Dark Mode

Zum Inhalt springen

Johannes Blaskowitz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopadie
(Weitergeleitet von Blaskowitz)
Johannes Blaskowitz (1944)
Von links nach rechts: Gerd von Rundstedt, Johannes Blaskowitz und Walter von Reichenau (1939)

Johannes Albrecht Blaskowitz (* 10. Juli 1883 in Paterswalde, Landkreis Wehlau (Ostpreussen); + 5. Februar 1948 in Nurnberg) war ein deutscher Heeresoffizier (ab 1939 Generaloberst). Im Zweiten Weltkrieg war er zunachst Armee-Oberbefehlshaber in Polen, dann beim Westfeldzug Frankreich sowie auch Befehlshaber der Besatzungstruppen. Er war Verfasser mehrerer Denkschriften gegen Graueltaten der Einsatzgruppen. Spater war er Oberbefehlshaber verschiedener Heeresgruppen. Nach Kriegsende wurde er im ,,Prozess Oberkommando der Wehrmacht" angeklagt; er beging am ersten Verhandlungstag Suizid.

Kaiserreich und Erster Weltkrieg

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johannes Blaskowitz wurde am 10. Juli 1883 als Sohn des protestantischen Pfarrers Hermann Blaskowitz, dessen Vorfahren ursprunglich aus der Krain stammten, und seiner Ehefrau Marie geborene Kuhn, in Paterswalde geboren. Er hatte drei Schwestern, mit denen er nach dem Tod der Mutter 1886 und der Wiederverheiratung des Vaters bis zum elften Lebensjahr in Ostpreussen aufwuchs. Blaskowitz besuchte die Volksschule in Walterkehmen (Landkreis Gumbinnen), anschliessend eine hohere Privatschule in Milluhnen (Landkreis Stalluponen).[1]

Seine militarische Laufbahn begann er bereits im Alter von zehn Jahren, drei Jahre verbrachte er als Kadett in Koslin und vier weitere Jahre auf der Hauptkadettenanstalt in Gross-Lichterfelde bei Berlin. Am 2. Marz 1901 trat er nach dem Gymnasialabitur[2] als knapp achtzehnjahriger Fahnrich in die Preussische Armee ein und wurde dem Infanterie-Regiment ,,von Grolmann" (1. Posensches) Nr. 18 in Osterode in Ostpreussen zugeteilt, dem er die nachsten elf Jahre angehorte.

Blaskowitz besuchte die Kriegsschule Engers, absolvierte sie als Zweitbester und wurde am 27. Januar 1902 zum Leutnant befordert. Er nahm an einem Lehrgang der Militar-Turnanstalt in Berlin teil und war anschliessend eineinhalb Jahre als Hilfslehrer an dieser Anstalt tatig. Von 1908 bis 1911 an die Kriegsakademie in Berlin kommandiert, legte er dort die Dolmetscherprufung in Franzosisch ab und kam anschliessend als Oberleutnant zur 3. Kompanie des 9. Badischen Infanterie-Regiments Nr. 170 nach Offenburg. Am 1. April 1914 erfolgte seine Versetzung in den Stab des Infanterie-Regiments ,,Markgraf Ludwig Wilhelm" (3. Badisches) Nr. 111.

Den Ersten Weltkrieg erlebte Blaskowitz als Hauptmann und Kompaniechef zunachst ausschliesslich an der Front, wo er an den Schlachten in Lothringen und Flandern ebenso in vorderster Linie teilnahm wie an den Kampfen in Tirol und am Feldzug gegen Serbien. Ab April 1916 war er als eben zum Generalstabsoffizier Beforderter in den Schlachten von Kowel und Riga eingesetzt. Anschliessend folgten weitere Einsatze an der Westfront. Wahrend des Krieges wurde Blaskowitz u. a. mit beiden Klassen des Eisernen Kreuzes und dem Ritterkreuz des Koniglichen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern ausgezeichnet.[3]

Weimarer Republik

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Kriegsende kehrte Blaskowitz nach Offenburg zuruck, wurde aber kurze Zeit spater nach Hannover zum Hauptquartier des X. Armee-Korps versetzt. Im Fruhjahr 1919 trat Blaskowitz als Generalstabsoffizier im Hauptquartier des Wehrkreises V in Stuttgart seinen Dienst an. Wahrend des Kapp-Putsches floh das Kabinett Bauer von Dresden nach Stuttgart und wurde dort von Blaskowitz' kommandierenden Vorgesetzten, General Walter von Bergmann, unterstutzt. Nach dem gescheiterten Putschversuch war Blaskowitz an der Niederschlagung des Ruhraufstands beteiligt.

