< Back | Wikipedia | Home | Dark Mode


Microsoft Train Simulator


In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch folgende wichtige Informationen: Rezeption Hilf der Wikipedia, indem du sie recherchierst und einfugst.

Der von Kuju entwickelte und von Microsoft vertriebene Train Simulator ist ein Eisenbahn-Fahrsimulator fur den PC, der im Jahr 2001 auf den Markt gebracht wurde. Die im Internet ubliche Abkurzung fur dieses Programm lautet MSTS.

Im Gegensatz zu Zugsimulatoren fruherer Generationen wie Railsim liegt dem Train Simulator ein raumliches, dreidimensionales Fahrzeug- und Landschaftsmodell zu Grunde. Der Fuhrerstand selbst wird zweidimensional simuliert; alle Betatigungsorgane sind aus Momentaufnahmen raumlicher Modelle ubernommen, sodass kaum ein Unterschied zu dreidimensionalen Modellen zu bemerken ist.

In der im Handel befindlichen Version enthalt der Train Simulator folgende Strecken und Rollmaterial:

In der Hauptansicht befindet sich der Spieler im Fuhrerstand einer Lokomotive und bewegt einen Zug durch eine Landschaft, die der naturlichen Landschaft nachempfunden ist. Weitere Sichten erlauben den Blick von aussen auf die Lokomotive, auf den letzten Wagen, auf den Zug neben der Strecke stehend, aus dem inneren eines Personenwagens oder von oben auf die vordere oder hintere Kupplung zum Ankuppeln weiterer Wagen oder Lokomotiven. Bei vielen Lokomotiven ist ein Hinauslehnen und ein stufenloser Rundumblick aus dem Seitenfenster moglich.

Grundsatzlich lassen sich nahezu alle Lokomotivtechniken und Wagen anhand einer grossen Anzahl von Parametern simulieren. Dazu gehoren die verschiedenen Arten von Druckluft- und Vakuumbremsen, unterschiedliche Kupplungen, Spitzensignale, Zugkrafte, Kupplungsabriss bei Uberlastung, Schleudern der Lok, Kesselparameter bei Dampflokomotiven, Parameter der dynamischen Bremse, so die Lokomotive daruber verfugt. Tender konnen bekohlt und mit Wasser befullt werden. Wichtige Bedienelemente der Dampflok wie die Dampfstrahlpumpe, der Hilfsblaser und die Zylinderhahne sind vorhanden und funktionieren. Der Schlupf der Antriebsrader andert sich beim Betatigen des Sandens, manche moderne Lokomotive besitzt eine Antriebsschlupfregelung.

Die Akustik der Lokomotiven und Zuge und der Umwelt wird mit Hilfe von sogenannten Samples simuliert. Eine akustische Einschrankung des Simulators ist, dass der Auspuffschlag der Dampflokomotiven nicht geschwindigkeitssynchron ist, sondern stufig geandert wird (Uberblendung). In den kostenlosen Add-ons sind sehr oft Mangel des ursprunglichen Simulators behoben. Die akustische Simulation ist allerdings nicht lastabhangig, so dass man zum Beispiel bei einer Dampflok bei Reglerstellung 0 und vielen Auspuffschlagen in den Bahnhof rollt.

Der MS Train Simulator wird grundsatzlich mit der Tastatur oder der Maus bedient. Er besitzt keine Schnittstelle fur Joysticks oder externe Anzeigen wie etwa der MS Flight Simulator. Zukaufbare externe Bedienelemente lesen die Bildschirmanzeige aus und emulieren eine Tastatur uber den USB-Anschluss, ein Beispiel dafur ist der RailDriver. Kostenlose Zusatzprogramme wie Joy2Key oder Joystick2Mouse lassen es zu, die Tastaturbefehle durch nahezu beliebige Eingabegerate wie Joysticks und Gamepads zu emulieren. So lasst sich der Zug beispielsweise auch mit einem digitalen Logitech-WingMan-Joystick steuern.

