Integration: #stolzdrauf-Kampagne kostete 326.000 Euro

Fur die Nationalstolz-Kampagne wurden Inserate geschaltet und TV-Spots produziert. Die Grunen orten Fehler in den Angaben des Integrationsministeriums.

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Aussenminister Sebastian Kurz - (c) Stanislv Jenis
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28.01.2015 um 12:12

Die Nationalstolz-Kampagne des Integrationsministeriums ("#stolzdrauf") im Vorjahr hat das Ressorts insgesamt 326.028,70 Euro gekostet. Dies geht aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung von Minister Sebastian Kurz (OVP) hervor.

Die Kampagne wurde vom Osterreichischen Integrationsfonds (OIF) gemeinsam mit dem Ministerium durchgefuhrt und lief bis 20. Dezember 2014. Neben Lancierung des sogenannten Hashtags "#stolzdrauf" in den sozialen Medien wurde auch zu traditionellen Werbemassnahmen gegriffen. So wurden in elf Tageszeitungen insgesamt 18 Inserate geschaltet, was mit 214.805 Euro zu Buche schlug. Fur Online-Werbung gab man 62.390 Euro aus, fur TV-Spots 48.837 Euro.

Das Integrationsministerium hat auch den Impact der Kampagne untersuchen lassen und ist zufrieden. Laut einer market-Umfrage vom Dezember gaben 62 Prozent der 1000 Teilnehmer an, diese Kampagne wahrgenommen zu haben.

Grune: Angaben teilweise nicht nachvollziehbar

Die Grunen, deren Menschenrechtssprecherin Alev Korun die Anfrage eingebracht hatte, konnen indes einige Angaben nicht nachvollziehen. "In mindestens funf Tageszeitungen wurde die doppelte bis dreifache Menge an Inseraten geschalten", kritisierte Korun unter Berufung auf Eigenrecherche. In "heute" habe man sechs statt drei Inserate gezahlt, in "Osterreich" funf statt drei, im "Kurier" vier statt zwei, in der "Kronen Zeitung" seien es drei statt wie angegeben zwei gewesen und in der "Presse" ebenfalls drei (anstelle nur eines Inserats). "Die tatsachlichen Kosten der Kampagne durften eine halbe Million Euro und sogar mehr betragen", schliesst Korun daraus.

Im Ministerium hat man dafur eine Erklarung parat: Auch der OIF habe Inserate geschaltet - dasselbe Sujet, anderes Budget, wurde betont. Insgesamt habe der Fonds dafur rund 120.000 Euro aufgewendet.

(APA)

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