Am 1. Oktober 1924 ubernahm er als Kommandeur das III. Bataillon des 13. (Wurttembergischen) Infanterie-Regiments in Ulm. Blaskowitz wurde dort 1926 zum Oberstleutnant befordert und kehrte 1928 nach Stuttgart zuruck, wo er als Chef des Stabes der 5. Division fungierte. Nach Beforderung zum Oberst am 1. Oktober 1929 war er auch zeitgleich bis 31. Januar 1933 Landeskommandant in Baden.

Ende 1930 wurde Blaskowitz zum Kommandeur des 14. (Badisches) Infanterie-Regiments (,,Seehasen") in Konstanz ernannt und am 1. Oktober 1932 zum Generalmajor befordert. In seinem Regiment erfreute er sich aufgrund seines offenen und fursorglichen Umgangs mit den ihm unterstellten Soldaten grosser Achtung und Zuneigung. Auch bei der Konstanzer Einwohnerschaft sowie bei den badischen Landesbehorden und der Presse stand er in hohem Ansehen. Zu Blaskowitz politischen Anschauungen in dieser Zeit gibt es nur fragmentarische Belege. Er scheint den Typus des unpolitischen Reichswehroffiziers verkorpert zu haben, der der Republik innerlich ablehnend gegenuberstand und der das Weimarer Parteiensystem aufgrund seiner Zersplitterung fur das ,,Ungluck Deutschlands" hielt.[4]

Okkupation der Tschechoslowakei 1939

Zeit des Nationalsozialismus

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Februar 1933 wurde er in das Reichswehrministerium nach Berlin versetzt, zum Inspekteur der Waffenschulen ernannt und am 1. Dezember 1933 zum Generalleutnant befordert. 1935 erfolgte die Ernennung zum Kommandierenden General im Wehrkreis II in Stettin und 1936 die Beforderung zum General der Infanterie. 1938 wurde er Oberbefehlshaber (OB) der Heeresgruppe 3 in Dresden. Damit war er in eine der sieben hochsten Kommandostellen des Heeres aufgeruckt. Er nahm am Einmarsch der Wehrmacht in Osterreich (Unternehmen Otto) teil und fuhrte seine Verbande bei der Besetzung des Sudetenlandes und der Zerschlagung der Tschechoslowakei im Herbst 1938 bzw. Fruhjahr 1939.[4]

Zweiter Weltkrieg

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Blaskowitz (mit dem Rucken zur Kamera) bei der Entgegennahme der Kapitulation Warschaus durch den polnischen Divisionar Tadeusz Kutrzeba am 28. September 1939

Wahrend des Uberfalls auf Polen, an dessen operativer Planung Blaskowitz beteiligt war, befehligte er die 8. Armee. In der Schlacht an der Bzura verhinderte er am 9. September einen polnischen Durchbruch bei Leczyca in Richtung Lodz, indem er mit seiner Armee, die eigentlich Richtung Osten angriff, einen Gegenangriff in nordwestlicher Richtung fuhrte. Dadurch hatte die 8. Armee massgeblichen Anteil am Erfolg der Kesselschlacht. Zwar zeigte sich Adolf Hitler bei einem Frontbesuch mit Blaskowitz' Fuhrung unzufrieden. Gleichwohl wurde Blaskowitz mit dem Angriff auf Warschau beauftragt.[4] Am 28. September 1939 nahm er die Kapitulation Warschaus entgegen.

Die Generale Gerd von Rundstedt (salutierend) und Johannes Blaskowitz nehmen am 2. Oktober 1939 in Warschau die Parade auf dem Platz vor der Oper ab. Foto von Erich Borchert.

Nach dem Ende der Kampfhandlungen wurde Blaskowitz von Hitler zum Generaloberst befordert und mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.[4] Am 20. Oktober 1939 wurde er als Oberbefehlshaber Ost Nachfolger von General von Rundstedt und damit Chef des deutschen Besatzungsheeres in Polen.

Blaskowitz protestierte im Herbst 1939 und Winter 1939/40 mehrfach gegen die radikale Umsetzung der von Hitler angeordneten ,,volkischen Flurbereinigung", also gegen die Ermordung von Juden und der polnischen Intelligenz durch SS, Polizei und den Volksdeutschen Selbstschutz, denen in den besetzten Gebieten innerhalb weniger Monate Tausende zum Opfer fielen. Sein Protest speiste sich nicht allein aus moralischer Emporung, sondern auch aus Sorge um die Disziplin der Truppe, dem Arger uber die ,,Anmassung" selbststandiger Polizeikrafte sowie pragmatischen Uberlegungen.[5]

