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Von 1945 bis 1948 stand er unter alliierter Aufsicht. Er sagte wahrend dieser Zeit mehrmals in den Nurnberger Prozessen aus.
Zu Beginn des Kalten Krieges entschied sich Heusinger 1948 personlich fur eine Zusammenarbeit mit der Organisation Gehlen des ehemaligen Generals Reinhard Gehlen in der ehemaligen Reichssiedlung Rudolf Hess in Pullach. So war er von 1948 bis 1950 unter dem Decknamen Adolf Horn Leiter der Auswertung der Organisation Gehlen und u. a. mit der Auskundschaftung der militarischen Lage der Sowjetunion befasst.[1] Zudem wurde Heusinger 1947 Stellvertreter Franz Halders in der Leitung der deutschen Abteilung der kriegsgeschichtlichen Forschungsgruppe der United States Army.[10] Nach Einschatzung des Militarhistorikers Rolf-Dieter Muller lenkte er zusammen mit Gehlen und Halder in seinen Nachkriegsdarstellungen von der Mitverantwortung der Generalitat, und damit seiner eigenen Kriegsschuld, bei der Planung des Uberfalls auf die Sowjetunion ab und versuchte ,,Hitler als Alleinschuldigen fur den Ostkrieg und das Scheitern eines vermeintlich genialen Feldzugsplans hinzustellen".[11]
Heusinger war Anfang der 1950er Jahre Mitglied der Schnez-Truppe, einer von ehemaligen Wehrmachts- und Waffen-SS-Offizieren gebildeten Geheimarmee.[12]
Im Jahre 1950 veroffentlichte er das autobiografische Buch Befehl im Widerstreit, Schicksalsstunden der deutschen Armee 1923-1945. Im Dezember 1950 wurde er Berater der westdeutschen Bundesregierung unter Bundeskanzler Konrad Adenauer fur die Petersberg-Gesprache mit den Alliierten. So nahm er an mehreren Treffen mit dem US-amerikanischen Hohen Kommissar John Jay McCloy und spater Samuel Reber sowie US-General George Price Hays teil. Am 22. Januar 1951 nahm er mit Adenauer und Hans Speidel an einem Treffen mit McCloy und dem Supreme Allied Commander Europe Dwight D. Eisenhower teil, bei dem sich herausstellte, dass Eisenhower die beiden fruheren Generale sehr wertschatzte und sie positiv fur die Idee einer Europaischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) gewinnen wollte.
Ab 1952 wurde Heusinger Leiter der Militarischen Abteilung im Amt Blank, dem Vorlaufer des Bundesministeriums der Verteidigung, das 1955 seine Arbeit aufnahm. Von 1955 bis 1957 hatte er den Vorsitz im Militarischen Fuhrungsrat inne.
Am 12. November 1955 erhielt Heusinger von Bundesprasident Theodor Heuss die Ernennungsurkunde zum Generalleutnant (eine Beforderung, da der Dienstgrad dem General-der-Infanterie der Wehrmacht entspricht) und wurde damit einer der ersten Generale der neu aufgestellten Streitkrafte der Bundesrepublik Deutschland. Ab dem 1. Marz 1957 war er Leiter der Abteilung Streitkrafte. Am 1. Juni desselben Jahres erhielt er die Beforderung zum General und die Ernennung zum ersten Generalinspekteur der Bundeswehr. Im Juni 1957 kritisierten Mitglieder des Personalgutachterausschusses, dass die Bundesregierung General Heusinger zum ersten Generalinspekteur der Bundeswehr ernannt hatte, ohne diese Absicht vorher mit dem Ausschuss zu beraten. Der Personalgutachterausschuss hatte bei der Prufung Heusingers zur Einstellung in die Bundeswehr erklart, dass dieser ungeeignet fur die Bundeswehr sei.[13]
Nach dem schweren Ungluck in der Iller am 3. Juni 1957, bei dem 15 Grundwehrdienstleistende ums Leben gekommen waren, grundete Heusinger das Soldatenhilfswerk. Von 1961 bis zum 26. Februar 1964 war er Vorsitzender des Militarausschusses (Military Committee) der NATO in Washington, D.C., USA, und Mitinitiator der ab 1967 angewandten NATO-Nuklearstrategie der Flexible Response (flexible Erwiderung). Im Dezember 1961 verlangte die Sowjetunion erfolglos von den Vereinigten Staaten die Auslieferung Heusingers wegen der Kriegsverbrechen unter der Verantwortung des deutschen Generals wahrend des Zweiten Weltkriegs. Im August 1963 erhielt Adolf Heusinger das Grosse Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Heusinger unterstutzte Frankreichs Position im Algerienkrieg, da es gelte, die Ausbreitung des Kommunismus um jeden Preis zu verhindern. Im Jahr 1958 erhielt er die zweithochste Auszeichnung der sudkoreanischen Regierung. Eine Atomwaffenfreie Zone in Mitteleuropa lehnte Heusinger ab, da das entstehende militarische ,,Vakuum" den Bestand der Bundesrepublik gefahrde.[14]
Am 1. April 1964 trat Heusinger in den Ruhestand. Am 20. Juni 1966 nahm er an den Feierlichkeiten zum zehnjahrigen Bestehen der Bundeswehrgarnison in seiner Geburtsstadt Holzminden teil. Seit 4. August 1967 gibt es den General-Heusinger-Preis, mit dem jahrlich ein Teilnehmer des Generalstabslehrgangs an der Fuhrungsakademie der Bundeswehr fur hervorragende Leistungen geehrt wird.