Der MS Train Simulator enthalt auch in der aktuellen Version 1.2 Software-Fehler. Beispiele:

  • Auf der Strecke Marias Pass und auf einigen wenigen Zusatzstrecken reissen an bestimmten Stellen Zuge aus unerklarlichen Grunden auseinander.
  • Dynamische Bremsen der Lokomotive funktionieren nur in einer Fahrtrichtung. Die dynamische Bremse einer Elektrolokomotive wird im optional einblendbaren Overhead-Display falsch angezeigt und ist so uber externe Steuergerate nicht bedienbar.
  • Falls Entgleisen in der Simulation eingeschaltet ist, entgleisen die Zuge schon unmittelbar vor Erreichen der zulassigen Streckengeschwindigkeit.
  • Fehler im Signal- bzw. Blocksystem: computeranimierte Zuge fahren ab und zu in belegte Blocke ein.
  • Bei mangelnder Rechnerleistung werden nicht ladbare Dateien (meist Objekte oder Texturen) falschlicherweise als nicht vorhanden angezeigt.

Da Microsoft in der Vergangenheit keine Ressourcen mehr fur den Train Simulator aufwendete, war nicht damit zu rechnen, dass diese Fehler behoben werden.

Ein realistischer Simulationsbetrieb ist, sofern im Vorbild Zugsicherungssysteme eingesetzt werden, nicht ohne Kompromisse moglich. Der Train Simulator bot dafur jedoch eine bessere Landschaftsdarstellung als andere Zugsimulatoren jener Zeit.

Die von Microsoft angekundigte Version 2 sollte ursprunglich im Juli 2004 veroffentlicht werden. Da aber die Entwicklerfirma Kuju in finanzielle Schwierigkeiten geraten war und nicht die gewunschte Qualitat abgeliefert hatte, war es nicht moglich, die Version fertigzustellen. Daher wurde die Entwicklung abgebrochen, obwohl das Projekt bereits fast fertiggestellt war. Es wurden bereits Screenshots und Videos einer fast fertigen Version im Internet publiziert. Erste Plane, die Version 2 in Eigenregie fertigzustellen, sah Microsoft als nicht vielversprechend an. In der Folge wurde das Produkt 2007 durch Electronic Arts unter dem Namen Rail Simulator herausgegeben. Nach der Ubernahme des Produkts durch Dovetail Games heisst das Produkt heute wiederum Train Simulator. Dieser erinnert von der Bedienung her an Microsoft Train Simulator, ist allerdings wesentlich komplexer aufgebaut und ist mit diesem bezuglich der Routen und des Rollmaterials vollig inkompatibel.

Microsoft hat 2007 einen neuen Train Simulator angekundigt. Dieser wurde jedoch nichts mit dem vor einigen Jahren eingestellten MSTS 2 in Zusammenarbeit mit Kuju zu tun haben, sondern ein komplett neues Programm, entwickelt durch Aces Game Studios, darstellen. Dabei sollte die Erfahrung aus den Flight-Simulator-Spielen behilflich sein. Bei MSTS 2 sollten unterschiedliche Natureinflusse, wie etwa Nebel, die Fahrweise des Spielers beeinflussen. Fur den computergesteuerten Verkehr auf den Strecken sollte es eine neuartige kunstliche Intelligenz geben und beispielsweise Zuge in der Lage sein, die Signale zu erkennen und ihnen Folge zu leisten. Ausserdem war geplant, leicht uberhohte Kurven in MSTS 2 einzubauen. Uberhohte Kurven sind leicht geneigt, so dass diese schneller befahren werden konnen. Basierend auf Flight Simulator X sollte eine neue Rendering-Engine entstehen. Laut Microsoft hatte der Train Simulator 2 zum Weihnachtsgeschaft 2009 auf dem Markt erscheinen sollen. Aufgrund von massiven finanziellen Einsparungen seitens Microsoft wurde im Januar 2009 angekundigt, dass eine Fertigstellung des weit fortgeschrittenen MSTS 2 nicht stattfinden wird. Die Aces Game Studios als Teil der Microsoft Game Studios wurden geschlossen.