,,Die Polizei hat bisher noch keine sichtbaren Aufgaben der Ordnung geleistet, sondern nur Schrecken in der Bevolkerung verbreitet. Inwieweit sich die Polizei selbst damit abzufinden vermag, dass sie ihre Leute zwangslaufig dem Blutrausch ausliefert, kann von hier nicht beurteilt werden, sicher ist jedoch, dass es fur die Wehrmacht eine unertragliche Belastung darstellt, da dies ja alles im ,,feldgrauen Rock" geschieht. [...] Der augenblickliche Zustand treibt einer Entwicklung entgegen, die einen militarischen Unruheherd herbeifuhrt und die Ausnutzung des Landes zugunsten der Truppe und der Wehrwirtschaft unmoglich macht. Mit Gewaltmassnahmen allein ist die Sicherheit und Ruhe des Landes nicht herzustellen. Es liegt sowohl im Interesse der Wehrmacht wie auch der Zivilverwaltung, wenn in Polen eine leidliche Ordnung herrscht, die Bevolkerung mit den notigsten Lebens- und Bedarfsmitteln versorgt wird und die Wirtschaft bald in Gang kommt."

- Johannes Blaskowitz: Bericht an den Oberbefehlshaber des Heeres, Walther von Brauchitsch, 27. November 1939[6]

Einen weiteren Bericht ubermittelte Blaskowitz am 8. Dezember 1939 an von Brauchitsch. Der Oberstleutnant Helmuth Groscurth legte mindestens diesen Bericht einige Tage spater hohen verantwortlichen Heeresoffizieren an der Westfront vor, darunter Erwin von Witzleben und Gerd von Rundstedt.[7] Als Blaskowitz im Industriegebiet von Kamienna eine grossere polnische Aufstandsbewegung entdeckte, nahm er im Februar 1940 erneut gegenuber von Brauchitsch Stellung. In Notizen fur einen Vortrag am 15. Februar betonte er den politischen Schaden, den SS und Polizei mit ihrem Vorgehen anrichteten.[8]

,,Auf die Rolle der Wehrmacht, die gezwungen ist, diesen Verbrechen tatenlos zuzusehen, und deren Ansehen besonders bei der polnischen Bevolkerung eine nicht wiedergutzumachende Einbusse erleidet, braucht nicht nochmal hingewiesen zu werden. Der schlimmste Schaden jedoch, der dem deutschen Volkskorper aus den augenblicklichen Zustanden erwachsen wird, ist die masslose Verrohung und sittliche Verkommenheit, die sich in kurzester Zeit unter wertvollem deutschen Menschenmaterial wie eine Seuche ausbreiten wird.

...

Die Einstellung der Truppe zu SS und Polizei schwankt zwischen Abscheu und Hass. Jeder Soldat fuhlt sich angewidert und abgestossen durch diese Verbrechen, die in Polen von Angehorigen des Reiches und Vertretern der Staatsgewalt begangen werden. R versteht nicht, wie derartige Dinge, zumal sie sozusagen unter seinem Schutz geschehen, ungestraft moglich sind.

...

Die sich hiermit aufzeigende Gefahr zwingt, zur Frage der Behandlung des polnischen Volkes allgemein Stellung zu nehmen. Es ist abwegig, einige Tausend Juden und Polen abzuschlachten; denn damit werden angesichts der Masse der Bevolkerung weder die polnische Staatsidee totgeschlagen noch die Juden beseitigt. Im Gegenteil, die Art und Weise des Abschlachtens bringt grossten Schaden mit sich."

- Johannes Blaskowitz: Denkschrift vom 6. Februar 1940[9][10]

Fur Raul Hilberg war Blaskowitz nicht uber den Gedanken des rigorosen Vorgehens emport, ,,sondern allein uber die amateurhafte Art und Weise, in der die SS versuchte, mit einer derart gewaltigen Menschenmenge, wie sie die zwei Millionen Juden darstellen, fertig zu werden".[11] Helmut Krausnick weist darauf hin, dass die Eingaben trotz ihrer teilweise grundsatzlichen Art sich gegen die ausfuhrenden Organe des Besatzungsregimes richteten und also ihr Verfasser noch nicht in vollem Masse erkannt habe, dass es sich um ein von Hitler selbst gewolltes und gebilligtes Programm handelte.[9] Omer Bartov halt Blaskowitz' Erklarung fur zweideutig, da sie auch als Empfehlung habe verstanden werden konnen, mehr Menschen in geordneter und disziplinierter Form zu toten, statt das Abschlachten ganz zu beenden. Scharfsinnig habe Blaskowitz aber erkannt, dass die relativ passive Rolle der Wehrmacht bei diesen Verbrechen auf lange Sicht schwerwiegende Auswirkungen auf die Soldaten und die deutsche Gesellschaft als Ganzes haben wurde.[12] Hermann Wentker sieht Blaskowitz einerseits durch die traditionelle militarische Uberlegung motiviert, dass die Zivilbevolkerung nicht mehr als notig von den Kampfhandlungen betroffen sein durfe, andererseits durch die Sorge vor der ,,Verrohung" der Deutschen.[13] Klaus-Michael Mallmann, Jochen Bohler und Jurgen Matthaus argumentieren, Blaskowitz habe in seinen Notizen vom Februar 1940 bei aller Kritik Polen und Juden als ,,Erzfeinde im Osten" definiert und damit das gangige Feindbild akzeptiert.[14] Letztlich darf nicht ubersehen werden, dass Blaskowitz seine Denkschriften an die politische Fuhrung und Hitler richtete, und Blaskowitz muss klar gewesen sein, dass er mit moralischen Apellen wenig Erfolg haben wurde, sondern dass hier nur Argumente der militarischen und politischen Nutzlichkeit zahlten.