Adolf Heusinger starb am 30. November 1982 in Koln. Am 31. Oktober 1986 erhielt eine der Kasernen in der Infanterieschule in Hammelburg den Namen General-Heusinger-Kaserne. In seiner Geburtsstadt Holzminden wurde zudem nahe der Pionierkaserne am Solling (ehemals Medem-Kaserne) die Heusingerstrasse nach ihm benannt.
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Eisernes Kreuz (1914) II. und I. Klasse[15]
- Braunschweiger Kriegsverdienstkreuz II. Klasse[15]
- Reussisches Ehrenkreuz III. Klasse mit Schwertern[15]
- Reussische Silberne Verdienstmedaille mit Schwertern[15]
- Verwundetenabzeichen (1918) in Schwarz[15]
- Wehrmacht-Dienstauszeichnung II. Klasse
- Spange zum Eisernen Kreuz II. und I. Klasse
- Kriegsverdienstkreuz (1939) II. und I. Klasse mit Schwertern
- Freiheitskreuz I. Klasse mit Schwertern
- Verwundetenabzeichen 20. Juli 1944[16]
- Legion of Merit (Commander) (1960)
- Grosses Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1963)
Schriften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Befehl im Widerstreit - Schicksalsstunden der deutschen Armee 1923-1945. Rainer Wunderlich Verlag Hermann Leins, Tubingen 1950.
- mit Franz Josef Strauss: Der Offizier in der geistigen und politischen Situation der Gegenwart. Verlag Dr. Haus, Darmstadt 1957.
- Reden 1956-1961. Boldt Verlag, Boppard am Rhein 1961.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bundesministerium der Verteidigung - Fuhrungsstab der Streitkrafte I 3 (Hrsg.): Adolf Heusinger - ein deutscher Soldat im 20. Jahrhundert(Schriftenreihe Innere Fuhrung. Beiheft 3/87, ISSN 0171-3981). Bonn 1987.
- Dermot Bradley, Heinz-Peter Wurzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955-1997 - Die militarischen Werdegange (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 2, Teilband 1, Gaedcke - Hoff. Biblio-Verlag, Osnabruck 2000, ISBN 3-7648-2562-6, S. 345-348.
- Clemens Range: Kriegsgedient - Die Generale und Admirale der Bundeswehr. Translimes Media Verlag, Mullheim-Britzingen 2013, ISBN 978-3-00-043646-8, S. 212-214.
- Clemens Range: Die Generale und Admirale der Bundeswehr. Mittler, Herford 1990, ISBN 978-3-8132-0350-9, S. 14-27.
- Gerhard P. Gross: Mythos und Wirklichkeit. Geschichte des operativen Denkens im deutschen Heer von Moltke d. A. bis Heusinger. Ferdinand Schoningh, Paderborn 2012, ISBN 978-3-506-77554-2.
- Georg Meyer: Adolf Heusinger. Dienst eines deutschen Soldaten 1915 bis 1964. Mittler, Hamburg u. a. 2001, ISBN 3-8132-0769-2.
- Dieter Lent: Heusinger, Adolf. In: Horst-Rudiger Jarck, Gunter Scheel (Hrsg.): Braunschweigisches Biographisches Lexikon: 19. und 20. Jahrhundert. Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1996, ISBN 3-7752-5838-8, S. 271 f.
- Die tragische Laufbahn. In: Der Spiegel. Nr. 9, 1956 (online).
- Bittgang zur Gestapo. In: Der Spiegel. Nr. 22, 1959 (online).
Filme
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Der Fall Heusinger (DDR 1959, Regie: Joachim Hellwig).