Der Train Simulator setzt mindestens einen Intel Pentium II mit 266 MHz, 32 MB Arbeitsspeicher (unter Windows 2000: 64 MB) sowie eine 3D-fahige Grafikkarte mit 4 MB Speicher voraus. Je komplexer dreidimensionale Modelle oder computergesteuerter Zugverkehr simuliert werden, desto hoher sind die Anforderungen. Vom Hersteller wurden ursprunglich Windows 95, 98, ME und 2000 als kompatible Betriebssysteme angegeben, spater wurde Windows XP ebenfalls offiziell unterstutzt. Von Microsoft nicht unterstutzt wird der Betrieb auf Windows Vista oder neueren Systemen. Mit Hilfe von Wine ist es moglich, die Simulation unter neueren Windows-Systemen beziehungsweise macOS oder Linux zum Laufen zu bringen.

Inzwischen gibt es zum Train Simulator eine grosse Menge Zusatzpakete, Add-ons genannt, sowohl als kommerzielle Software als auch als Open Source/Freeware.

Im Bereich deutscher, kommerzieller Add-on-Hersteller haben sich einige Unternehmen etabliert: German Railroads mit der Reihe German Railroads (Strecken, Aufgaben und Rollmaterial) und German Trains (Aufgaben und Rollmaterial), Aerosoft unter dem Namen Train-World mit verschiedenen Add-on-Reihen, Halycon Media, sowie der grosste deutschsprachige MSTS-Add-on-Anbieter Blue Sky Interactive mit den Reihen ProTrain und TrainSim Pro und insgesamt uber 50 veroffentlichten Add-ons fur den Microsoft Train Simulator. Was die Qualitat der einzelnen Hersteller angeht, gehen die Meinungen teilweise weit auseinander.

Einige der kostenlosen Zusatzpakete ubertreffen nach Anwenderangaben in der Qualitat die Kaufsoftware. Viele Strecken, Objekte, Triebfahrzeuge und Aufgaben stehen kostenlos im Internet zum Herunterladen zur Verfugung.

Stadtische Nahverkehrsstrecken sind beim Train Simulator vernachlassigt worden, da die begrenzte Engine des Train Simulators keine grossen Objektzahlen zuliess. Dennoch schafften es einige Streckenbauer nach einiger Zeit, mit diesen Limitierungen umzugehen und bauten entsprechende Strecken. Als besonders gut umgesetzt gelten das Netz und der Fuhrpark der Stadtbahn Koln, bei der auf mehrere Strecken verteilt ein Grossteil des Streckennetzes nachgebaut wurde. Die von Anwendern gebauten Freeware-Strecken fanden sogar bei den Offiziellen der KVB Anklang und werden dort Besuchern des Museums als ,,Jedermannsimulator" prasentiert.

Neben zwei offiziellen Updates von Microsoft zur Version 1.1 und 1.2 (eigentlich 1.4) erschien im Mai 2006 eine erste Version einer Reihe kostenloser, von Microsoft offiziell nicht legitimierter, privat herausgegebener und inoffizieller Patches fur das Grundprogramm, die sich unter dem Titel MSTS Bin das Ziel setzen, die Anwendung um neue Funktionen zu erweitern oder bestehende Ungereimtheiten zu korrigieren.

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch wichtige Informationen. Hilf der Wikipedia, indem du sie recherchierst und einfugst.
  1. | Joseph Tartakoff: Microsoft shuts down its Aces Studio. In: nwsource.com. 23. Januar 2009, archiviert vom Original am 25. Januar 2009; abgerufen am 15. Mai 2022 (englisch): ,,But the company did say that there would be no future versions of Train Simulator. From a spokeswoman: 'I can confirm that development on future versions of that franchise will not continue.'"
  2. | Systemvoraussetzungen. In: microsoft.com. Microsoft Corporation, archiviert vom Original am 26. Januar 2012; abgerufen am 15. Mai 2022 (englisch).
  3. | Benjamin Bezold: Mit der Bahn um die Welt. In: PC Action. Nr. 8/2001, August 2001, S. 104.
  4. | Sascha Gliss: Train Simulator. In: PC Games. Nr. 09/2001, September 2001, S. 108 (kultboy.com [abgerufen am 17. Dezember 2025]).
Suche Inhaltsverzeichnis umschalten Microsoft Train Simulator 22 Sprachen Abschnitt hinzufugen

Source: de.wikipedia.org