Von Hitler wird als Reaktion auf Blaskowitz' Denkschrift vom November 1939 berichtet, er habe die Beschwerden als kindisch und mit dem Hinweis zuruckgewiesen, mit den Methoden einer Heilsarmee lasse sich kein Krieg gewinnen.[15] Ein Exemplar von Blaskowitz' Zusammenstellung von ,,Ubergriffen und Verstossen" von Polizei und SS ging vom OKW an Himmler, der einen Funktionar des Hauptamtes SS-Gericht ins Generalgouvernement entsandte.[16] General von Brauchitsch weigerte sich im Februar 1940, die neuerlichen Beschwerden an Hitler weiterzugeben. Stattdessen erliess Brauchitsch einen Befehl, der um Verstandnis fur die volkspolitisch motivierten Massnahmen zur Sicherung des deutschen Lebensraumes warb.[15] Brauchitsch lud Himmler ferner zu einer Rede vor den Oberbefehlshabern der Heeresgruppen und Armeen ein, der dieser am 13. Marz 1940 nachkam.[17]

Frankreich, Niederlande
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blaskowitz wurde Anfang Mai 1940 an die Westfront versetzt, aber schon am 3. Juni auf Verlangen von Hitler seines Kommandos der 9. Armee enthoben und in die Fuhrerreserve nach Dresden versetzt.[18] Blaskowitz war der einzige deutsche Generaloberst zu dieser Zeit, der nach dem Fall von Frankreich im Sommer 1940 nicht zum Generalfeldmarschall befordert wurde.[19]

Am 9. Juni 1940 wurde er zeitweilig zum ,,Militarbefehlshaber Nordfrankreich" ernannt. In dieser Funktion liess er am 20. Juni 1940 veroffentlichen:

Blaskowitz bei einer Truppeninspektion in Frankreich im Juni 1944

1. ... Wer sich ruhig und friedlich verhalt, hat nichts zu befurchten.
2. ... mit den schwersten Strafen bedroht: Als Sabotage wird auch jede Beschadigung oder Entziehung von Ernte-Erzeugnissen, kriegswichtigen Vorraten und Anlagen aller Art sowie das Abreissen und Beschadigen angeschlagener Bekanntmachungen gewertet. ...
4. Kriegsgerichtlich geahndet wird...

4.2. jede Hilfe bei der Flucht von Zivilpersonen in das nichtbesetzte Gebiet,
4.3. jede Nachrichtenubermittlung an Personen oder Behorden ausserhalb des besetzten Gebietes zum Schaden der deutschen Wehrmacht und des Reiches,
4.4. jeder Verkehr mit Kriegsgefangenen,
4.5. jede Beleidigung der deutschen Wehrmacht und ihrer Befehlshaber,
4.6. das Zusammenrotten auf der Strasse, das Verbreiten von Flugschriften, die Veranstaltung von offentlichen Versammlungen und Aufzugen, die nicht vorher von einem deutschen Befehlshaber genehmigt worden sind, sowie jede andere deutschfeindliche Kundgebung.
4.7. Verleitung zur Arbeitseinstellung, boswillige Arbeitseinstellung, Streik und Aussperrung. ...

9. Franzosischer Franc = 0,05 RM. die Anwendung eines anderen Umrechnungsverhaltnisses ist strafbar.

Nach zwei Wochen wurde er erneut in die Fuhrerreserve versetzt.