- Fernsehinterview Heusingers mit Heinz Werner Hubner. In: Unternehmen Barbarossa. Die Vorgeschichte des Russlandkrieges. Ein Bericht von Heinz Werner Hubner, Sendung des Westdeutschen Rundfunks am 21. Juni 1966.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur von und uber Adolf Heusinger im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Werke von und uber Adolf Heusinger in der Deutschen Digitalen Bibliothek
- Suche nach ,,Adolf Heusinger" im Online-Katalog der Staatsbibliothek zu Berlin - Preussischer Kulturbesitz
- Adolf Heusinger. Tabellarischer Lebenslauf im LeMO (DHM und HdG)
- Biografie beim Bundesarchiv
- Biografie beim Bundesministerium der Verteidigung
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- | a b c Die tragische Laufbahn. In: Der Spiegel. Nr. 9, 1956, S. 24 (online - Titelgeschichte).
- | Johannes Hurter: Hitlers Heerfuhrer. Die deutschen Oberbefehlshaber im Krieg gegen die Sowjetunion 1941/42. Munchen 2007, S. 237 f.
- | Whitney R. Harris: Tyrannen vor Gericht. Das Verfahren gegen die deutschen Hauptkriegsverbrecher nach dem Zweiten Weltkrieg in Nurnberg 1945-1946. Berlin 2008, S. 184.
- | Meyer: Adolf Heusinger. S. 239 f.
- | Johannes Hurter: Hitlers und Adenauers General. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Dezember 2001.
- | Adolf Heusinger: Befehl im Widerstreit, Schicksalsstunden der deutschen Armee 1923-1945. Tubingen und Stuttgart 1950, S. 362.
- | Ralf Meindl: Ostpreussens Gauleiter. Erich Koch - eine politische Biographie. Osnabruck 2007, S. 423 f.
- | Christopher Duffy: Red Storm on the Reich. The Soviet March on Germany, 1945. Routledge, London 1991, S. 52 f.
- | Winfried Schrodter: Generalstabschefs aus dem Bannkreis der Militargeographie. In: Luftgeographie, Bildmess-, Karten- und Vermessungswesen in den deutschen Luftstreitkraften 1888-2002. 2. Marz 2021, abgerufen am 13. Oktober 2021.
- | John Zimmermann: Ulrich de Maiziere. General der Bonner Republik, 1912 bis 2006 (Zugleich: Potsdam, Universitat, Habilitationsschrift, 2011). Oldenbourg, Munchen 2012, ISBN 978-3-486-71300-8, S. 137.
- | Rolf-Dieter Muller: Der Feind steht im Osten. Hitlers geheime Plane fur einen Krieg gegen die Sowjetunion. Ch. Links, Berlin 2011, ISBN 978-3-86153-617-8, S. 261; siehe auch die Rezension bei H-Soz-u-Kult.
- | Klaus Wiegrefe: Nazi Veterans Created Illegal Army. Spiegel international, 14. Mai 2014, abgerufen am 14. Oktober 2024 (englisch).
- | Personalgutachterausschuss. In: Der Spiegel. Nr. 26, 1957 (online).
- | Rheinische Post, Dusseldorf, 3. Oktober 1958.
- | a b c d e Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Mittler & Sohn, Berlin 1930, S. 159.
- | Jorg Nimmergut: Deutsche Orden und Ehrenzeichen bis 1945. Band 4. Wurttemberg II - Deutsches Reich. Zentralstelle fur wissenschaftliche Ordenskunde, Munchen 2001, ISBN 3-00-001396-2, S. 2228.
| Vorganger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| B.R.P.F. Hasselman | Vorsitzender des NATO-Militarausschusses 1961-1964 | Charles de Cumont |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Heusinger, Adolf |
| ALTERNATIVNAMEN | Heusinger, Adolf Bruno Heinrich Ernst (vollstandiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher General |
| GEBURTSDATUM | 4. August 1897 |
| GEBURTSORT | Holzminden |
| STERBEDATUM | 30. November 1982 |
| STERBEORT | Koln |
- Person (Organisation Gehlen)
- General (Heer der Bundeswehr)
- Generalinspekteur der Bundeswehr
- Militarperson (NATO)
- Nachrichtendienstliche Person (Vereinigte Staaten)
- Generalleutnant (Heer der Wehrmacht)
- Mitglied der Himmeroder Expertengruppe
- Hauptmann (Reichswehr)
- Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)
- Person (Partisanenkrieg im Zweiten Weltkrieg)
- Zeuge in den Nurnberger Prozessen
- Trager des Ordens Legion of Merit (Kommandeur)
- Trager des Grossen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband
- Trager des Deutschen Kreuzes in Gold
- Trager des Ordens der Krone von Italien (Komtur)
- Trager des Finnischen Ordens des Freiheitskreuzes
- Trager des Eisernen Kreuzes I. Klasse
- Trager des Reussischen Ehrenkreuzes
- Person (Holzminden)
- Deutscher
- Geboren 1897
- Gestorben 1982
- Mann