Blaskowitz (links) bei einer Lagebesprechung mit den Generalfeldmarschallen Rommel (Mitte) und von Rundstedt im Mai 1944 in Paris

Am 26. Oktober 1940 erhielt Blaskowitz den Oberbefehl uber die 1. Armee im besetzten Frankreich und war fortan dem Oberbefehlshaber West unterstellt. Am 11. November 1942 besetzten Verbande seiner Armee auch die bisher freien Gebiete Sud-Frankreichs, ohne dabei auf Widerstand zu stossen (,,Fall Anton"). Die ersten dreieinhalb Jahre der Besetzung Frankreichs verliefen verhaltnismassig ruhig. Blaskowitz wurde am 30. Oktober 1943 mit dem Deutschen Kreuz in Silber ausgezeichnet.[20] Im Mai 1944 wurde Blaskowitz das Kommando uber die in Sudfrankreich neugebildete Armeegruppe G (ab September 1944 Heeresgruppe G) ubertragen, die aus der 1. und 19. Armee bestand. Gleichzeitig nahmen die militarischen Aktivitaten der franzosischen Resistance bedrohliche Formen an. Diese wurden von Blaskowitz mit allen damals volkerrechtlich zu Gebote stehenden Mitteln bekampft.

Der Historiker Christopher Clark betonte 1995, Blaskowitz habe sich mit seinem Tagesbefehl vom 17. Juni 1944 vor den Soldaten seiner Armeen ganz eindeutig von jenen SS-Verbanden der 2. SS-Panzer-Division ,,Das Reich" distanziert, die eine Woche zuvor bei dem Massaker von Oradour sechshundert Manner, Frauen und Kinder ermordet hatten (fur die seine Wehrmachteinheiten nicht verantwortlich waren).[4] Anders reagierte er, als franzosische Dienststellen sich uber das Vorgehen der SS beschwerten. Er empfahl, den franzosischen Behorden zu antworten, dass es ,,zwanglaufig geschehen muss, dass mitunter Unschuldige der Kugel zum Opfer fallen [...]. Gegen einen solchen Kampf [namlich seitens der Partisanen der Resistance] muss und wird sich die Wehrmacht unter allen ihr zu Gebote stehenden Machtmitteln wehren."[21]

Karte des Frontverlaufs Ende Marz 1945, Eintragung der Heeresgruppe H in den Niederlanden unter Fuhrung von Blaskowitz
Kapitulation der deutschen Armeen in den Niederlanden gegenuber den Kanadiern (links Mitte: General Charles Foulkes, rechts Mitte General Blaskowitz) am 5. Mai 1945 im Hotel de Wereld in Wageningen

Nach der Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944 und jener an der franzosischen Mittelmeerkuste (Operation Dragoon) am 15. August 1944 mussten Blaskowitz und seine Heeresgruppe sich ins Elsass zuruckziehen. Am 21. September - die Operation Dragoon war extrem schnell vorangekommen - wurde ihm abermals das Kommando entzogen und er zur Fuhrerreserve versetzt; sein Nachfolger wurde Hermann Balck. Fur seine ,,tatkraftige Fuhrung" (Heuer) erhielt Blaskowitz am 28. Oktober 1944 das Eichenlaub zum Ritterkreuz.[22] Am 24. Dezember 1944 bekam Blaskowitz wiederum das Kommando der Heeresgruppe G am Sudflugel der Westfront; drei Wochen spater wurde er aber erneut abgelost, diesmal von Paul Hausser. Blaskowitz ubernahm im Januar 1945 die Heeresgruppe H in Holland, fur deren Fuhrung er am 25. Januar 1945 die Schwerter zum Ritterkreuz verliehen bekam.[22] Er verhandelte erfolgreich mit den Westalliierten uber die Lebensmittelversorgung der hollandischen Bevolkerung.[23] Dennoch kam es im Winter 1944/45 zu einer Hungersnot, der etwa 18.000 Niederlander zum Opfer fielen.[24] Am 6. April 1945 gab er sein Kommando ab und ubernahm den Oberbefehl uber die 25. Armee, womit er auch zum Oberbefehlshaber der ,,Festung Holland" war. Am 6. Mai 1945 kapitulierte er mit den Resten der 25. Armee in Wageningen vor britischen und kanadischen Truppen unter General Charles Foulkes (siehe Bevrijdingsdag), wobei er als Bedingung durchsetzen konnte, dass die deutschen Truppen unbehelligt nach Ostfriesland abziehen konnten, ehe sie dort in Gefangenenlager gehen mussten; andernfalls, so hatte er gedroht, werde er durch Offnen der Deiche weite Teile des Landes mit Seewasser uberfluten lassen.[25]

Verhaltnis zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz seiner scharfen Kritik an der deutschen Besatzungspolitik in Polen konnte sich Blaskowitz nie zu der Erkenntnis durchringen, dass es sich bei dem nationalsozialistischen Regime um ein grundlegend verbrecherisches Regime handelte. Er schloss sich dementsprechend auch nicht dem organisierten Widerstand gegen Hitler an. Seine Einstellung blieb die eines im Wesentlichen unpolitischen Soldaten, der zwar seinem personlichen Gewissen verpflichtet war, aber den Befehlen der politischen Fuhrung zu folgen hatte. Bezeichnend hierfur ist die Notiz, die sich Ulrich von Hassell nach einem Gesprach mit Blaskowitz im Oktober 1943 in Frankreich machte: ,,Unterhaltung mit Blaskowitz nicht sehr ergebnisreich. Sieht die Dinge im wesentlichen rein soldatisch."[4]

Kriegsgefangenschaft

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1945 bis 1948 befand sich Blaskowitz in Gefangenschaft in Dachau, Allendorf bei Marburg und zuletzt in Nurnberg. Gegen Blaskowitz wurden Anschuldigungen aus Polen, den USA und der Tschechoslowakei erhoben. Die Niederlande zogen ihre Vorwurfe zuruck. Die Tschechoslowakei machte Blaskowitz fur Vorfalle verantwortlich, die sich lange Zeit nach seinem Wirken bei der Besetzung des Sudetenlandes und der ,,Zerschlagung der Rest-Tschechei" im Herbst 1938 bzw. Fruhjahr 1939 ereignet hatten.

Nach dem Transfer nach Dachau am 30. April 1946 liess Polen Blaskowitz in die Gesuchtenliste der UN-Kriegsverbrechenskommission fur Mord als Nummer 8 eintragen. Er wurde aber nicht an Polen ausgeliefert. Blaskowitz wurde der Misshandlungen und Morde an polnischen Kriegsgefangenen beschuldigt.[26] In verschiedenen anderen historischen Aufzeichnungen, bei denen polnische Anklagen gegen deutsche Verbrecher dokumentiert werden, wird Blaskowitz jedoch nicht erwahnt.

In Zusammenhang mit einem britischen Militargericht im Wuppertaler Gefangnis wurde Blaskowitz erstmals Ende 1947 von Telford Taylor als potentieller Angeklagter in Betracht gezogen. Hierbei wurde er beschuldigt, den Kommandobefehl an das LXXX. Korps am 18. Oktober 1942 weitergeleitet zu haben. Daruber hinaus wurde ihm vorgeworfen, als damaliger Oberbefehlshaber der Armeegruppe G fur die Ermordung von 31 britischen Fallschirmjagern bei Poitiers am 7. Juli 1944 durch das LXXX. Korps unter General Curt Gallenkamp verantwortlich zu sein. Weiterhin wurde ihm der Vorhalt gemacht, Kriegsgefangene am 2. Februar 1945 zum Bau von Befestigungen zugezogen zu haben. Schliesslich wurde er auch noch der Weitergabe eines erteilten Deportationsbefehls wahrend des 1. und 10. August 1944 bezichtigt.

Angeklagt wurde Blaskowitz schliesslich wegen Verbrechen gegen den Frieden, Kriegsverbrechen im engeren Sinne in Polen und Frankreich,[1] wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und wegen der Fuhrung eines Angriffskrieges (aufgrund seiner Rolle bei der Besetzung des Sudetenlandes, des Uberfalls auf Polen und des Angriffes auf Frankreich). Schliesslich wurde Blaskowitz wegen der Teilnahme an einem ,,Gemeinsamen Plan oder Verschworung" aufgrund seiner Mitgliedschaft im Generalstab angeklagt.[23] Sein Verteidiger war Heinz Muller-Torgow.

Blaskowitz erklarte sich nicht schuldig. ,,Entlastende Dokumente [...] standen der Verteidigung [...] damals nicht zur Verfugung, so dass er seine Situation pessimistisch beurteilte."[1] So nahm er sich am 5. Februar kurz vor Beginn seiner Verhandlung bei den Nurnberger Prozessen (Fall XII: Prozess Oberkommando der Wehrmacht) durch einen Sprung in die Rotunde des Justizpalastes das Leben.[27] Der Suizid uberraschte, weil - so Clark - Blaskowitz mit einem Freispruch hatte rechnen konnen.[4] Die Nurnberger Richter sahen in Blaskowitz ausdrucklich ein positives Beispiel, wie sich Offiziere der Wehrmacht auch hatten verhalten konnen.[28]

Blaskowitz' Frau und Tochter waren bei dem Heidebauern Johannes Kopcke in Bommelsen, der im Ersten Weltkrieg Blaskowitz' Pferdebursche gewesen war, untergekommen. Das Grab von Johannes Blaskowitz befindet sich deshalb auf dem Friedhof der Kirchengemeinde Bommelsen.[4]

Strassenbenennungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum Kriegsende war eine Strasse am Truppenubungsplatz Gross Born nach Johannes Blaskowitz benannt,[29] ebenso in Lentschutz und Schildberg (Wartheland).

  • Christopher Clark: Johannes Blaskowitz - Der christliche General. In: Ronald Smelser, Enrico Syring (Hrsg.): Die Militarelite des Dritten Reiches. Ullstein, Berlin 1995, ISBN 3-550-07080-2, S. 28-49.
  • Peter Lieb: Konventioneller Krieg oder NS-Weltanschauungskrieg: Kriegfuhrung und Partisanenbekampfung in Frankreich. Oldenbourg, Munchen 2008, ISBN 978-3-486-57992-5.
  • Friedrich-Christian Stahl: Generaloberst Johannes Blaskowitz. In: Gerd R. Ueberschar (Hrsg.): Hitlers militarische Elite. 68 Lebenslaufe. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2011, ISBN 978-3-534-23980-1, S. 20-27.
  • Joachim Ludewig: Generaloberst Johannes Blaskowitz im Zweiten Weltkrieg. In: Militargeschichte. 5, Nr. 1, 1995, S. 12-19.
  • Richard Giziowski: The Enigma of General Blaskowitz. Hippocrene Books, New York 1997, ISBN 0-7818-0503-1.
Commons: Johannes Blaskowitz - Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. | a b c Friedrich-Christian Stahl: Blaskowitz, Johannes Albrecht. In: Bernd Ottnad (Hrsg.): Badische Biographien. Neue Folge. Band 2. Kohlhammer, Stuttgart 1987.
  2. | Karl Bosl, Gunther Franz, Hanns Hubert Hofmann: Biographisches Worterbuch zur deutschen Geschichte. Band 1. 2. Auflage. Francke, Munchen 1973.
  3. | Gerd F. Heuer: Die Generalobersten des Heeres. Inhaber hochster deutscher Kommandostellen. 1933-1945. Moewig, Rastatt 1988, ISBN 3-8118-1049-9, S. 34.
  4. | a b c d e f g h Christopher Clark: Die Militarelite des Dritten Reiches - 27 biographische Skizzen. Hrsg.: Ronald Smelser, Enrico Syring. 1997, ISBN 3-548-33220-X, Johannes Blaskowitz - Der christliche General, S. 28-49.
  5. | Johannes Hurter: Hitlers Heerfuhrer Die deutschen Oberbefehlshaber im Krieg gegen die Sowjetunion 1941/42. Oldenbourg, Munchen 2007, S. 184 f.
  6. | Helmut Krausnick: Hitlers Einsatzgruppen. Die Truppe des Weltanschauungskrieges. Fischer TB, Frankfurt am Main 1985, S. 79.
  7. | Helmut Krausnick: Hitlers Einsatzgruppen. Die Truppe des Weltanschauungskrieges. Fischer TB, Frankfurt am Main 1985, S. 80.
  8. | Helmut Krausnick: Hitlers Einsatzgruppen. Die Truppe des Weltanschauungskrieges. Fischer TB, Frankfurt am Main 1985, S. 83.
  9. | a b Helmut Krausnick: Hitlers Einsatzgruppen. Die Truppe des Weltanschauungskrieges. Fischer TB, Frankfurt am Main 1985, S. 84.
  10. | Klaus-Jurgen Muller: Das Heer und Hitler. DVA, Stuttgart 1969, S. 448, zit. nach: Hans Adolf Jacobsen: 1939-1945, Der Zweite Weltkrieg in Chronik und Dokumenten, Darmstadt 1961, S. 606/607.
  11. | Raul Hilberg: Die Vernichtung der europaischen Juden. Bd. 1. Fischer TB, Frankfurt am Main 1990, S. 200.
  12. | Omer Bartov: Hitlers Wehrmacht. Soldaten, Fanatismus und die Brutalisierung des Krieges. Rowohlt, Reinbek 1995, S. 103.
  13. | Hermann Wentker: Der Widerstand gegen Hitler und der Krieg. Oder: Was bleibt vom ,,Aufstand des Gewissens"? In: Stephen Schroder, Christoph Studt (Hrsg.): Der 20. Juli 1944. Profile, Motive Desiderate. Lit, Berlin 2008, S. 20.
  14. | Klaus-Michael Mallmann, Jochen Bohler, Jurgen Matthaus: Einsatzgruppen in Polen. Darstellung und Dokumentation. WBG, Darmstadt 2008, S. 69.
  15. | a b Hans-Erich Volkmann: Zur Verantwortlichkeit der Wehrmacht. In: Rolf-Dieter Muller u. Hans-Erich Volkmann (Hrsg.): Die Wehrmacht. Mythos und Realitat. Oldenbourg, Munchen 1999, S. 1203.
  16. | Helmut Krausnick: Hitlers Einsatzgruppen. Die Truppe des Weltanschauungskrieges. Fischer TB, Frankfurt am Main 1985, S. 84 f.
  17. | Helmut Krausnick: Hitlers Einsatzgruppen. Die Truppe des Weltanschauungskrieges. Fischer TB, Frankfurt am Main 1985, S. 86 f.; vgl. Klaus-Jurgen Muller: Zu Vorgeschichte und Inhalt der Rede Himmlers vor der Hoheren Generalitat am 13. Marz 1940 in Koblenz. In: Vierteljahrshefte fur Zeitgeschichte 18, Nr. 1 (1970), S. 95-120. (PDF)
  18. | Helmut Krausnick: Hitlers Einsatzgruppen. Die Truppe des Weltanschauungskrieges. Fischer TB, Frankfurt am Main 1985, S. 87.
  19. | Winfried Heinemann: Der militarische Widerstand und der Krieg. In: Jorg Echternkamp (Hrsg.): Die deutsche Kriegsgesellschaft 1939 bis 1945. Erster Halbband: Politisierung, Vernichtung, Uberleben. Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg (Militargeschichtliches Forschungsamt), Band 9-1. Deutsche Verlags-Anstalt, Munchen 2004, ISBN 978-3-89678-727-9, S. 780
  20. | Dermot Bradley, Karl-Friedrich Hildebrand: Die Generale des Heeres 1921-1945. Band 2. Biblio, Bissendorf 1993, ISBN 3-7648-2424-7, S. 3.
  21. | Peter Lieb: Konventioneller Krieg oder NS-Weltanschauungskrieg? Kriegfuhrung und Partisanenbekampfung in Frankreich 1943/44. Dissertation Universitat Munchen 2005. Oldenbourg, Munchen 2007, ISBN 978-3-486-57992-5, S. 373.
  22. | a b Gerd F. Heuer: Die Generalobersten des Heeres. Inhaber hochster deutscher Kommandostellen. 1933-1945. Moewig, Rastatt 1988, ISBN 3-8118-1049-9, S. 37.
  23. | a b Fritz von Siegler: Blaskowitz, Johann Albrecht. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 2. Duncker & Humblot, Berlin 1955, ISBN 3-428-00183-4, S. 290-291 (deutsche-biographie.de).
  24. | Henri A. van der Zee: The Hunger Winter: Occupied Holland 1944-1945, University of Nebraska Press, 1998, S. 304f.
  25. | In den Lichtschacht. In: Der Spiegel. 13. Februar 1948, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 12. Mai 2023]).
  26. | Marian Muszkat: Polish Charges against German War Criminals. Polish Main National Office for Investigation of German War Crimes in Poland 1948, Warschau.
  27. | Friedrich-Christian Stahl: Generaloberst Johannes Blaskowitz. In: Gerd R. Ueberschar (Hrsg.): Hitlers militarische Elite. Band 1. Primus, Darmstadt 1998, ISBN 3-89678-083-2, S. 25.
  28. | Jens Scholten: Offiziere. Im Geiste unbesiegt. In: Norbert Frei (Hrsg.): Karrieren im Zwielicht. Hitlers Eliten nach 1945. Campus, Frankfurt am Main 2001, S. 134.
  29. | ul. Boleslawa Chrobrego (Blaskowitz Strasse), Borne Sulinowo - 1937 rok, stare zdjecia. Abgerufen am 12. Mai 2023 (polnisch).
Generaloberste und Generaladmirale von Wehrmacht und Waffen-SS
Generaloberste des Heeres

Adam | von Arnim | Beck | Blaskowitz | Dietl | Dollmann | von Falkenhorst | Friessner | von Fritsch | Fromm | Guderian | Haase | Halder | von Hammerstein-Equord | Harpe | Heinrici | Heitz | Hilpert | Hoepner | Hollidt | Hoth | Hube | Jaenecke | Jodl | Lindemann | von Mackensen | Raus | Reinhardt | Rendulic | Ruoff | von Salmuth | Schmidt | von Schobert | Strauss | von Viettinghoff | Weiss | Zeitzler

Generaloberste der Luftwaffe

Dessloch | Grauert | Jeschonnek | Keller | Korten | Loerzer | Lohr | Rudel | Student | Stumpff | Udet | Weise

Generaladmirale der Kriegsmarine

Albrecht | Boehm | Carls | von Friedeburg | Kummetz | Marschall | Saalwachter | Schniewind | Schultze | Warzecha | Witzell

SS-Oberst-Gruppenfuhrer und Generaloberste der Waffen-SS

Dietrich | Hausser

Personendaten
NAME Blaskowitz, Johannes
ALTERNATIVNAMEN Blaskowitz, Johannes Albrecht (vollstandiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Offizier, zuletzt Generaloberst im Zweiten Weltkrieg, Oberbefehlshaber verschiedener Heeresgruppen der Wehrmacht
GEBURTSDATUM 10. Juli 1883
GEBURTSORT Paterswalde, Landkreis Wehlau (Ostpreussen)
STERBEDATUM 5. Februar 1948
STERBEORT Nurnberg